Frage von Friedelgunde, 329

Keine Hitzewallungen bei veganer Ernährung in den Wechseljahren - ist das möglich?

Ich habe mich eine Weile vegan ernährt (wollte abspecken und war neugierig, wie das auf meinen Körper wirkt).

Jetzt esse ich wieder "normal", achte aber trotzdem natürlich auf gesunde Zutaten und wenig Fleisch usw., so dass ich gesundheitlich und vom allgemeinen Wohlbefinden her keinen großen Unterschied zur "veganen Zeit" merke - bis auf einen: ich hatte während der zwei Monate, in denen ich auf alle tierischen Produkte verzichtet habe, keine Hitzewallungen mehr!

Zuerst dachte ich, das sei Zufall (die sind eben gerade in der Zeit vorübergegangen). Jetzt aber, wo ich die Ernährung wieder umgestellt habe, habe ich wieder Hitzewallungen, zwei, drei Mal am Tag, genau wie zuvor.

Kann das wirklich mit der Ernährung zusammenhängen? Hat vielleicht jemand von euch ähnliche Beobachtungen/Erfahrungen gemacht? Würde mich mal interessieren :-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mahut, 329

Da gebe ich Katilein19 recht, wenn du bei deiner Veganer Küche viel Sojaprodukte gegessen hast und davon gehe ich aus, liegt es daran.

Ich esse hauptsächlich die indonesische Küche und hatte überhaupt keine Wechseljahrs Beschwerden.

Wenn du in deine jetzige Ernährung Sojaprodukte einbaust dann wirst du auch wieder ohne Hitzewallungen leben können.

Lese mal auf dieser Seite nach: http://www.gesundheit.de/familie/frauengesundheit/wechseljahre/soja-phytooestrog...

Kommentar von Friedelgunde ,

Ja, ich hatte massenweise Tofu auf dem Tisch :-). Das stimmt, eigentlich wusste ich ja, dass der östrogenähnliche Stoffe enthält - manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht^^. Danke für die Antworten - ich werde wieder mehr Tofu einbauen.

Antwort
von dinska, 257

Es kann schon damit zusammenhängen. Ich esse sehr wenig Fleisch und hatte auch fast keine Wechseljahrebeschwerden. Meine Mutter war aber eine Fleischesserin und hatte auch keine Beschwerden. Es ist sicherlich auch davon abhängig, wie die Innereien funktionieren. Wenn es dir gut tut, dann lass doch die tierischen Produkte weitgehend weg. Man sollte immer so essen, dass man sich wohlfühlt. Ein paar Ausnahmen machen sicher nichts aus, nur die Regelmäßigkeit macht es.

Antwort
von Katilein19, 234

Diese Beobachtungen gibt es in einigen asiatischen Ländern, in denen die Frauen allgemein deutlich weniger Wechseljahresbeschwerden haben. Man hat festgestellt das es mit dem erhöhten Sojakonsum zusammenhängt. Soja hat in einigen Bereichen eine ähnliche Wirkung wie Östrogen. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel deutlich, was wiederum u.a. zu den typischen wechseljahresbeschwerden führen kann.

Es liegt also sehr wahrscheinlich nicht an der veganen Ernährung, sondern an dem erhöhtem Sojakonsum bei veganer Ernährung. Du kannst das ja mal ausprobieren und gezielt für dich beobachten :) (Bei Männern sind hohe Mengen soja in der Nahrung übrigens aus genau den o.g. gründen nicht immer nur positiv. Aber bei wechseljahresbeschwerden ist es eventuell eine tolle Sache).

Kommentar von dinska ,

Ich habe nie Sojaprodukte gegessen und hatte auch nur sehr wenig Beschwerden.

Kommentar von Hooks ,

@ dinska:

Es gibt ja noch massenweise andere Lebensmittel, in denen "Östrogen" ist, und es gibt Frauen, die nicht solch einen starken Abfall an Ö. haben.

http://wechseljahre-klimakterium.de/pflanzenhormone/nahrungsmittel-oestrogene.ht...

Kommentar von Katilein19 ,

Es gibt auch frauen die generell keine beschwerden haben. Aber wenn beschwerden da sind, wirkt halt alles was östrogenähnlich ist meist positiv.

Antwort
von Hooks, 179

Soja enthält Östrogene, hast Du davon was genommen? Die sind aber auch in Hefe oder Brennesselsamen (phytofit.de) drin.

http://wechseljahre-klimakterium.de/pflanzenhormone/nahrungsmittel-oestrogene.ht...

Die Nahrungsmittel in der nachfolgenden Tabelle enthalten Phytohormone, die entweder östrogenähnlich wirken oder die Östrogenbildung fördern. Die phytohormonhaltigen Nahrungsmittel kann man naturgemäss nicht mit Medikamenten vergleichen, sondern sie sollten ganz normal in den Speiseplan eingebaut werden. Da die meisten dieser Nahrungsmittel Gemüse oder Obst sind, sind sie sowieso gesund und sollten regelmässig verzehrt werden.

Antwort
von bethmannchen, 193

Ab den Wechseljahre bildet der Körper weniger Östrogen. Die Umstellung bewirkt dann u.A. Hitzewallungen. Isst man dann vermehrt östrogenhaltige Lebensmittel, oder Lebensmittel mit Vorstufen von Östrogen, dann verzögert man die Umstellung. Beschwerden werden weniger, aber die Wechseljahre dauern länger. Aber wehe, man bekommt kein Östrogen, dann schlagen die Unannehmlichkeiten um so heftiger zu.

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