Frage von manolo, 18

Kann man Depressionen vorbeugen?

Wie man liest, nimmt die Anzahl psychischer Erkrankungen ja stetig zu, allen voran die Depressionen. Ich selbst glaube, dass die Veranlagung dazu auch genetisch bedingt ist. Manch einer scheint anfälliger dafür zu sein, als andere. Natürlich spielen, Schicksalsschläge etc. eine wichtige Rolle bei der Entstehung seelischer Erkrankungen. Meint ihr, es gibt Möglichkeiten, einer Depression vorzubeugen? Sei es durch Vitamine, Bewegung, Lebenswandel. Oft ist es nämlich nicht möglich, seinen Lebenswandel zu verändern, weil man eben in festen Schemata feststeckt.

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Antwort
von KrankerSchlumpf, 4

Also bei der - was es ja eigentlich nicht gibt - exogenen Depression kommt es zum unglücklichen Zusammentreffen von "Schicksalschlägen" ( englisch : Pech ) und einer mangelnden Schicksalertagsfähigkeit. ( Diese kann bzw. ist sicherlich genetisch bedingt , das "Pech" hingegen sicher nicht, das ist reiner Zufall ). Es ergibt sich kraft Logik, dass man weder gegen seine per Geburt festgelegte genetische Disposition noch gegen die Schicksale des Lebens in irgendeiner Weise vorbeugen kann.

Ich würde mich auf schärfste dagegen verwehren, bei der Schicksalertragsfähigkeit irgendwo eine Linie in den Sand zu zeichnen und zu behaupten, "jenseits dieser Linie ist krank, diesseits der Linie ist gesund". Das genau wird aber gemacht, wodurch - zusammen mit der Tatsache, das "Geisteskrankheiten" absolut "in" sind - der rasante Anstieg an den Diagnosen zu Stande kommt.

Kommentar von bethmannchen ,
Schicksalertagsfähigkeit... genetisch bedingt???

Bei Mangel an B-Vitaminen, Vitamin D etc. mag man weniger Stress vertragen, und daher sein Potential bei der Bewältigung von Stresssituationen und Schicksalsschlägen nicht voll ausschöpfen und kann dann überwältigt werden.

Es hat wohl viel eher damit zu tun, wie man aufgewachsen ist. Es gibt nämlich kein Gen für die Leidensfähigkeit, Mut, Durchhaltevermögen...

Vom ersten Moment des Lebens an macht man Erfahrungen und übt mit allen Situationen fertig zu werden. Aufgrund solcher Erfahrungen entwickelt man seine Bewältigungsstrategien für jede Situation.

Kind zieht sich hoch, plumpst wieder hin - zieht sich wieder hoch - plumpst hin usw. Mama bekommt das zwar mit, reagiert aber nicht besonders auf das Hinfallen, freut sich mit ihm über seine Erfolge insgesamt. Kind macht die Erfahrung, ich kann, wenn ich nur doll genug will und unverdrossen dran bleibe.

Kind zieht sich hoch, plumpst wieder hin - zieht sich wieder hoch - plumpst hin usw. Mama ist ängstlich sprungbereit, hebt es bei jedem hinplumpsen wieder auf und äußert bedauernde Kommentare, tröstet... Kind macht die Erfahrung, aus mir selbst heraus kann ich gar nichts und Fehlschläge sind furchtbar.

Dies sollen nur anschauliche Beispiele sein, deshalb so schwarz/weiß. Es ist ja nicht so, dass das erste Kind hier mit 10 Monaten laufen kann, und das zweite mit drei Jahren noch am Boden liegt, bis Mama kommt. Unser Umfeld prägt aber tatsächlich unser Mutniveau, unsere Motivation und das Durchhaltevermögen...

Kommentar von KrankerSchlumpf ,

Gut, das geht in die Ecke der prägenden Jugend.

So ähnlich hat es mir mal die zuständige Stelle in der Firma auch mal erklärt, als ich mich über Mobbing beschwert habe : Mobbing gibt es nicht, sie sind psychisch krank und bilden sich das deshalb ein, ihre Eltern sind an allem schuld.

Ich persönlich glaub es nicht, dafür sind mir die Unterschiede zwischen den Menschen aus gleichen/ähnlichen Verhältnissen einfach zu krass.

Aber keiner von uns wird je einen wissenschaftlichen Beweis für oder gegen diese These bringen könnten.

Was aber nichts an der Tatsache änder, dass, selbst wenn es erziehungsbedingt wäre, keine Krankheit des Opfers ist.

Antwort
von walesca, 4

Hallo manolo!

Ich empfehle dazu, unbedingt auf die ausreichende Versorgung mit Vitamin-D zu achten. Ein Mangel begünstigt zumindest die Entstehung von Depressionen. Bewegung in der Natur baut z.B. viel Stress ab, was sicher auch günstig ist. Eine intakte Familie und innere Ausgeglichenheit sind weitere entscheidende Punkte. Schau mal in diesen Tipp.

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/vitamin-d-mehr-bedarf-als-gedacht

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von Rurelei, 4

Das ist ein schwieriges Kapitel. Ich habe schon gehört, dass der Mensch seinen seelischen Zustand bis zu einem gewissen Grad selber in der Hand hat. Mit Arbeit an sich selbst, Trainings und so weiter, soll er in der Lage sein, Niederlagen und schlimme Situationen weitgehend selber zu verarbeiten. Ob das aber in der Praxis so funktioniert, das wage ich doch zu bezweifeln. Es erfordert schon einen sehr starken Charakter, z.b. bei Eifersucht nicht eifersüchtig sondern verständnisvoll zu reagieren. Das kann nicht jeder.

Antwort
von Shivania, 2

Es gibt so viele Faktoren, die den Ausbruch einer Depression begünstigen können - jedoch gilt das nicht für jedes einzelne Individuum. Denn jeder reagiert individuell auf einen bestimmten Stressor. Der eine ist zellulär anfällig, da mögen Fußbäder mit Magnesiumchlorid helfen, den Magnesiumspiegel auf dem Niveau zu halten, damit kein zellulärer Stress entsteht. Und es kann ja nicht nur Magnesium fehlen - sondern jedes andere Spurenelement, Mineral oder Vitamin.

Außerdem ist es wichtig, Sport zu machen, ein ausgeglichenes leben zu führen und vor allem eine angemessene Emotionsregulation zu beherrschen.

Auf der einen Seite mag es eine genetische Disposition geben - auf der anderen Seite zeigt die Epigenetik ganz deutlich, dass es möglich ist, über Erfahrungen zu beeinflussen was genetisch abgelesen wird und somit zum Ausbruch kommt oder nicht. Determiniert ist mit der Genetik also noch gar nichts!

Kurz und knapp ist zu sagen: Ernähren Sie sich gesund und führen ein glückliches Leben - dann sind Sie bestmöglich vor einer Depression geschützt. Eine Garantie dagegen gibt es jedoch nicht.

Wichtig ist vor allem, warum Sie sich diese Frage stellen - befürchten Sie denn, an einer Depression zu erkranken - oder gar schon daran erkrankt zu sein? Dann sprechen Sie doch mit Ihrem Hausarzt darüber.

Antwort
von anonymous, 2

Nun ich würde sagen es ist immer möglich den eigenen Lebenswandel zu ändern. Und diverse Studien sagen ja auch deutlich, dass nicht so sehr die Lebensumstände oder "Pech" zu Burnout, Depressionen etc. führen, sondern die das Gefühl das eigenen Lebensumstände beeinflussen zu können.

Das wiederum liegt zu einem hohen Anteil an der Persönlichkeit. So werden die gleiche Umstände etwa von unterschiedlichen Personen als Glück oder Pech gesehen oder in der Erinnerung eher negative oder eher positive Ereignisse verstärkt.

Eine überraschend einfache Möglichkeit daran zu arbeiten ist etwa spazieren gehen, bewusst das Auto stehen lassen, Yoga oder Klangschalen http://www.klangschalen-massagen.at/klangschalen-massagen - man kann das als Achtsamkeit im Alltag zusammen fassen.

Antwort
von pferdezahn, 2

Deine Frage hast Du dir ja schon selbst beantwortet. Wie Du schon ganz richtig geschrieben hast, ist manch einer anfaelliger dafuer als ein anderer. Ein feinfuehliger Mensch ist selbstverstaendlich anfaelliger als ein hartgesottener gegen Schicksalsschlaege. Eine Depression kann man nicht vorbeugen. Dafuer gibt es keine Vitamine, Bewegung oder sportliche Taetigkeit, sondern nur einen harmonischen Lebenswandel, nach Moeglichkeit ohne Schicksalsschlaege.

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