Frage von Alpenziege, 125

Kinderpsyche: Umzug und neuer Kindergarten?

Freunde von uns müssen umziehen, nicht weit weg, aber so, dass der Kleine nicht mehr in seinen gewohnten Kindergarten gehen kann. Er gewöhnt sich aber so schlecht an Neues. Er hat schon lange gebraucht überhaupt in den Kindergarten gehen zu wollen. Wie kann man den Wechsel erleichtern, habt Ihr Rat?

Antwort
von gerdavh, 125

Hallo Alpenziege, die Idee von Windpocke finde ich sehr gut. Da der Kindergarten ja nicht so weit entfernt ist, würde ich auch ein paarmal mit dem Kind hinfahren, damit er die neue Umgebung schon mal gesehen hat. Beim Kindergarten meines Sohnes wurde mir erlaubt, die ersten drei Tage dort anwesend zu sein. Man sollte sich da natürlich stark zurückhalten - einfach nur in der Ecke sitzen und dasein genügt völlig. Vielleicht ist das in diesem Kindergarten auch erlaubt. Meinem Sohn hatte das sehr geholfen, weil keine harte Trennung von mir stattfand. Liebe Grüße Gerda

Antwort
von Windpocke, 107

Ich würde möglichst oft mit ihm schon mal hinfahren und mir den Kindergarten von außen ansehen und ihm viel darüber erzählen. Vielleicht kann man auch schon Kontakt mit anderen Eltern aufnehmen, deren Kinder dort sind, sodass er ein paar schon ein bisschen kennt.

Antwort
von AlmaHoppe, 62

hallo,

wie @Mahut schon schrieb: Eingewöhnungszeit !!!

Ist dieses bei Euch dort nicht möglich dann einfach mal nach "Schnupperstunden" fragen!!!

Ansonsten den Kindergarten öfters mal von draußen anschauen(Spielgelände etc.).Dem Kind dabei die Kita schmackhaft machen!!!

Wenn die Kita einen "Flyer" hat,diesen gemeinsam anschauen!!! Die Bilder beschreiben(Haus,Rutsche,Spielraum/Bastel/Bewegungsraum! Betonen wie schön das alles ist und wie das Spass macht !!!

Schauen ob in der Nachbarschaft ein Kind ist welches sich auch dort in der Kita befindet.Evt.sogar in der gleichen Gruppe? Kontakt aufnehmen!!!

Ansonsten das Vertrauen in das Erziehungspersonal setzen und mit ihnen gemeinsam versuchen die Situation zu meistern!

Da der Kleine ja nicht "kitafremd" ist besteht die Möglichkeit das alles doch ziemlich unkompliziert über die Bühne geht!

Man darf nur nicht den Fehler machen selbst zu klammern und Unzufriedenheit zu äußern! Kinder merken wenn die Eltern kein Vertrauen zu den Erziehern haben und verhalten sich dementsprechend!!!

Also...das A+O ist die Vertrauensbasis !!! Und die hat ihre positiven-sowie negativen Seiten !!!

Alles Gute von AH

Antwort
von Mahut, 96

In Hamburg, können sich die Kinder erstmal im Beisein der Eltern an den Kindergarten gewöhnen, das kann bis zu 2 Wochen dauern, vielleicht geht es bei euch ja auch.

Wie weit weg ist denn der jetzige Kindergarten entfernt von der neuen Wohnung, wenn es nicht ganz so weit weg ist, könnte man das Kind doch im jetzigen Kindergarten lassen.

Mein Enkelsohn ist auch etwas weiter weg von seinem zu Hause.

LG Mahut

Antwort
von bethmannchen, 67

Hier haben ja schon einige gute Ratschläge gegeben.

In eine neue Gruppe an einen neuen Ort zu kommen, hat ja nicht nur negatives. Ist das nicht auch spannend?!

Viel mit ihm darüber reden, was wohl anders, was ähnlich und was sicher ganz gleich sein wird. Und dann immer schön geschmeidig bleiben: "Wenn man erst einmal weiß wo die Toiletten sind, ist alles nur noch halb so wild..." Also nicht so einen Hermann davon machen, dat löppt sick allns trech.

Die Eltern müssen dem Wechsel positiv gegenüberstehen und die Dinge nicht so überbewerten. Haben Eltern nämlich die Befürchtung, dass ihr Kind Angst haben würde, dann bekommen sie ein ängstliches Kind. Das überträgt sich. Sagt man einem Kind, dass eine keine Angst haben müsse, dann läuten bei ihm erst recht die Alarmglocken.

Vielleicht kann man eine Namensliste der neuen Gruppe bekommen, und seien es nur die Vornamen. Vielleicht findet sich ein Name, den es in der jetzigen Gruppe auch gibt? Aber das ist ja nicht der selbe ..., der wird ja anders sein, andere Spiele mögen, andere Freunde in seiner Gruppe haben... Schönes Gesprächsthema.

Man selbst ist ja auch schon oft in neue Gruppen gekommen. Wie war das denn? Richtig, man spricht mal mit dem und jenem, lernt alle nach und nach kennen, gehört zuletzt dann dazu. Jede Gruppe hat auch ihre Struktur, und die lernt man dabei nach und nach auch kennen. Und dann ist man ja selbst neu, und wird von den anderen erst einmal "beschnüffelt".

Er ist ja auch für die Gruppe erst ein Fremder. Auch für die anderen wird das zuerst "komisch" sein. All das kann man ja schon kindgerecht weitergeben und schon einmal darüber "nachdenken". Vielleicht dem Kind ein paar Denkanstöße geben, um das kalte Wasser etwas anzuwärmen.

Die Toiletten werden da wohl unter der Decke hängen ;-) oder was meinst du... Ob es da wohl auch ... gibt, Ob da auch Laternen gebastelt werden für einen Laternenumzug ...? So etwas wird seine Neugierde wecken. So kann er sich schon Gedanken machen, was gleich, ähnlich und anders sein könnte.

Letztlich muss er da aber durch. Er wird das schon machen, vielleicht nicht so schnell, aber auch in die neue Gruppe wird er hineinwachsen. Das muss er später bei der Einschulung ja auch.

Und dann ist da ja auch eine Kindergärtnerin. Wenn die schon weiß, dass er sich schwer tut, dann wird sie ihn schon mit den richtigen "zusammenbringen", das ist schließlich ihr Job. Sie wird schon dafür sorgen, dass er nicht als einsamer Trauerklos in der Ecke sitzt. Am besten kann sie das übrigens, wenn die Mutter nicht dabei ist.

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