Frage von Tulip, 3

Kinder und Rituale?

Kinder sollten bestimmte Rituale haben um sich sicher zu fühle, soweit so gut. Aber unser Kleiner (5) ist ein schrecklicher "Prinzipienmensch". Das heißt, wenn etwas im Tagesablauf anders ist, kann ihn das aus der Bahn werfen, sodass er lange braucht um sich wieder wohl zu fühlen. Sollte man bewusst gegensteuern oder das so akzeptieren? Ich fürchte, dass er sonst als Erwachsener so unflexibel wird...

Antwort
von Mahut, 2

Halo Tulip, wie war dein Kleiner denn früher, musste da auch immer in gleichen Formen ablaufen, hat er wenn es nicht so war viel geschrien, dann solltest du vielleicht mal mit deinem Kinderarzt sprechen, denn beim Autismus, muss alles in immer gleichen Bahnen ablaufen, ich will dir keine Angst machen, aber wen es das ist, kannst du mit der Eigenart deines Sohnes besser umgehen.

Vielleicht machst du diesen Link lesen und er hilft dir:

http://w3.autismus.de/pages/startseite/was-ist-autismus.php

Ich wünsche dir das es nicht so ist.

Antwort
von gerdavh,

Hallo Tulip, ich persönlich finde das etwas bedenklich. Natürlich sollten Kinder ein geregeltes Leben führen, aber es dürfte sie auch nicht sehr stören, wenn es z.B. mal kein warmes Mittagessen gibt oder man überraschend einen Ausflug absagen muss. An Deiner Stelle würde ich dieses Problem(chen) mal mit einem Kinderarzt besprechen. Im Leben jedes Menschen kann es mal zu Ausnahmesituationen kommen,die man einfach hinnehmen sollte. Wie reagiert er denn auf kleine Änderungen im Tagesablauf? Es wäre interessant zu wissen, ob er dann sehr beharrlich ist, weinerlich wird oder schreit, wenn nicht alles nach seinen Vorstellungen abläuft. Wenn Letztes zutrifft, muss man, bei aller liebevoller Fürsorge, aufpassen, dass man sich nicht einen kleinen Tyrannen heranzieht. Grüße Gerda

Antwort
von miamo, 1

Hallo Tulip! deine Frage lässt sich sehr schwer beantworten, wenn man den Kleinen nicht kennt und sein Verhalten selber sieht. Ich denke, bis zu einem gewissen Grad ist es völlig normal, dass Kinder ihre Rituale brauchen und wollen. Und wenns mal nicht so läuft, wie sie sich das vorstellen, dann geht das Gebrüll los. Wenn er allerdings "krampfhaft" bestimmte Dinge tun will, könnte es sinnvoll sein, mit einem Arzt darüber zu sprechen. Du solltest aber meiner Meinung nach nicht in Eigeninitiative "dagegensteuern", sonst fühlt der Kleine sich womöglich völlig verunsichert.

Antwort
von Trainingsfreak, 1

Ich bin der Ansicht, dass bestimmte Charaktereigenschaften einfach da sind und man sollte sie auch nicht komplett ändern wollen. Ihr könnt versuchen ihm beizubringen, dass geringe Änderungen auch Vorteile bringen können oder zumindest nicht schlimm sein müssen. Aber vielleicht wird er eben eher der bodenständige Typ sein, was ja auch nicht weiter schlimm ist, wenn er damit glücklich ist.

Antwort
von Irene1955, 1

Ich denke, dass ein bewusstes Entgegensteuern ziemlich viele Risiken birgt - evt. wirft es den Kleinen dann erst recht aus der Bahn und verunsichert ihn noch mehr. Ich glaube, dass er das zur Zeit einfach braucht: Sicherheit durch immer gleiche Abläufe. Schließlich ist die Welt für einen Fünfjährigen schon aufregend genug - da sollte er zumindest zuhause immer wissen, was ihn erwartet :-).

Beim Heranwachsen kann sich das noch total ändern. Mein Sohn war auch immer eher vorsichtig und leicht zu verunsichern, als er noch klein war. Jetzt (als Erwachsener) ist er wiederum eher ein Draufgänger und bekommt gar nicht genug Abwechslung geboten. Daher würde ich raten: behaltet sein Verhalten ein wenig im Auge, aber überbewertet seine Vorsicht nicht. So etwas ist in dem Alter völlig normal.

Antwort
von bethmannchen, 2

Kinder sollten bestimmte Rituale haben

Das gilt für die regelmäßigen täglichen Abläufe, den Rhythmus, in dem alles mit muss wie; Aufstehen, Waschen, Anziehen, Frühstücken, Zähneputzen... dann kommt der mehr oder weniger variable Tagesablauf ...Sachen wegräumen, Abendessen, Ausziehen, Waschen, Zähneputzen, ab ins Bett, vielleicht noch eine Geschichte, und Licht aus.

Du hast da viel zu sehr "Rituale veranstaltet" und dir in diesem Punkt einen Tyrannen herangezogen. Deshalb ist das so geworden, wie es ist, und wird von ganz allein anders werden. Er wird schon merken, dass es im Leben nicht so geregelt und geordnet zugehen kann, wie er das gerne möchte. Er muss und wird sich daran gewöhnen, dass sich auch spontan etwas anderes ergeben kann.

"Gegensteuern" sollten die Eltern hier besser bei sich selbst. Solche Ablaufänderungen nicht als etwas negatives darstellen, nicht mit so etwas einleitet wie: Tut mir leid, aber heute..." besser ist da eine klare Ansage, eine Ansage in bestimmendem Ton: "Jetzt passiert ..."

Eltern sind keine "Kinderbespaßer". Der Tagesablauf ist auch nicht dazu da, dass das Kind sich "wohlfühlt" oder "glücklich" ist. Das Argument: damit sich das Kind sicher fühlen soll ist quatsch. Am sichersten fühlen sich Kinder, wenn Eltern klare Ansagen machen. Verunsichert werden Kinder, wenn man etwas in Aussicht stellt, verspricht, das dann nicht eingehalten wird.

Es ist die Frage wie die Eltern die Situation gestalten. "Bei dem Regen habe ich keine Lust zum Spielplatz zu gehen." - und Punkt. Dass man das gestern versprochen hatte... ja da wusste man ja noch nicht, dass es heute regnen würde. Dann kann er gerne die Wand angnattern oder herumbocken, das an seinen Stoffteieren austoben, aber es geht nicht raus, und fertig. Da muss er dann durch. Am besten dann umdrehen und wegsehen/hören.

Antwort
von Paxdruks, 1

Du würdest einen Baum, der nicht so wächst wie du es dir vorstellst doch auch nicht einfach gradebiegen. Und so ist es auch mit den Kindern. Lass ihn so sein, wie er sein will, wie er ist. So eine kleine Kinderseele sollte man nicht zurechtstutzen sondern wachsen lassen, wie sie will. Ist auch für die Kinder und unsere Beziehungen zu ihnen gesünder.

Antwort
von selmatank, 1

ihr solltet da dagegen wirken, wenn euch das jetzt schon komisch vorkommt. jetzt ist noch ein gutes alter , um da was umzukrempeln. das er völlig aus der bahn geworfen wird, bringt ihm absolut nix.

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