Frage von dottlespot, 216

Kalte und kribbelnde Beine und Füße

Seit mehr als einer Woche habe ich kalte Füße. Anfangs bekam ich das mit zwei Paar Socken in den Griff. Dann musste ich auch mal ein Fußbad nehmen. Mittlerweile ist es aber so, dass auch die Beine betroffen sind. Je niedriger desto kälter. Beide Beine und Füße sind blass, kalt und ich verspüre ein Kribbeln, das den Tag über hinweg zunimmt. Nach einem Fußbad kühlen die Beine trotzdem wieder schnell ab. In den letzten Tagen haben sich diese Symptome verschlimmert. Ich bin zur Zeit erkältet, allerdings kamen die kalten Füße zuerst. Ich war deswegen beim Arzt. Er hat Blutdruck gemessen (der ist gut) und den Fußpuls gefühlt (auch okay). Ich bin nun nicht sicher, inwieweit es sich hier um etwas Ernstes handelt, oder ob es vielleicht bald vorbeigeht.

Ich dachte zuerst an eine Thrombose (meine Mutter hat die Faktor-V-Leiden-Mutation (erhöhtes Thromboserisiko). Allerdings sind die Beine nicht angeschwollen oder blau und da ist auch kein heftiger Schmerz, der plötzlich angefangen hat (kann sowas auch schleichend beginnen?)

Dann dachte ich an etwas arterielles, zB die paVK. Allerdings ist ja laut Arzt die Durchblutung nicht gestört. Oder kann das ein Hausarzt mit "mal kurz fühlen" gar nicht richtig einschätzen?

Ich hoffe, ich habe jetzt genug Infos gegeben. Achso: ich bin Nichtraucher, 20 Jahre alt, männlich, lebe betont gesund, bewege mich täglich und hatte solche Probleme vorher noch nie. Bin in den letzten Jahren häufig krank gewesen, bisher ist aber noch kein Mangel an irgendwas oder ein Immundefekt gefunden worden.

Sollte ich ins Krankenhaus fahren?

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Antwort
von Winherby, 216

Hallo,

es gibt die Möglichkeit, dass Dein unterster Rückenbereich die Ursache ist. Auch wenn ein Mensch keinen Rückenschmerz verspürt, könnte es sein, dass er einen Bandscheibenprolaps oder -Protusion hat.

Entscheidend bei dieser Geschichte ist, ob die Beine/Füsse wirklich kalt sind, oder ob Du sie nur als kalt empfindest. Test: wenn Du mit Deinen Händen am Bein runterstreichst, ist die Beinhaut dann in Relation zu den Händen wirklich so kalt, wie Du es vorher empfunden hast?

Da Dein Arzt einen Fußpuls ertastet hat, kann es keine verminderte Durchblutung sein.

Antwort
von gerdavh, 211

Hallo, Krankenhaus finde ich jetzt stark übertrieben. Willst Du den dortigen Ärzten in der Notfallambulanz sagen, dass Du kalte Füße hast?? Probier es mal mit Wechselbädern. Eine Schüssel mit kaltem Wasser und eine Schüssel mit heißem Wasser vorbereiten und die Füße abwechselnd baden, mit kalt aufhören. Dann gründlich mit einem Massagetuch abrubbbeln und warme Haussocken anziehen. Wenn das nichts hilft, gehe zu einem Facharzt für Gefäßerkrankungen, damit untersucht wird, ob Du Durchblutungsstörungen hast. Die kann auch ein bislang gesunder Nichtraucher bekommen. Dass Dein Arzt den Puls fühlen konnte, ist zwar schon mal positiv (keine arterielle Verschlußerkrankung), nichtsdestotrotz kann eine verminderte Duchblutung vorliegen. lg Gerda

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