Frage von manko, 75

Kann eine lecke Amalgamfüllung Auswirkungen auf das Ungeborene haben?

Amalgam im Zahnbereich soll ja nur bei lecken, undichten Füllungen bedenklich werden. Ich las vor kurzem, dass eine Schwangere bei der dies der Fall ist, Schwermetalle aus den Amalgam-Füllungen an das Kind abgeben kann. Wie hoch ist denn das Risiko für beide? Sollte ich vor der geplanten Schwangerschaft besser noch mal beim Zahnarzt nachsehen lassen (habe nämlich Amalgam-Füllungen)?

Antwort
von Conrado, 67

Frauen entgiften Quecksilber u.a. über die Plazenta und über die Brustmilch. Dabei werden bis zu 60 Prozent des gespeicherten Hg abgegeben. So berichtet Klinghardt in einer Vorlesung (googeln: Klinghardt + Schwermetalle) von einer amerikanischen Studie, bei der von 20 normalen Frauen bei 18 die Brustmilch Hg-belastet war. Bei 3 sogar so stark, dass die Milch lt. Gesetz eigentlich als Sondermüll hätte entsorgt werden müssen.

Eine Möglichkeit, diese Weitergabe zu reduzieren ist Chlorella während der Schwangerschaft. Außerdem bindet z.B. Zahnkreide (googeln) möglicherweise das Hg im Mund, das bei Zähneputzen abgerieben wird, wobei die Hauptbelastung ohnehin durch die fortwährenden Ausdünstungen (2 Micg/Plombe/Tag) entstehen.

Antwort
von nurrander, 62

Also wenn man das Risiko einer defekten Amalgamfüllung vor einer geplanten Schwangerschaft ausschalten kann, ist das bestimmt besser. Sicherlich wird nicht jedes Neugeborene, dessen Mutter lecke Amalgamfüllungen hatte, schwer krank werden. Aber ein gewisses Risiko besteht eben doch. Und wenn man das vermeiden kann sollte man es tun. Dem Kind zuliebe.

Antwort
von DieEineKleine, 64

Ich werd mir auch die Zähne durchchecken lassen, bevor ich die Pille absetze, aber eher weil ich größere Baustellen mit Betäubung und Amalgamstaub (durch Bohren in alte Füllungen) in der Schwangerschaft vermeiden will.

Amalgam an sich ist immer schlecht im Körper, egal ob da was offen ist oder ob die Plomben dicht sind. Verschiedene Lebensmittel und auch bestimmte Zahnpasten lassen giftige Dämpfe entstehen... egal wie intakt die Füllung ist. Also wenn du die Füllungen hast... dann hast du sicher auch Spuren im restlichen Körper. Aber ich würd mir nicht alles Amalgam entfernen lassen... dann müsst ich auf ein künstl. Gebiss umsteigen. :)

Aber wenn eine Plombe nicht dicht ist, dann hast du halt einen Entzündungsprozess im Körper und wenn das Loch tiefer geht, dann könnte eine Wurzelbehandlung o. ä. fällig werden, was man nicht unbedingt in der Schwangerschaft haben will... also lieber mal alles durchschauen lassen. Außerdem schlägt der veränderte Stoffwechsel und Mineralstoffbedarf in der Schwangerschaft zusätzlich ganz gerne mal auf Zähne und Zahnfleisch.

Antwort
von Annabelle27, 67

Ja, auf alle Fälle! Amalgam ist schädlich und wirkt sich zudem negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Das heißt, dass Du auf jeden Fall vor der geplanten Schwangerschaft noch einmal bei einem Zahnarzt vorbeigehen solltest und dich über eine Entfernung beraten lassen solltest. In der Schwangerschaft selbst dann eine Amalgam-Füllung zu entfernen, ist für das Kind sehr schädlich, weswegen ein solches Vorgehen auch dringlichst vermieden werden sollte. Ich würde direkt einen Termin ausmachen und das giftge Metall aus deinem Mund entfernen lassen. Es ist auch gar kein so großer Aufwand. ich habe das selbst auch einmal machen lassen!

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