Frage von chramed07, 76

Katzenkratzkrankheit ohne wirklichen Katzenkontakt?

Hat jemand von euch Erfahrung mit der Katzenkratzkrankheit? Es wäre schön, wenn vielleicht gerade einer der wenigen Ärzte hier Auskunft geben könnte (Bei Googel habe ich schon geschaut...)

Zum Fall: Meine Schwester hat seit Monaten mit stark geschwollenen Lymphknoten und Schluckbeschwerden, allgemeinem Unwohlsein, Übelkeit, Appetitlosigkeit usw zu kämpfen. Zusätzlich kamen Schmerzen im Bereich der Leber usw. hinzu, die immer schubweise auftraten. Nachdem alles organische abgeklärt wurde. Das Resultat: es ist nichts organisches. Einzig der geschwollene Lymphknoten sollte nun noch abgeklärt werden. Nach Überweisung in eine HNO-Klinik, einigen Besuchen dort mit 2 Antibiotikagaben wurde nun zum Schluss doch noch eine große Blutuntersuchung durchgeführt, bei der auf wirklich alle möglichen auch selteneren Erreger usw. geprüft wurde. Ergebnis: Es wurde der Bartonella-Erreger (?? heißt der so?) gefunden und die Werte, die dort gefunden wurden, waren um ein vielfaches erhöht (genauen Wert weiß ich gerade nicht) - Diagnose der Klinik lautete Katzenkratzkrankheit. Leider hat meine Schwester das nicht weiter hinterfragt, weiß nur, dass das Immunsystem nun selber damit klarkommen muss... Der nächste Termin beim Arzt ist leider erst Mitte November.

Jetzt mal zu meiner Frage: Wie kommt man zu dieser Krankheit, bzw. an diese Erreger. Klar, der Name besagt, dass man in der Regel eine Kratzwunde von Katzen hat, die sich, zumindest laut diversen Internetseiten, zu Pusteln usw. führt. Meine Schwester hat allerdings keinerlei Kontakt zu Katzen gehabt, sie mag diese nicht sonderlich und würde einer Katze nicht freiwillig nähern-. Sie ist weder gekratzt worden, noch wurde sie von einer Katze gebissen oder hatte diese Papeln oder Pusteln irgendwo auf der Haut.

Gibt es andere Erklärungen, wie man sich diese Erreger einfangen kann? Vielleicht hat jemand Erfahrung damit, und kann mir da ein paar Infos geben? Danke vorab!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von doktorhans, 75

Bartonellen (12 Arten können beim Menschen Krankheiten verursachen) muss man antibiotisch bekämpfen. Sie können durch Flöhe, Läuse, Zecken und Stechfliegen übertragen werden. Katzen und Nager sind Zwischenwirte.

Kommentar von chramed07 ,

Danke Doktorhans, verstehe ich das dann richtig, dass es dann auch zur direkten Übertragung durch z.B. Flöhe oder Zecken zum Menschen kommen kann?!

Antibiotika hatte meine Schwester bereits erhalten, die nur zu einer geringen Rückbildung der geschwollenen Lymphknoten geführt haben. Das war aber VOR der letztlichen Diagnose. Sollte dann jetzt nicht eigentlich noch mit einem spezifischen Antibiotikum therapiert werden? Oder reicht es dann, wenn beim nächsten Arztbesuch und damit verbundender Blutuntersuchung geschaut wird, ob und wie der Blutwert sich verändert hat und dann ggf. wieder mit Antibiotikum einsetzen?

Ich weiß, manchmal sollte man einfach ein wenig Vertrauen in die Ärzte haben und sich nicht mit den Sachen, vor allem die, die man nicht kennt, so viel im Internet beschäftigen...

Antwort
von walesca, 73

Hallo chramed07!

Bitte schau mal in diesen Link. Vielleicht kann es Dir ja weiterhelfen. Soweit man daraus entnehmen kann, können diese Erreger z.B. auch von Zecken übertragen werden!

http://www.chirurgie-portal.de/infektionen/bartonellose-katzenkratzkrankheit.htm...

Alles Gute wünscht walesca

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