Frage von rezept, 4

Kann der Magenkeim Heliobacter Pylori das Krebsrisiko erhöhen?

Infolge einer Magenspiegelung nach einer Magenschleimhautentzündung, hat man bei mir den Magenkeim Heliobacter Pylori ausgemacht. Behandelt werde ich nun mit 2 Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer. Allerdings habe ich mich gerade erschrocken, als ich in einer Zeitung davon las, dass dieser Magenkeim Krebs auslösen könne. Wisst ihr, wie hoch das Risiko und die Wahrscheinlichkeit denn dafür sind? Ist denn die etwaige Gefahr gebannt, nachdem der Magenkeim therapiert wurde?

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Antwort
von aquarius, 4

Der Nobelpreis für Medizin ging im Jahr 2005 an die Australier Barry Marshall und Robin Warren für die Entdeckung des Magenbakteriums Helicobacter pylori. Mittlerweile stuft auch die Weltgesundheitsorganisation das Bakterium als häufigste Ursache für die Entstehung des Magenkrebses ein.

Eine chronische Infektion mit Helicobacter pylori ist ein Risikofaktor für die Entstehung des Magenkarzinoms und des Magen-Lymphoms. Die Untersuchung auf eine Infektion mit dem Bakterium ist deswegen ein fester Bestandteil der Diagnostik von Magenerkrankungen.

Noch ist nicht hundertprozentig geklärt, wie Helicobacter in den menschlichen Körper gelangt. Man geht davon aus, dass die Infizierung im kindlichen Alter erfolgt, weil Kinder noch andere Hygienevorstellungen haben als Erwachsene. Es scheint sich auf fäkal-oralem Weg zu verbreiten. Es findet also vermutlich Ausscheidung des Bakteriums über den Stuhl statt, und es wird dann wieder aufgenommen. Quelle: Susanne Seidenfaden/ http://tr.im/4tc4y

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