Frage von Felin, 175

Kann ich eine Zuzahlungsbefreiung bekommen?

Hallo ich bin 18 Jahre alt und ich habe leider keine Ausbildung gefunden, und verdiene dementsprechend gar kein Geld und bin daher auch noch bei meiner Mutter mit versichert. Ich habe schon eine sehr lange Zeit Scheidenpilz ich war bei einem Frauenarzt der mir das ein kostenloses Medikament gegeben hat, was aber nicht geholfen hat. Das andere muss ich jetzt selber zahlen, aber ich kann es seid 2 Monaten nicht bezahlen und habe deshalb bis jetzt auch kein Medikament. Ich habe ganz große schmerzen und ich habe auch juckende Pusteln an den Schamlippen die auch ganz doll anschwillen ich habe stechende schmerzen, nebenbei halt dann noch die anderen Anzeichen für Scheidenpilz. Ich spüre es manchmal schon gar nicht mehr, dass ich den Scheidenpilz habe, ich spüre es erst wieder wenn es schlimmer geworden ist weil ich mich daran gewöhnt habe.

Meine Mutter will mir das Medikament nicht kaufen, und meint ich habe Pech gehabt wenn ich keine Arbeit habe, und es mir nicht selbst leisten kann. Deshalb fällt der Part weg, an dem sie mir das bezahlt.

Ich habe mich schon schlau gemacht, aber da stand das es nur bei chronischen Krankheiten geht oder wenn man eben kein Geld hat oder nur sehr wenig. Kann das in meinem Fall genehmigt werden oder eher nicht? Weil ich bin ja bei meiner Mutter mitversichert. Ich bin bei der AOK

Antwort
von Nelly1433, 145

Da Sie über Ihre Mutter versichert sind, müsste Ihre Mutter einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung stellen. Voraussetzungen, um eine Befreiung zu erlangen:

Alle Personen, die das 18. Lebensjahr nicht vollendet haben, unterliegen der Zuzahlungsbefreiung.Personen über 18 Jahren müssen einen Höchstsatz von 2 % ihres Brutto-Jahreseinkommens zuzahlen. Alle Zuzahlungen, die darüber hinaus gehen, können mittels des genannten Formulars zurückgefordert werden.Chronisch kranke Menschen, deren Krankheit einen enormen Kostenfaktor mit sich bringt was Medikamente und Behandlung angeht, müssen höchstens 1 % ihres Brutto-Einkommens dazu bezahlen. In diesen schweren Fällen kann man meist schon zu Beginn des Jahres den Antrag stellen, zahlt dann den entsprechenden Eigenanteil im Voraus und bekommt einen Befreiungsausweis von der AOK ausgestellt.

 http://www.helpster.de/aok-zuzahlungsbefreiung-so-bekommen-sie-sie_150408

Allerdings muss bei der Beantragung so einiges offengelegt werden:

Bei der Auskunft über das eigene Einkommen müssen Sie eine aktuelle Lohnabrechnung, einen Rentenbescheid oder Ähnliches beifügen, damit die AOK prüfen kann, wie hoch Ihre jährliche Zuzahlungsgrenze ist und ob ggf. eine Erstattung von zu viel gezahlten Zuzahlungen erfolgen muss.Außerdem müssen dem Antrag auf Zuzahlungsbefreiung noch die Quittungen für die im aktuellen Jahr gezahlten Zuzahlungen beigefügt werden. Hier ist es notwendig, dass es sich um die Original-Quittungen handelt. Die Quittungen müssen eindeutig Ihnen zugeordnet werden können, sprich Name, Geburtsdatum etc. müssen auf der Quittung enthalten sein. Auch die Belege über gezahlte Praxisgebühren und Krankenhaus-Zuzahlungen können eingereicht werden.

Wenn Ihre Mutter dies nicht möchte, bleibt Ihnen nur, einen kleinen Job zu finden. Ich weiß nicht, um welche Summen es sich bei den benötigten Medikamenten handelt. Aber vielleicht reicht schon ein € 450-Job oder Zeitung/Prospekte austragen... Bis sich was Besseres findet.

Antwort
von RHWWW, 97

Hallo,

wenn es ein rotes Kassenrezept ist, ist nur die Zuzahlung von 5 bis 10 Euro zu zahlen. Für die Prüfung der Zuzahlungsbefreiung sind die Einnahmen aller Personen im Haushalt zu addieren. Wenn man 1 oder 2% der Jahresbruttoeinnahmen überschreitet, wird die ganze Familie von Zuzahlungen befreit. Wenn jemand im Haushalt Arbeirslosengeld II oder Sozialhilfe bezieht, liegt die Befreiungsgrenze bei 48 oder 96 Euro jährlich. Alle Zuzahlungsquittungen seit 1.1.15 werden darauf angerechnet.

Wenn es kein Kassenrezept ist, gibt es keine Zuzahlungsbefreiung.

Gruß

RHW 

Antwort
von Schnuffi, 113

Bzgl. der Zuzahlungsbefreiungen zählt immer das gesamte Haushaltseinkommen. D.h. wenn nur deine Mutter etwas verdient,müssen 2% ihres Einkommens als Zuzahlungen geleistet werden. Erst dann gibt es eine Befreiung - für alle im Haushalt Wohnende.

Ich würde auf jeden Fall noch mal mit dem Arzt sprechen, gegebenenfalls einen anderen Gynäkologen / in aufsuchen und das Problem schildern. Man wird dir sicherlich helfen und ein kostenfreies Medikament verschreiben bzw. ein Ärztemuster mitgeben.

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