Frage von Lexi77, 130

Kalter Knoten in der Schilddrüse - jetzt OP?

Hallo! Nach verschiedenen Untersuchungen (Ultraschall, Szintigraphie) wurden bei mir kalte Knoten in der Schilddrüse diagnostiziert. Dabei handelt es sich um insgesamt 4 Knoten; ein Knoten rechts mit einer Größe von 6x5 mm sowie 3 Knoten links in den Größen 8x4x10 mm, 16 x 13 mm und der größte Knoten hat 22x17x22 mm.

Da der Endokrinologe im Ultraschall keine Bösartigkeit ausschließen konnte, hat er letzte Woche noch eine Feinnadelpunktion gemacht, um den Knoten genauer zu untersuchen. Dabei hat er insgesamt 2 Proben entnommen, aber beide von dem größten Knoten. Er hat auch nochmal Blut abgenommen, um nochmal die SD-Werte zu bestimmen (waren vor 6 Wochen alle top in Ordnung), ebenso auch einen speziellen SD-Tumormarker.

Er meinte dann zu mir, dass, sollte sich herausstellen, dass das Gewebe Anzeichen einer Bösartigkeit zeigt, auf jeden Fall operiert werden müsse und die Knoten entfernt werden müssten.

Er sagte aber auch, dass er mir dennoch in jedem Fall zu einer OP raten würde, denn selbst diese Punktion könne kein 100%ig sicheres Ergebnis liefern (nur 90%). Und es wäre zudem ja auch nur einer der Knoten untersucht worden. Und da kalte Knoten immer die Tendenz hätten zu entarten, und ich ja auch noch relativ jung wäre, würde er mir empfehlen, die OP machen zu lassen, letztendlich wäre das dann aber natürlich meine Entscheidung. Er meinte auch, dass man bei älteren Menschen eher abwarten würde, aber bei mir wegen des Alters eher nicht. Außerdem könne man bei diesem Befund medikamentös nichts erreichen. Ich solle mir das Ganze aber alles in Ruhe überlegen, bis er mich anruft und mir das Ergebnis der Biopsie mitteilt.

Das wird nun sehr wahrscheinlich morgen sein. Er will mich anrufen, wenn er alle Ergebnisse hat, meinte, das wäre Donnerstag oder Freitag. Da er an beiden Tagen nicht angerufen hat, vermute ich mal, dass er morgen anrufen wird. Aber ich bin bisher immer noch ziemlich unentschieden, obwohl ich mich schon etwas genauer zur Thematik informiert habe.

Deshalb meine Frage: Hatte von euch vielleicht auch schonmal jemand kalte Knoten und hat sich für eine OP entschieden? Oder vielleicht auch aus bestimmten Gründen dagegen?

Danke für eure Tipps und Ratschläge, LG, Lexi

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gerdavh, 127

Liebe Lexi, die Ansichten - auch in den entsprechenden Foren - sind leider sehr widersprüchlich. Die einen sagen,dass man kalte Knoten nicht unbedingt entfernen müsse, die anderen schreiben, dass man durch eine operative Entferung den Knoten die Chance nimmt, sich bösartig zu verändern. Daher kann ich Dir leider keine genaue Hilfe bieten. Was Gast hier beschrieben hat, lässt einen als Patient natürlich schon wieder sehr ängstlich werden. Vielleicht solltest Du Dich doch noch um eine Meinung eines Spezialisten bemühen. Alles Gute. Gerda

Antwort
von schleiereule, 112

Ich weiß nicht wie dich dise Nachricht beruhigt. Bei mir wurden schon 1989 kalte Knoten festgestellt.Da bekam ich es mit der Angst da meine Mutter mit 28 Jahren an Basedow gestorben ist. Der Arzt beruhgte mich, weil er meine Angst verstand schickte er mich Sicherhaltshalber zu 2 Spezialisten. Beide sagten mir wie mein Hausarzt . Das ich Regelmäßig zur Kontrole kommen soll. Meine Hormontabl. regelmäßig ein nehmen soll . Bis heute hat sich nicht viel an der Stärke der Tbl. geändert.
LG. schleiereule

Kommentar von Lexi77 ,

Danke dir für deine Antwort. Also bei mir haben sowohl der Endokrinologe als auch mein Hausarzt beide gesagt, dass man auf jeden Fall operieren sollte. Und bei einem anderen Endokrinologen einen Termin für eine zweite Meinung zu bekommen ist mehr als schwierig. Da hat man Wartezeiten von bis zu 6-8 Monaten...

Und bzgl. Hormontabletten hat der Endokrinologe ja gesagt, dass eine medikamentöse Behandlung nicht möglich wäre. Also wäre das ja auch keine Option für mich...

Ach das ist alles so doof...

Kommentar von givemore ,

Hallo, würde auf jeden Fall noch eine zweite, evtl. sogar noch dritte Facharzt-Meinung einholen, auch wenn es 6 - 8 Monate dauert.Würde auch auf Medikamenten bestehen, die die Entzündung reduzieren können wie z.B. Selen und Zink bzw. es damit versuchen.

Kommentar von Lexi77 ,

Würde auch auf Medikamenten bestehen, die die Entzündung reduzieren können

Es liegt ja keine Entzündung vor, sondern "nur" kalte Knoten. Und der Endokrinologe sagte mir eben, dass in meinem Fall keine medikamentöse Behandlung möglich sei.

Inzwischen habe ich auch den Befund der Feinnadelbiopsie bekommen und auch danach kann eine Bösartigkeit leider nicht ausgeschlossen werden, da der Befund "suspekt" war. Also muss ich auf jeden Fall operiert werden und nach Aussage des Arztes so schnell wie möglich. Das haben mir inzwischen mehrere bestätigt, dass das bei solch einem Befund notwendig ist. Ich habe nun nächste Woche bei zwei verschiedenen Chirurgen einen Termin zur OP-Vorbesprechung und danach werde ich mich dann entscheiden.

Antwort
von anonymous, 107

hallo nee eine op wegen kalter knoten das geht gar nicht. ich hatte 30 jahre lang kalte knoten und nichts ist entartet nur leider ist die schilddrüse noch weiter gewachsen (gutartige knotenstruma) trotz l thyroxin einnahme aber ich hatte auch nie beschwerden oder luftnot mit meinem fetten hals, habe mich aber in meinem mutigen jahr dann letztendlich zu einer op entschlossen, da alle meine bekannten die op auch komischerweise hatten und alle sagten ist nicht so schlimm und das war nicht gut, hatte alle komplikationen danach die man nur haben kann: kalziumabsturz, stimmbandlähmung (konnte also 3 monate nach der op nicht mehr sprechen nur krächzen stand am fenster und heulte da ich mein eigenes kind nicht mehr rufen konnte) aber dank einer superlieben logopädin die auf alles einging auch auf meine angst usw. hat die mir eine logopädische behandlung gegeben so dass das nunmehr kaputte stimmband (durch die schilddrüsen-op) wieder angeregt wurde oder das noch verbliebene stimmband hat mehr power bekommen durch die logopädische behandlung jedenfalls kann ich nur wieder schreien. aber die stimme ist doch nicht mehr so belastbar, könnte z. B. nicht mehr im callcenter arbeiten und lange opern singen geht leider auch irgendwie nicht mehr so gut wie früher schaaaade. Ich sang immer supergerne. also bloß keine op wenn es nicht unbedingt sein muss sage ich heute. mach dich bloß nicht verrückt und warte ab. alles gute für dich.

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