Frage von Friedhilde, 523

Keine eine Krebserkrankung ohne Schmerzen verlaufen?

Eine Schulkameradin von früher starb kürzlich an Krebs. Sonst habe ich immer gehört, dass Krebs sehr schmerzhaft sein soll, mit Morphium um allem drum und dran. Aber bei ihr muss das anders gewesen sein, sie hatte keinerlei Schmerzen. Gibt es also völlig schmerzfreie Krebsarten?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Winherby, 523

Ja es gibt Krebsarten, die ohne Schmerz abgehen, z.B. Lungenkrebs.

Kommentar von froscheee ,

Auch Weichteiltumore gehören dazu (eigene Erfahrung).

Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 497

Hallo Friedhilde,

eine Krebserkrankung verläuft am Anfang zumeist ohne Schmerzen. Nicht zufällig sagt man geht zur Vorsorge (Darmkrebs...). Die Schmerzen machen sich erst im Endstadium so richtig bemerkbar. Wenn es schon viel Metastasen im Körper gibt einschließlich Knochen!

Nun kommt es immer auf den Krebs an wie schnell der wächst. Es gibt Krebs der zumeist so langsam wächst das ein OP mitunter wenig bringen würde z.B. Prostatakrebs
Es gibt allerdings auch Tumore (Krebs) die sehr schnell wachsen mitunter Hirntumore... Wenn Du mehr zum Thema wissen willst krebsinformationsdienst(de).

http://www.bauchspeicheldruese-pankreas-selbsthilfe.de/bauchspeicheldruese-pankr...

VG Stephan

Antwort
von elliellen, 441

Hallo! Im Anfangsstadium machen viele Krebsarten verständlicherweise keine Beschwerden. Man weiss auch nie genau, wann die Zellentartung begonnen hat, das ist ein langer Prozess im Körper und wenn man den Krebs entdeckt, hat er meistens bereits über längere Zeit "sein Unwesen getrieben".

Wie genau es bei deiner Bekannten ablief, kann man nun nicht sagen, ob und welche Therapie sie bekam, einige schulmedizinische Therapien beschleunigen auf Dauer sogar das Fortschreiten des Tumors oder es kommt durch die Schwächung des Immunsystems zur Bildung von Rezidiven. Deshalb ist es sehr wichtig, dass eine Krebserkrankung ganzheitlich behandelt wird.

Kommentar von beamer05 ,

einige schulmedizinische Therapien beschleunigen auf Dauer sogar das Fortschreiten des Tumors

Könntest du mal an einem Beispiel verdeutlichen, was du damit meinst?

Welche Therapie das Tumorwachstum beschleunigt?

Würde mich sehr interessieren!

Kommentar von elliellen ,

Ja, das kann ich gerne machen. Ein Beispiel wäre die umstrittene Chemotherapie. Sogar Onkologen selbst wissen, dass dort auf den Medikamenten als Nebenwirkung paradoxerweise unter anderem Krebs angegeben wurde. Viele Patienten sterben nicht am ursprünglichen Tumor, sondern an der Therapie, leider!

Deshalb ist es sehr wichtig, dass, falls mit der Schulmedizin therapiert werden sollte, immer das Immunsystem gezielt gestärkt wird.

Hier noch ein paar Zeilen....

http://allgemeinmediziner.wordpress.com/2010/07/19/chemotherapie-schadlicher-als...

Kommentar von elliellen ,

Oder das hier: http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/krebs/neue-studie-chemotherapie-kann-sich...

Das Thema hatten wir aber hier bereits öfter .

Kommentar von beamer05 ,

Nebenwirkung paradoxerweise unter anderem Krebs angegeben wurde

Daß eine Chemotherapie (wie auch manchmal die Strahlentherapie) ANDERE Krebserkrankungen auslösen kann, ist mir ja bekannt. (Das tritt allerdings nur bei Menschen auf, die -häufig genug wegen einer adäquaten Behandlung überhaupt die Zeit haben, einen "Zweittumor" zu erleben).

Was mich halt -wie ich ja bereits schrieb- interessiert, ist deine Angabe, dass das Tumorwachstum [des aktuell behandelten Tumors] "durch die Behandlung beschleunigt" wird / werden soll.

Kommentar von Hooks ,

Das leuchtet doch ein, weil durch die Behandlung die körpereigene Abwehr unterdrückt wird. Wer soll denn da noch gegen den Krebs kämpfen?

Kommentar von beamer05 ,

Nun, wenn wir hier bspw. einen Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom behandeln (bestrahlen), welches vor Therapiebeginn im MRT und PET/CT deutlich nachweisbar war und begleitend einen zweistelligen PSA-Wert aufwies, wir dann nach einem Jahr einen PSA nahe der Nachweisgrenze haben, und auch im MRT kein Tumor mehr nachweisbar ist; dieser Patient dann in den folgenden Jahren keinerlei Tumorzeichen mehr aufweist, WO ist da das "beschleunigte Tumorwachstum"??

Oder das nach 4 OPs immer wieder rezidivierte Basaliom, das nach lokaler Bestrahlung endlich abgeheilt und auch nach Jahren nicht wiedergekommen ist, wo ist da die behauptete Beschleunigung des Tumorwachstums?

Und nein, das sind KEINE Einzelfälle, wie jeder praktisch tätige (Radio)Onkologe bestätigen kann.

Kommentar von elliellen ,

Von der Bestrahlung hat Niemand gesprochen, und auch da ist eine Immunstärkung sehr angebracht( z.B. in der Nachsorge) um Rezidive zu verhindern. Es geht um die Chemo, die, wie man heute weiss, häufig das Gegenteil bewirkt und dann mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

Kommentar von beamer05 ,

Es geht um die Chemo, die, wie man heute weiss, häufig das Gegenteil bewirkt

Auch dieses "häufig" trifft weder nach der mir bekannten (aktuellen) Fachliteratur, noch nach meinen Erfahrungen zu. Vielmehr kommen z.b. Menschen mit Lungenkrebs NACH einer Chemo zu uns zur Bestrahlung, weil erst die Chemo den Tumor so weit verkleinert hat, dass er überhaupt sinnvoll bestrahlbar ist.

Das Gleiche gilt für einige andere Krebsarten.

Zu den Links:

Der Beitrag in dem wordpress-blog enthält enthält ein paar Einzelfallbeschreibungen und Angaben aus der wirklich grauen Vorzeit der Chemotherapie ("Dänische Daten aus 1940-80"), sowie wirklich völlig überholte (seit vielen Jahrzehnten) Darstellungen:

Zitat:

Wie sich herausstellt, gibt es vonseiten der Occupational Safety and Health Association (OSHA, US-Behörde für Arbeitssicherheit) keine Vorschriften für den Umgang mit toxischen, krebsverursachenden Chemotherapie-Wirkstoffen am Arbeitsplatz

/Zitat

Wenn wir mal die Verhältnisse in D betrachten wollen, so gibt es hier seit Jahrzehnten(!) zahlreiche Vorschriften, wie mit Chemotherapeutika umzugehen ist, so sind spezielle Arbeitsplätze und Ausbildungen erforderlich, um überhaupt damit umgehen zu dürfen. Das alles scheint dieser nette Allgemeinmediziner nicht zu wissen, stattdessen geht es halt polemisch weiter:

Zitat:

Chemotherapie seit Langem praktisch von der gesamten Medizin und von der Regierung außer Acht gelassen wird. Sie gilt schon immer als harmlos oder sogar »sicher«, weil sie als eine Art weit hergeholter »Medizin« zur Krebsbehandlung eingesetzt wurde.

/Zitat

Erstens hat die "gesamte Medizin" nicht viel mit Chemotherapie zu tun, da sich damit fast ausschließlich Pharmakologen und Onkologen befassen, und diese halten

Zweitens die Chemotherapie keineswegs für "harmlos", wohl wissend, dass sie mit zellschädigenden Substanzen arbeiten.

Ich habe nun aber wenig laune, die weiteren, zahlreichen unzutreffenden und teils ausschließlich polemischen Einträge in einem Blog zu kommentieren bzw. richtig zu stellen.

Für jemand den dieses Thema mehr interessiert, empfehle ich die direkte Kontaktaufnahme mit einem Onkologen, dort gibt es Wissen aus erster Hand (Ergebnisse aus jahrelanger Therapie und Nachsorge).

Und in deinem zweiten Link gibt es das Fazit:

Aber: Noch steht nicht fest, in welcher genauen Dosierung eine Chemo tatsächlich schädliche Auswirkungen haben kann

Also, nichts genaues weiß man aus dieser EINEN Studie nicht. Und die erwähnten Antikörper sind ja bereits vielfach Standard - wie wiederum dir jeder Onkologe bestätigen kann.

Kommentar von elliellen ,

Sogar gute schulmedizinische Kliniken meiden nach Möglichkeit die Chemo. Bei der Krebsentstehung spielt immer das Immunsystem eine grose Rolle. Wenn man bedenkt, dass dieses durch einmalige oder gar mehrmalige Chemotherapien fast lahm gelegt wird, stellt sich die Frage: Wie soll da der Körper gegen Tumorzellen ankämpfen?? Schon allein der gesunde Menschenverstand gibt da bereits die Antwort.

Eine Aussicht auf Heilung gäbe es in der Form nicht. Deshalb ist es so wichtig, ganzheitlich zu behandeln, auch um Rezidive zu verhindern. Die 5- Jahresgrenze gibt es übrigens bei alternativen Heilmethoden nicht. Viele Patienten erfreuen sich auch nach 10 Jahren bester Gesundheit.

Antwort
von beamer05, 386

Gibt es also völlig schmerzfreie Krebsarten?

Nunja, zunächst ist fast jede Krebserkrankung schmerzlos (sehr kleiner Tumor, geringe Ausprägung, keine sensiblen Regionen betroffen), und einige Krebsarten machen selbst im fortgeschrittenen Stadium nur selten Schmerzen, dazu gehören die bösartigen Hautkrebse (Melanom, Basaliom, Spinaliom), oder die meisten Lymphome. Auch die häufigen Prostata- und Brustkrebserkrankungen machen eher selten Schmerzen, oft treten diese erst bei ausgedehnten Knochenmetastasen auf.

Und selbst lebensbedrohliche Metastasen, z.b. der Leber sind meist nicht schmerzhaft, weshalb manchmal bei entsprechenden Untersuchungen (CT/MRT) die Befunde überraschen können.

Antwort
von Amsel1, 325

Eine Krebsart ohne Schmerzen ,eher nicht,aber zum Glück ist die Medizin soweit ,das dagegen mit Schmerzmitteln geholfen wird.Was es ja früher nicht gab ,da haben die Menschen oft vor Schmerzen geschrieen.

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