Frage von stofa, 39

Kann man Vitamin D3, Zink, Vitamin B6, und Magnesium Mangel mit ADS/ADHS in Verbindung bringen

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Antwort
von Bennykater, 32

Selbstverständlich haben Vitamin- oder Mineralstoffmängel generell Auswirkungen auf die Gesundheit. Und natürlich haben sie solche Auswirkungen auch auf Menschen mit ADS/ADHS. Sie sind aber nicht der Auslöser dafür.

Diese Aufmerksamkeitsstörungen sind genetisch bedingt, also angeboren. Generell ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig, für alle Menschen. In diesem Fall sind zur Behandlung aber spezielle Therapien unumgänglich.

Überdosierungen von Mineralstoffen oder Vitaminen sind überflüssig, in Hochdosierungen sogar mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Ich habe den Eindruck, dass mit diesen Nahrungsergänzungsmitteln derzeit viel Umsatz gemacht wird, man sollte sich also gründlich informieren, bevor man dieser Werbung vertraut und die Produkte kauft. Im Zweifelsfall (und auch vor der Gabe von Schüssler-Salzen, die solche Mängel ausgleichen sollen, obwohl sie die Mineralstoffe gar nicht enthalten) sollte man deshalb vom Arzt eine entsprechende Untersuchung durchführen lassen, ob ein solcher Mangel überhaupt besteht. Besteht keiner, muss er auch nicht behandelt werden.

Die ADS/ADHS sollte aber in Absprache mit dem Kinderarzt auf jeden Fall behandelt werden. Aber mit wirksamen Maßnahmen, sonst vergeht wertvolle Zeit, in welcher dem Kind nicht geholfen wurde.

Antwort
von jodel91, 31

Also ich bin überhaupt kein Profi, beschäftige mich aber auch im Moment mit ADHS bzw. den Symptomen, welche ja sehr Ähnlich mit denen einer Fehlfunktion der Schilddrüse sind. Und in Verbindung mit Fehlfunktionen der Schilddrüse bzw. Hashimoto habe ich schon öfters von Vitamin D gelesen.

Kommentar von Xundsama ,

@jodel91: Die Schilddrüse spielt bei einer getesteten ADHS absolut keine Rolle! Das ist eines der vielen Ammenmärchen, das immer wieder verbreitet wird.

Die Gabe von Vitamin D bei einer ADHS bringt keinerlei Verbesserung des Gesamtzustandes!

Wie ich bereits ausgeführt habe, ist ADHS nicht rein beschränkt auf die Konzentrationsfähigkeit. Es handelt sich dabei um eine sehr komplexe Krankheit, die noch sehr viel mehr beinhaltet als nur den Konzentrationsmangel.

Antwort
von Xundsama, 26

Nein, das kann man definitiv nicht. Es gibt bis heute keine einzige gesicherte Doppelblind-Studie, wonach das der Fall wäre.

AD(H)S wird vererbt. AD(H)S ist immer verbunden mit Strukturmangel, mangelnder Eigenorganisation und einem miserablen Zeitmanagement.

Dabei handelt es sich um Verhaltensmuster, bei denen keinerlei Vitamine oder Magnesium je Einfluss nehmen könnten. Die Konzentrationsproblematik ist ja nur ein Teil der gesamten Beeinträchtigung.

Der Behandlungsansatz beschränkt sich dementsprechend auch nicht auf eine reine medikamentöse Therapie. Es findet immer eine Verhaltenstherapie statt, mit der der Struktur- und Organisationsmangel bearbeitet wird.

Medikamente kommen dann zum Einsatz, wenn sich herausstellt, dass die Konzentrationsfähigkeit derart schlecht ist, dass beispielsweise die schulischen Leistungen massiv beeinträchtigt sind und darüber hinaus auch die Verhaltenstherapie nicht greifen kann, weil sich der Patient auf die Aufgabenstellungen gar nicht konzentrieren kann.

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