Frage von Zeus73 31.01.2012

Kann man als Alkoholiker eine Leber transplantiert bekommen?

  • Hilfreichste Antwort von Anne41 01.02.2012

    Sie müssen zu 100% über einen bestimmten Zeitraum(wie lange weiss ich nicht so genau)trocken sein.Ist die Gefahr eines Rückfalles den Ärzten zu hoch,bekommt die Leber lieber jemand,der drauf aufpasst und sie nicht zerstört.Natürlich ist Alkoholismus eine schwere Erkrankung für die diese Menschen letztenendes auch nichts können.Das allein ist ja schon schlimm genug.

  • Antwort von polar66 06.05.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo zeus73,

    laut Tranplantationsgesetz bekommen Alkoholiker unter nachfolgend aufgeführten Bedingungen eine neue Leber:

    • Alkoholiker müssen mind. 6 Monate vor der Transplantation eine Alkoholabstinenz vorweisen
    • es muß ein psychologisches Gutachten vorliegen, in dem bestätigt wird, dass der Patient wirklich in der Lage ist nach der Transplantation abstinent zu bleiben
    • bei dem Patienten darf keine weitere alkoholbedingte Erkrankung (Herzmuskelerkrankung, akute Bauchspeicheldrüsenentzündung) vorliegen
    • es müssen absolut sichere familiäre, berufliche und gesellschaftliche Umstände vorhanden sein, da diese ja während der akuten Alkoholsucht meistens die Gründe für die Sucht waren

    Gruß von polar66

  • Antwort von Shivania 01.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Lieber Zeus73,

    zusätzlich zu den Zellen der Leber gehen ja auch die Zellen im Gehirn kaputt. Vor allem im Kleinhirn - das die Bewegung steuert. Deshalb auch der typische Tremor, das Zittern.

    Wenn die Leber und andere Zellen des Körpers also schon sehr in Mitleidenschaft gezogen sind, dann macht der Körper die Strapazen einer Transplantation oft gar nicht mehr mit. Somit erübrigt sich die Frage. Ein Alkoholiker, der noch so gut in Schuß ist, dass er einen Entzug hinbekommt - bei dem erholt sich oft die Leber wieder und eine Transplantation ist gar nicht notwendig.

  • Antwort von MadDoc 01.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die meisten sind selbst dran schuld, wenn die Leber kaputt geht. Sind sie aber trockene Alkoholiker, haben sie die CHance, ein Lebertransplantat zu bekommen. Es dürfte jedoch klar sein, daß solche Patienten nicht sehr hoch auf der Transplantationsliste stehen. Erst wenn andere, die nicht selbstverschuldet eine versagende/ kaputte Leber ersetzt bekamen, sind dann die alkoholiker dran.

    Erwähnenswert ist auch, daß ein trockener Alkoholiker, der mit einem Lebertransplantat rückfällig wird, nie wieder eine Transplantation bekommt (für sowas gibts eine zentrale Datei). Dritte Chancen sind nicht fair in dieser Hinsicht.

  • Antwort von newby 31.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ja, Alkoholiker bekommen eine Leber transplantiert. Dabei bringen sie oft große Risiken mit. Ich habe mal einen gesehen, der war zu dem Zeitpunkt, kurz nach Transplantation selbst nicht mehr ganz klar im Kopf. Ob das jetzt vom jahrelangen Alkoholabusus kam oder einfach eine Narkosefolge war, kann ich allerdings nicht sagen. In der Tat müssen sie vorher aber trocken sein. Und eigentlich auch glaubwürdig versichern können, dass sie trocken bleiben werden. Aber so ist unser Gesundheitssystem, da gibt es viele viele Beispiele, in denen sich Personen selbst gefährden (Extremsportler...). Andererseits ist ja auch der Alkoholismus eine Krankheit. Da fragt man sich, ob man da nicht hätte früher und effektiver "helfen" können.

  • Antwort von Magda58 31.01.2012

    Das stimmt natürlich, sie sind selbst dafür verantwortlich. Aber auch ihnen muss man eine 2. Chance geben. Sie kommen sicher nicht ganz oben auf die Liste, aber wenn sie davor schon eine ganze Zeit trocken waren (ich bin mir nicht sicher, vielleicht 2 Jahre), können sie auch mal eine Leber transplantiert bekommen.

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