Frage von lovenox75, 103

Kann/Soll ich meiner Messi-Freundin helfen?

ich bin hin und hergerissen. meine freundin lebt in einem grausigen choas. sie kann nur schwer was wegwerfen. sie kauft lebensmittel ein, dass der kühlschrank fast nicht mehr zu geht. viele dinge danz hinten vergammeln. sie hat z.b ca. 20 (!) verschiedene teesorten! und das in einem 2 personenhaushalt. dazwischen laufen 2-3 katzen und 2 hunde herum. die katzen sitzen überall - auch in der küche ( katzenhaare überall). sie hat auch ein kleinkind. spieilsachen überall im wohnzimmer. ich mag sie gar nicht mehr besuchen, weil es kaum einen sauberen platz gibt zum hinsetzen. wenn ich sie vorsichtig draufanspreche wird sie gleich agressiv und verteidigt ihr chaos vehement. ihr freund lebt auch dort. der ist aber selbst nur passiv. dem scheint das alles am arsch vorbeizufgehen. ich komme einfach nicht ran an sie. sie blockt jedes gespräch diesbezgl. total ab. nach aussen tut sie so, als würde sie total drüberstehen. sie schämt sie nicht mal dafür. so scheint es. auch wenn angekündigter besuch kommt, ist das chaos nicht weniger. sie meint dann zwar, dass sie stundenlang zusammengeräumt hätte, sehen tut man davon eher nichts. ich würde ihr wirklich gerne helfen, aber sie lässt mich nicht. soll ich es einfach darauf beruhen lassen? so nach dem motto " soll sie doch leben, wie sie mag"? dann kommt noch dazu, dass sie selbst sich auch ziemlich gehen lässt. sie hat in den letzten jahren sehr viel zugenommen. dazu hat sie auch diabetes, der oft als ausrede dient. ich kenne sie schon über 10 jahre. und ihre entwicklung geht in eine richtung, die mir schwerfällt zu akzeptieren. oder ist das eh nur mein akzeptanzproblem? vielleicht hat sie ja depressionen?

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Antwort
von StephanZehnt,

Hallo lovenox,

das ist eine ganz schwierige Geschichte. Man kann sie darauf ansprechen. Meinetwegen sagen, da vergammelt einiges im Kühlschrank. Da müsste einmal aussortiert werden. Wenn man sie dazu bekommt das sie OK das wollte ich schon einmal machen.

Also wenn dann ein ja kommt evtl. die Hilfe anbieten - es geht nur Stück für Stück mit Zustimmung. Wenn das gar nicht mehr funktioniert bleibt irgendwann nur das Gespräch mit dem Jugendamt. Weil das ja auch auf das Kind u.U. abfärbt. Von Erkrankungen bedingt durch so eine Umwelt gar nicht zu sprechen.
Wenn man dies liest (Link) ist ja nicht ganz soviel mehr möglich selbst für Angehörige . Es gibt ein Kontaktmöglichkeit wo man gezielt einmal nachfragen kann.

http://www.messie-syndrom.de/angehoerige/hilfe-fuer-angehoerige/index.html

VG Stephan

Antwort
von bethmannchen,

Mir sieht das ganz so aus, als wäre deine Freundin einfach mit ihrem Leben überfordert. Deshalb bekommt sie nichts auf die Reihe und fängt mittlerweile nicht einmal irgendwo an. Im Grunde ist sie von ihrem eigenen Chaos überwältigt. Sie weiß wahrscheinlich gar nicht mehr, wo sie anfangen soll, und deshalb lässt sie es. So fängt es bei den meisten Messis an.

Die einzige Sorge die ich da hätte würde das Kleinkind betreffen, das ja in der Bude leben und aufwachsen muss. Aber du kannst da kaum etwas machen. Vielleicht lässt sie sich bei ihrem Ehrgeiz packen, vielleicht mal die Augen öffnen und sie die Wohnung aus hygienescher Sicht und in Hinsicht Gesundheit des Kindes sehen lassen.

Antwort
von Shivania, 103

Das was Sie beschreiben kann einfach nur die zweite Seite von ein und derselben Medaille sein. Es gibt Menschen, die sind reinlich - und andere sind eher "häuslich" pragmatisch. Diese beiden Menschentypen passen nicht so recht zusammen - denn keiner fühlt sich in der Welt des anderen Wohl. Dann gibt es noch Messies - bei denen die Wohnung vollkommen vermüllt ist.

Aufgrund Ihrer Schilderung kann ich nicht beurteilen, ob es sich bereits um die Ausprägung einer Angsterkrankung (Messie) handelt - oder ob Sie einfach unterschiedliche Ansichten haben was Reinlichkeit anbelangt. Sprechen Sie mit Ihrer Freundin. Reden Sie über Ihre Gefühle. Sagen Sie Ihr, dass Sie sich dort nicht wohl fühlen und was Sie brauchen, dass Sie dort weiter Besuche machen können - oder dass Sie sich in Zukunft außerhalb miteinander treffen werden...

Wenn die Freundin tatsächlich krank ist, dann sollte die Veränderungsmotivation von ihr selber ausgehen... das ist tragisch dann zusehen zu müssen wie es jemandem immer schlechter geht...

Antwort
von pferdezahn,

Du kannst keinen erwachsenen Menschen mehr erziehen. Wenn jemand sein ganzes Leben, so wie er oder sie eben Mal ist, verbracht hat, und damit zufrieden ist, dann kannst Du nichts mehr aendern. Ausserdem weisst Du auch nicht, ob sie Deine gutgemeinten Ratschlaege annimtt und akzeptiert, oder ob sie denkt, Du wuerdest Dich in ihr Leben einmischen.

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