Frage von Doolittle 11.07.2012

Kann man den Körper trainieren, einen bestimmten Biorhythmus anzunehmen?

  • Antwort von bethmannchen 11.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Er hat ja schon einen.

    Sicher kann man viel mit Regelmäßigkeit erreichen. Man kann z.B. nicht erwarten, dass der Stuhlgang regelmäßig ist, wenn man nicht regelmäßig alles andere macht. Isst man nur alle drei Tage Ballaststoffe, kann mann wohl auch nur alle drei Tage.

    Hier ein biologischer Tipp von mir für die zuverlässige Verdauung ohne Chemie, ohne Gewöhnungsefekt, ohne Kreislaufbelastung: Morgens gleich nach dem Aufwachen ein großes Glas möglichst warmes Wasser zügig austrinken. Es stürzt durch Magen und Darm und wirkt wie Abflussfrei.

    Der Biorhythmus ist aber etwas anderes. Er richtet sich nicht nach Uhrzeit, weil er sich entwickelte, bevor wir die Zeit gemessen haben.

    Seit der Steinzeit ist der Mensch im Dunkeln inaktiv. Am Tage hat er genug zu tun um satt zu werden und nicht gefressen zu werden. Raubtiere sind meist in der frühen Dämmerung aktiv, deshalb sind wir nach dem Aufwachen wohl auch am leistungsfähigsten. Bis Mittags werden die Steinzeitmenschen alles gegessen, was ihnen an essbarem in die Finger kam.

    In der Mittagshitze mochten sie dann wohl nicht mehr, und haben ein Nickerchen gemacht. (Auch die Raubtiere sind dann ja zu faul) Und dann kam der kleine Hunger, und man suchte sich wieder einen Snack.

    Im Dunkeln kann man nicht herumlaufen, die Raubtiere sind auch noch satt, also schläft man dann am besten. Dann hat der Körper Zeit zu verdauen und zu entspannen und sammelt neue Energie für den nächsten Tag.

    Das ist eine Wechselwirkung. Weil die Umwelt so ist, ist der Biorhythmus so. Bei Nachtaktiven Tieren sieht das dann anders aus.

    Man kann sich natürlich einen anderen Rhythmus angewöhnen, und damit zurechtkommen, aber biologisch kann er dann sicher nicht mehr sein.

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