Frage von Grillmaxboy, 37

Kann man Depressionen behandeln?

Ich weiß, dass manche depressive Patienten zum Arzt gehen oder sogar stationär beim Psychologen sind. Aber kann man das überhaupt erfolgreich heilen?

Antwort
von Braunbaer23, 14

Leider ist die Depression in den letzten Jahren ein ziemlich leidiges Thema geworden. Zwar hat die offene Diskussion über Depression (und mentale Krankheiten generell) zugenommen, was sehr gut ist, aber leider führt dieser offene Diskurs auch zu falschen Einschätzungen, Gerüchten oder schlichtweg Falschinformation.

Das schwierige bei mentalen Krankheiten ist, dass sie sich nicht immer so einwandfrei und eindeutig diagnostizieren lassen wie z.B. ein Krebs oder eine Entzündung. Die Linie zwischen einer Depression (die selber verschiedene Grade haben kann) und anderen Krankheiten, die ähnliche Symptome haben, ist leider oft sehr dünn. Hinzu kommt, dass eine wachsende Anzahl von Menschen sich auf ihre Selbstdiagnose verlassen und sich als depressiv bezeichnen, wenn sie mal zwei schlechte Tage hintereinander haben. Dass das nichts mit einer Krankheit zu tun hat, die Leute teilweise zum Suizid treiben kann, ist wohl klar.

Behandelbar sind Depressionen grundsätzlich schon, wobei auch hier (entsprechend den oberen Aussagen) eine gewisse Schwierigkeit in der Suche nach der richtigen Behandlung liegt. Für manche ist eine "oberflächliche" Verhaltenstherapie perfekt. Andere brauchen eine tiefergehende Psychoanalyse, um versteckte Traumata zu bewältigen. Wieder andere brauchen nur ein bestimmtes Medikament, um ihre Symptome loszuwerden. Auch Naturheilmittel sind ein oft genutztes Werkzeug. Ich nehme seit einer Weile in unruhigen Zeiten Johanniskraut, um die Nerven etwas zu beruhigen. Viele behandeln damit auch Depressionen oder Panikstörungen. Auf http://johanniskraut.net/ steht mehr zu der Wirkung.

Naturheilmittel sind natürlich wie immer auch bei psychologischen Krankheiten ein umstrittenes Thema, zu dem jeder sich selbst eine Meinung bilden sollte. Ich bin sowohl pharmakologischer als auch natürlicher Medizin nicht abgeneigt, habe mit beidem schon gute und schlechte Erfahrungen gemacht.

Antwort
von Hooks, 26

Sehr viele Depressionen bestehen simpel in einer Mangelsituation von Vitamin B1, B3, also dem ganzen Komplex, weil sie zusammenarbeiten; von Magnesium, weil das die Bs und 300 weitere Enzymreaktionen aktiviert; von Vitamin D3 (alles,was mit "Winterschlaf" zusammenhängt; unsere Sonne kommt nicht mehr richtig durch).

Leider werden B1 durch Kaffee, Tee, Zucker, Mehl und Stärke verbraucht, Mg ist nicht mehr drin in den Böden, nur noch in Natur (grüne Blätter von der Unkrauthalde, Nüsse aus dem Urwald,, ..).

Aber auch durch Mangel an Östrogen, verstärkt durch Pillen mit Gestagenen drin und dem häufigen Verzehr von Marzipan und Mandeln (schwemmen Ö aus). aber auch Kaiserschnitte, fehlgeburten und Abtreibungen verursachen Östrogenmangel. Ein paar Brennesselsamen, und alles wäre wieder gut...

Ich würde gerne die Heiminsassen einmal vollpumpen mit der nötigen Menge an Vitalstoffen  - und dann sehen, wer noch als krank übrigbleibt. Leider wird in den Heimen i.d.R. nichts getan außer Antidepressiva zu geben.


Antwort
von kreuzkampus, 22

Das kommt auf die Art der Depression an. Welche Depression durch Medikamente heilbar und welche nur "beherrschbar" ist, kann nur ein Facharzt beurteilen. "Alltagsdepressionen", die aufgrund äußerer Einflüsse entstehen (Stress, Trauer etc.) sind medikamentös und/ oder therapeutisch sehr gut und nachhaltig behandelbar. Sog. "endogenen Depressionen" können medikamentös "in Schach gehalten werden".


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