Frage von ACMSA, 5

Kinderernährung

Hallo,

mein Sohn ist 12 Jahre, wiegt 36 kg und ist 1,57 m. Er ißt sehr wenig, man muß ihn immer wieder "erinnern". Bei jedem Essen hat er etwas zu meckern. Obst und Gemüse sind eh nichts für ihn, auch Essen, was er mal gerne aß. Mal ist es zu heiß/kalt, zu viel, zu scharf, zu hell/lang (Pommes). Der Doc sagt, es wäre OK, das käme später noch. Seine Blutwerte sind auch OK.

Es ist ja nicht nur, daß er zu wenig ist, sondern auch sehr lange daran sitzt... Was könnten wir machen, damit er mehr und zügiger ißt?

Danke im voraus.

Antwort
von dinska, 4

Essen ist nicht Jedermanns Sache. Ich habe als Kind auch immer sehr wenig gegessen und esse eigentlich erst regelmäßig, seit ich selbst Kinder habe und für sie sorgen musste. Es muss feste Zeiten und Regeln geben. Alle sitzen am Tisch und es wird gegessen. Wünsche kann man vorher aussprechen und anmelden. Auf seine Essgewohnheiten habt ihr wenig Einfluss, ihr müsst seine Eigenart akzeptieren und auch immer mal was anbieten, was in seine Richtung geht, aber bisschen abgewandelt wurde. Gegessen wird immer etwas, er bestimmt, was auf den Teller kommt und das wird dann auch gegessen. Habt Geduld, dann zahlt sich das auch aus, ansonsten leidet nur der Familienfrieden darunter und wenn er sich nicht wohl fühlt, isst er noch weniger..

Antwort
von tianichte, 5

Hey,

du kannst Ihn durch geschickte manipulation dazu bekommen mehr zu essen. Ein Beispiel: Such dir ein Bild, wo sein Superheld ein Apfel oder so ißt, dieses Bild druckst du groß für ihn aus und hängst es inkl. Rahmen in sein Zimmer, aber ohne das er etwas von deiner Absicht mitbekommt. Du wirst erstaunt sein, aufeinmal ißt er gerne Äpfel.

Antwort
von bethmannchen, 4

Da würde ich mich gar nicht drum kümmern. Gegessen wird was auf den Tisch kommt, und dann geht es nach dem Motto: Wer nicht will, der hat - wer nicht (fr)isst ist satt; und Punkt.

Wichtig für den Appetit ist auch die Atmosphäre bei Tisch. Wer allein am Tisch vor seinem Teller sitzen muss, dem schmeckt selbst sein Leibgericht nicht. Wenn das Tischgespräch für einen unangenehm ist, dann schnürt es einem den Magen zu. Gardinenpredigten haben bei Tisch nichts zu suchen. Also nicht beim Essen nach der Mathearbeit fragen, es sei denn, man kann da tatsächlich mit einer 2 rechnen.

Was dein Junge da treibt ist nichts anderes als Herumbocken. Das macht er auch nur deshalb, weil du, bzw. ihr das mit euch machen lasst. Er probiert aus, wie weit er es mit euch treiben kann. Wenn du keine Grenze setzt, dann treibt es es bis zum Exzess, wo ihr nach deinem Kommentar zur Antwort von @GAST ja wohl schon angekommen seid. Mach dir mal bewusst, dass er mit 12 gerade in seiner vierten Trotzphase steckt.

Meine Tochter aß plötzlich nur noch, wenn man auch Ketchup dran tun konnte; Brot mit Ketchup, Nudeln mit Ketchup, Kartoffeln mit Ketchup... War mal keine rote Pampe im Haus, konnte sie gar nichts essen. Zuerst hatten wir auch versucht, sie zu allem möglichen zu überreden, das dann aber gelassen, weil nur der Tischfrieden darunter litt.

Als ich mich dann lange genug nicht um diese Allüren geschert habe, fing sie wieder ganz normal an zu essen. Und auch dann habe ich dazu nichts gesagt, weil etwas normales nicht besonders erwähnt werden muss.

Stell mal anständige Regeln auf, polier die Tischmanieren auf und üb mal souveräne Gelassenheit. Du bist der Küchenchef, du entscheidest, was auf den Tisch kommt. Am Essen herumzumäkeln ist ganz schlechtes Benehmen, das gehört sich nicht. Wenn man etwas nicht mag, dann isst man es eben nicht, oder nur wenig davon, aber verliert darüber nicht viele Worte und macht darüber schon gar kein Spektakel.

Und wegen seiner Langsamkeit würde ich schon während des Essens das Gespräch auf das bringen, was nach dem Essen kommen soll/wird. Also nicht sagen: nun iss doch bloß mal zu, sondern fragen: wolltest du nicht zu deinem Kumpel... der wartet sicher schon auf dich. Und auch du hast sicher was besseres zu tun, als noch eine halbe Stunde am Tisch zu sitzen, nur weil einer so lange kaut. Also mehr von hinten herum "zu Eile treiben".

Lass dich von deinem Suppenkasper da nicht zum Hampelmann machen. Zappel einfach nicht mehr, wenn er wieder an seinem geliebten Band zieht. Zeig dich da mal unbeeindruckt und besteh auf den von dir gesetzten Grenzen.

Antwort
von pferdezahn, 4

Ihn nicht verwoehnen. Mit zwoelf Jahren noch Sonderwuensche, da soll er ins Hotel gehen, wenn er sich das Leisten kann. Ich glaube, dass Du mit Deiner Nachgiebigkeit Deinen Sohn verzogen hast, und je aelter er wird, desto schwieriger wird das Problem. Die Erziehung sollte mit dem Schulbeginn abgeschlossen sein. Ich bin es gewoehnt, dass das, was auf dem Tisch kommt, gegessen wird. Gut, man kann ab und an Mal einen Sonderwunsch haben, aber nicht taeglich herummeckern. Wenn er keine zwei linke Haende hat, soll er sein Essen sich selbst zubereiten, da sieht er auch, was es fuer eine Arbeit macht.

Antwort
von anonymous, 3

Ihn fragen was er essen möchte und das dann machen bzw. ihn selbst machen lassen, sein Essen. Einkaufen könnt ihr ihm die Zutaten dann ja die er sich bei Euch bestellt... Eigentlich braucht ein Mensch ja nur Trinken zum Überleben... Unsere Gesellschaft isst ja generell viel zu viel und falsch sowieso und wenn er das nicht tut und ablehnt aber der Arzt sagt ja er ist soweit gesund dann ist das eben seine derzeitige Art zu leben. Vielleicht tut ihm die Nahrung nicht gut zur Zeit. Ihn einfach selbst aussuchen lassen was er z. B. morgen essen möchte (jeden Tag das fragen) und ihm dann das einkaufen und er macht es sich dann auch selbst wird er wohl tun wenn er es sich aussuchte und sonst könnt ihr ihm ja vor Augen halten dass er das Essen sonst selbst zahlen muss wenn er seine Meinung am nächsten Tag ändert und ihr das Essen dann wegschmeißen müsst, das ihr extra für ihn gekauft habt, Ihr Eltern. Und klar machen, dass woanders immer noch Kinder verhungert... (Sagen wir mal 1 Mahlzeit pro Tag kriegt er nur noch, selbst ausgesucht, ansonsten habt ihr eben nichts mehr für ihn eingekauft). Vielleicht will er Euch irgendwie erpressen wenn Ihr dem einfach weiter keine Beachtung schenkt, sagt doch 1 Mahlzeit gibt es noch für ihm pro Tag und dass ihr das gesparte Geld dann für gemeinsame Freizeitparkbesuche oder ähnliches verwenden wollt.

Kommentar von ACMSA ,

Wir fragen ihn ja schon, was er essen mag, doch dann sagt er nur: Egal, dann kochen wir und es geht von vorne los. Sein Essen vorbereiten möchte er nicht, da ist er zu faul bzw. zu unsicher (er hat ein Problem mit seiner Hand). Er trinkt auch sehr wenig. Als Beispiel nenne ich mal einen Tag der letzten Woche: Er aß zwei Wiener Würstchen (ißt er normal gerne) und zwei getoastete Scheiben Brot, dazu ca. 6 Scheiben Gurken. Dafür brauchte er über eine Stunde. Er meckerte herum, daß ich die Würstchen warm machte (bis er sie aß, waren sie ja schon kalt). Außerdem sei sie zu lang (ein Würstchen war vom Metzger, die andere vom Discounter). Die Gurke schrie er an, er haßt Gurken, aber anderes Gemüse/Salat ißt er ja auch nicht....

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