Frage von Mindthegap, 76

Kann man die Ärzte bitten, die Infusionen zu beenden?

Hallo, ich bin ein wenig hilflos und wende mich deshalb an euch. Ein naher Verwandter liegt im Krankenhaus und lebt eigentlich nur noch, weil man durch Infusionen mit Flüssigkeit versorgt. Er vegetiert nur noch vor sich hin, ist nicht ansprechbar, Speichel läuft aus dem Mund, völlig apathisch. Dennoch wird alles versucht um ihn am Leben zu halten. Das ist doch eine Qual. Dürfen die Ärzte die Infusionen nicht einfach einstellen?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von waldmensch, 76

Solange er nur den Tropf hat um Flüssigkeit zu bekommen ist das keine Lebenserhaltene Maßnahme.Seine Körperfunktionen wie Atmen usw. scheinen ja noch zu funktionieren. Wenn man ihm das verweigern würde , würde er verdursten was ein Qualvollen Tot darstellt. Es gibt in Deutschland sogenannte Patientenverfügung aus die heraus gehen wie lange und was für Mittel zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen benutzt werden dürfen. Damit der Wille jedes Kranken respektiert werden kann sollte jeder so etwas machen.( Patientenverfügung) Alles Gute Waldmensch

Antwort
von walesca, 61

Hallo Mindthegap!

Ich muss mich den anderen Usern anschließen. Infusionen und Schmerzmedikation gehören zu den lebens-erleichternden Therapiemaßnahmen!! Lebens-verlängernde Maßnahmen sind dagegen z.B. künstliche Beatmung, Magensonde, Herzschrittmacher etc. Alle normalen Körperfunktionen scheinen ja noch ohne Hilfe zu funktionieren. Erst wenn diese durch Maschinen ersetzt werden sollten, könnte man einschreiten - aber nur, wenn dafür eine Patientenverfügung Deines Verwandten besteht, die das ausdrücklich ablehnt!!! Akzeptiere die Infusionen als Erleichterung für den Patienten, denn Du möchtest ja sicher nicht, dass er elend verdurstet!!! Ich hoffe mit Euch, dass er so friedlich gehen kann.

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von annemarieHU, 57

Meines Wissens nach dürfen sie es nicht. Wenn dein Verwandter auch tatsächlich nur mit Flüssigkeit versorgt wird, dann scheinen die übrigen Körperfunktionen ja noch ausreichend zu sein - also besteht auch (von Seiten der Ärzte) hier kein Handlungsbedarf. Würde man deinem Verwandten die Flüssigkeit vorenthalten, wäre das ja quasi vorsätzliche Tötung - man ließe ihn im Grunde verdursten.

Ich kann mir gut vorstellen, dass einem das würdelos erscheint. Ich drücke dir die Daumen, dass deinem Verwandten trotzdem noch ein humaner Abschied vergönnt bleibt ...

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