Frage von Secretli, 62

Jeden Tag einstündige Grippesymptome - normal?

Guten Abend Community. Wie oben schon geschrieben, habe ich jeden Tag circa einstündige Grippesymtome seit 4 Monaten.

Hier ein paar Infos zu mir: Ich bin noch jung (14), weiblich und hatte bis jetzt keine sonderlichen Beschwerden.

Nun zu meinen Symptomen: Sie sind meistens sehr manifest. Täglich, meistens von 10:00-11:00 Uhr oder von 12:00-13:00 Uhr. Ich habe in diesem Zeitraum immer leichte schubhafte oder drückend langanhaltende Kopfschmerzen. Dazu kommen noch Übelkeit, Müdigkeit, Sehschwächen, Schwindel und ich kann mich meist nicht konzentrieren. Es irritiert und stört mich wirklich sehr, da ich folglich zu dieser Zeit noch in der Schule bin. Ich möchte aber auch noch nicht zum Arzt gehen, da ich nicht wegen irgendeiner Lapalie' alle aufscheuchen möchte...

Nun meine Frage an euch. Denkt ihr, dies ist eine psychische Sache, oder liegt es vielleicht auch daran, dass ich immer einen sehr verspannten Nacken habe?

Schönen Abend noch. Hoffe auf hilfreiche Antworten. Lg A.:)

Antwort
von Winherby, 27

Hallo Secreti,

die beschriebenen Symptome sind keine typischen Grippesymptome, soviel vorweg.

Deine Vermutung, dass ein Zusammenhang mit verkrampfter Schulter-/Nackenmuskulatur besteht,  ist da  schon wesentlich zielführender. Da passen die Symptome wie die Faust auf´s Auge.

Bist Du größer als der Durchschnitt Deiner Klasse? Bist Du in den letzten Monaten auffällig stark gewachsen?

 Die Verkrampfungen der rückseitigen Muskulatur bei Schülern, hat sehr oft mit nicht zur Körperlänge passendem Tisch und Stuhl zu tun. Wer für die Größe des Mobiliars zu groß ist, der muss sich zwangsläufig stärker nach vorne  neigen beim Schreiben und Lesen. Das ist dann, nach einigen Stunden Schulzeit auf den zu kleinen Stühlen, an Verkrampfung mit den entsprechenden Symptomen zu spüren. Irgendwann werden sich auch Beschwerden in der unteren Rückenmuskulatur dazugesellen. (Kompensationseffekt)

Falls meine Vermutung zutreffen sollte, dann solltest Du oder Deine Eltern mal mit der Schulleitung sprechen, Du musst eine größere Garnitur Möbel bekommen. Notfalls sollte dies bei einer schulärztlichen Untersuchung bestätigt werden. 

Zusätzlich kannst Du durch entsprechendes Muskeltraining Deine Muskeln kräftigen. Denn starke Muskeln sind weniger verkrampfungsanfällig.

Evtl. ist es Dir möglich, während des Unterrichts unauffällig leichte Dehnungsübungen durchzuführen. Das geht natürlich nur, wenn der Lehrer grad was Schlaues erzählt und ihr Schüler lediglich zuhören müsst. Hier eine von mehreren Anleitungen: 

Diese Übungen kannst Du leicht während des Lauschens der Lehrerworte machen.

Wenn all das o. g. nicht geht, oder nicht die Ursache ist, dann solltest Du aber doch mal Euren Hausarzt oder DeinenKinderarzt aufsuchen, um die Sache eindeutig zu klären. Hier im NET kann man ja eher nur vermuten, lG

Kommentar von Secretli ,

Ja, bin ich. Ich habe eine überdurchschnittliche Größe von 1,76/77m. Vielen Dank für den Tipp.:)

Ich werde die Übungen versuchen umzusetzen.

Die einen schönen Tag noch.

Kommentar von Winherby ,

Danke für das Feedback. Ja, das ist gut, mach die Übungen fleissig. Noch besser wird der Erfolg werden, wenn Du diese Dehnungen bereits zu Hause tgl. durchführst. Noch eine Steigerung kann erwartet werden, wenn Du vor den Dehnungen die Muskulatur gut aufwärmst. Das kann die gute alte Wärmflasche sein, eine Rotlichtlampe, ein Körnerkissen aus der Microwelle, etc.

Führe das Dehnen immer sehr langsam aus, damit keine Gefahr einer Zerrung entsteht. 

Halte die Dehnung in einer Position, die nicht schmerzhaft ist, dafür aber möglichst lange, mind. 10 Sec.. 

Das Dehnen sollte generell nicht schmerzhaft, sondern eher als angenehm empfunden werden, vielleicht so ein klein wenig wie das morgentliche Recken und Strecken im Bett vor´m Aufstehen. Wird das Dehnen zur Qual, steuert das Zentralnervensystem dagegen an und die Verkrampfung wird eher verstärkt. LG

Antwort
von knicklicht, 22

Isst du denn ausreichend? Bei mir war es in der Schulzeit oft so, dass ich zu der Uhrzeit, die du angegeben hast, total Bauchschmerzen, Übelkeit, Konzentrationsstörungen und Schwindel vor Hunger hatte. Ich hatte morgens oft gar keinen Hunger (Mutter hat abends immer groß gekocht und wir haben spät zu Abend gegessen) und in der großen Pause meist nur einen Apfel oder so gegessen (weil: eigentlich kein Hungergefühl). Das führte dann zu Unterzucker etc.

Mein Rat: Versuche mal, gegen 10 oder etwas früher ein Pausenbrot, eine Breze oder noch besser etwas zuckerhaltiges zu essen und ausreichend zu trinken (das könnte die Ursache für die Kopfschmerzen sein!)

Falls das keine Abhilfe schafft, solltest du doch irgendwann zum Arzt.

Lg und gute Besserung

Das knicklicht

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