Frage von pumpfi, 18

Ist Handystrahlung tatsächlich gefährlich?

Hallo,

ich lese immer wieder, dass Handystrahlung generell Strahlung vom elektronischen Geräten schädlich ist und man deshalb das Handy nicht neben dem Bett haben sondern immer weiter weglegen sollte. Ist das tatsächlich der Fall? Kann mir vielleicht jemand erklären, was genau schädlich daran ist bzw. wie das funktioniert? Danke!

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Antwort
von uteausmuenchen, 14

Hallo pumpfi,

man liest eine ganze Menge, man kann das Ganze jedoch seriös folgendermaßen zusammenfassen:

Während es berechtigte Vorsicht ist, irgendwelche Auswirkungen der modernen Technik auf uns Menschen von vorneherein nicht einfach auszuschließen, sagen mittlerweile umfangreich vorhandene Studien zu diesem Thema, dass Grund für Panik, Angst vor Mobilfunkmasten oder Mehrausgaben für irgendwelche dubiosen "Abschirmgeräte" nun wirklich nicht besteht.

Soviel das Fazit; jetzt erkläre ich es noch ein bissi genauer:

Stand der Studien zur Gefährlichkeit der Handystrahlung

Natürlich sendet Dein Handy elektromagnetische Strahlung in einem bestimmten Fraequenzbereich ab. Das muss das Handy machen. Über diese Frequenzen kommuniziert es mit den Handymasten und übermittelt die von Dir gesendeten und empfangenen Daten. Kurz: Ohne die elmag Strahlen funktioniert das Handy nicht.

Rein theoretisch können unsere Körperzellen bei elektromagnetischen Frequenzen mitschwingen und dadurch leicht erwärmt werden. Das damit verbundene Risiko ist natürlich von der Dosis abhängig. Es gibt zahlreiche Untersuchungen zum Thema. Verlinkt habe ich Dir einen recht aktuellen Bericht von der WHO.

http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs193/en/

Darin heißt es (ich zitiere):

"A number of studies have investigated the effects of radiofrequency fields on brain electrical activity, cognitive function, sleep, heart rate and blood pressure in volunteers. To date, research does not suggest any consistent evidence of adverse health effects from exposure to radiofrequency fields at levels below those that cause tissue heating. Further, research has not been able to provide support for a causal relationship between exposure to electromagnetic fields and self-reported symptoms, or “electromagnetic hypersensitivity" ?."

Also : Eine Menge Studien wurden gemacht. Das Ergebnis ist, dass schädliche Gesundheitseffekte verschiedener Art nicht nachweisbar waren. Auch die sogenannte "Elektrosensibilität" konnte nicht belegt werden.

Wichtig: Das ist ein Ergebnis. Mobilfunkgegner sagen dann schnell "Die Wissenschaft kann halt noch nicht....". Doch. Sie kann und sie hat. Und es gibt keine statistisch auffälligen Häufungen von Erkrankungen bei Mobilfunknutzern.

So. Die nächste Frage sind die Langzeiteffekte, wenn man also über zig Jahrzehnte telefoniert. Naturgemäß dauert es dafür länger, bis man verlässliche Ergebnisse hat. Logisch, oder?

Entsprechend liegen in diesem Bereich bisher weniger Daten vor. Ich zitiere die entsprechende Stelle aus dem WHO-Bericht:

"The international pooled analysis of data gathered from 13 participating countries found no increased risk of glioma or meningioma with mobile phone use of more than 10 years. There are some indications of an increased risk of glioma for those who reported the highest 10% of cumulative hours of cell phone use, although there was no consistent trend of increasing risk with greater duration of use. The researchers concluded that biases and errors limit the strength of these conclusions and prevent a causal interpretation.

Based largely on these data, IARC has classified radiofrequency electromagnetic fields as possibly carcinogenic to humans (Group 2B), a category used when a causal association is considered credible, but when chance, bias or confounding cannot be ruled out with reasonable confidence."

Was bedeutet das? Es gab Studien, Langzeitstudien - und auch dabei hat man für die meisten User Entwarnung geben können. Nur bei denjenigen aus der Gruppe, die ihr Handy am häufigsten nutzen (die 10% der stärksten Nutzer) gab es gewisse Häufungen, allerdings keine eindeutigen statistischen Ergebnisse.

Diese beobachteten Häufungen können nun zufällig sein oder durch die Benutzung der Handys kommen. Letzteres ist unwahrscheinlich, weil man keinen konsistenten Trend in den Daten sah: Die Wahrscheinlichkeit bestimmter Erkrankungen nahm nicht kontinuierlich mit wachsender Nutzung zu. Das wäre wirklich ein Indiz für einen kausalen Zusammenhang gewesen.

So, jetzt sind die Forscher aber sehr verantwortungsvoll und vorsichtig an das Thema herangegangen (also genau anders, als es die Mobilfunkgegner verbreiten). Und deshalb sind sie die kleine, vermutlich zufällige Häufung in der Gruppe der Starknutzer nicht einfach übergangen. Sondern haben gesagt, dass sie eine Schädigung in dieser Gruppe über sehr lange Zeiträume nicht völlig ausschließen können.

Und aus diesem Ergebnis ist in der Sprache der WHO die Einschätzung "möglicherweise gesundheitsschädlich" geworden. In der Alltagssprache oder der täglichen Pressemitteilung wird da sehr schnell draus, dass es begründete Vermutungen gibt, man müsse sich besser mal schützen. Dem ist nicht so.

Alle sich daraus ableitenden Empfehlungen (Handy nicht neben Bett, so oft wie möglich aus...) sind also reine Vorsichtsmaßnahmen, keine auf beunruhigenden Ergebnissen beruhende Ratschläge. Als solche sollte man sie auch sehen.

Kommentar von uteausmuenchen ,

---- Fortsetzung ---

Ich denke, die Frage, was an dieser Strahlung potentiell gefährlich ist, ob es das ist und wie das zu beurteilen ist, ist damit beantwortet.

2 Nachträge habe ich noch:

1) Produkte, die die Strahlungsleistung des Handys abschirmen sollen

Aufgrund der Angst vieler Anwender (die nicht selten auf der Basis übertrieben dargestellter Gefährlichkeit) existiert ein lebhafter Markt für Produkte, die den Anwender vor der angeblich gefährlichen Strahlung seines Handys schützen sollen. Beispiele sind z.B. Täschchen, in die man das Handy hineinstecken kann oder Kärtchen zum Aufkleben.

Bei diesen Produkten kann man samt und sonders sagen: Die sind das Geld nicht wert. Und das liegt ganz einfach an der im Handy eingesetzten Technik.

Wie gesagt: Ohne die elektromagnetische Wellen funktioniert das Handy nicht, es muss mit den Sendestationen kommunizieren. Doch was bedeutet das?

Es gibt 3 Möglichkeiten:

  • Entweder das Täschchen/Kärtchen schirmt in Wahrheit gar nicht ab und ist nur ein teurer Gimmick - dann ändert sich aber auch an der Strahlungsmenge nichts, logisch?

  • Oder das Täschchen schirmt wie versprochen ab: Dann empfängt Dein Handy aber auch nichts mehr - und Du musst es zum Telefonieren aus dem Täschchen holen und bist nicht erreichbar, solange es drin ist.

  • Und wenn das Täschchen nur ein wenig abschirmt, dann gleicht Dein Handy den schlechten Empfang einfach aus: Es fährt die Sendeleistung hoch - und Du erreichst genau das Gegenteil von dem, was Du wolltest (und einen schneller entleerten Akku)

Man kann sich das Geld also sparen, egal ob das Produkt nun rein esoterischer Schmuh ist (manche Kärtchen bestehen nur aus laminiertem Tonzeichenpapier...) oder tatsächlich irgendwie abschirmt. Billiger ist es, den Abschirmeffekt dadurch zu erreichen, das Handy ab und zu mal wirklich auszuschalten. (Denn wenn das Produkt wirklich abschirmt, ist man ja eh nicht erreichbar). Und ab und zu nicht erreichbar sein, hat auch den Vorteil, dass man nicht abhängig wird von dem Teil.

2) Was ist mit Sendemasten?

Gerade hier kursiert viel angstbasiertes, doch negative Auswirkungen dieses "Elektrosmogs" sind in Wahrheit nicht nachgewiesen. Dagegen existieren zahlreiche Belege dafür, dass Ängste hier unbegründet sind.

2 Beispiele:

1) Meist werden Mobilfunkmasten aufgestellt, bevor sie ans Netz gehen. Zwischen dem Beginn des Aussendens und dem Aufstellen liegen nicht selten mehrere Wochen. Und es ist dokumentiert, dass die gesundheitlichen Probleme von Anwohnern sehr oft schon losgehen, lange bevor der aufgestellte Handymast überhaupt abstrahlt.

2) Nicht selten werden Mobilfunkmasten nach Anwohnerbeschwerden noch einmal umgesetzt: Wenn z.B. viele Beschwerden gemeldet werden, wenn das Ding auf dem eigenen Haus oder auf der Schule steht. Nach der Umsetzung auf ein Nachbargebäude nehmen die Klagen dann oft ab. Tatsächlich senden Sendemasten gar nicht nach unten. Ein sogenannter Dipol sendet nur zur Seite. Steht der Mast also auf dem eigenen Haus, kriegt man erheblich weniger Sendeleistung ab, als wenn er auf dem Gebäude gegenüber steht. Die Menge der Einsprüche gegen Sendemasten folgt aber nachweislich nicht den Messdaten, wo die Sendeleistung am höchsten ist.

Gingen die Beschwerden also tatsächlich auf die abgestrahlten Felder zurück, dürfte es solche Fälle nicht geben. Es gibt sie aber und sie sind zahlreich. Der Anblick eines solchen Mastes ruft einfach bei verunsicherten Anwohnern Angst und entsprechende Anspannung hervor. Man beobachtet sich genauer als vorher. Ich möchte betonen, dass ich hier nicht von "Einbildung" spreche. Bei den Betroffenenen sind die Probleme real. Es gibt aber keine Hinweise, dass sie durch die Strahlung ausgelöst werden, sie entstehen vielmehr psychosomatisch (also komplett unbewusst) über Konditionierung, Erwartungshaltung und Angst.

Elektromagnetische Wellen sieht man nicht, man fühlt sie nicht. Und wenn man sowieso der Technik etwas zwiespältig gegenübersteht, verursacht dies nur allzu leicht ein Gefühl der Verunsicherung. Tatsächliches nachweisbares Gefährdungpotential gibt es hier aber nicht.

Viele Grüße

Kommentar von Winherby ,

10XDH

Ein super Superbeitrag. Habe auf GesF selten mal einen solch ingeniös-fundierten Beitrag gelesen. Aber wetten, dass die Gegner von Handy, W-Lan und Microwelle noch immer nach dem Bauchgefühl gehen, und weiterhin gegen Strahlung aller Art sind?

Was sie nicht verstehen, darf eben nicht sein.

Kommentar von walesca ,
Was sie nicht verstehen, darf eben nicht sein

Hältst Du uns wirklich für so "beschränkt", @Winherby???

Rein theoretisch können unsere Körperzellen bei elektromagnetischen Frequenzen mitschwingen und dadurch leicht erwärmt werden

Nicht nur theoretisch reagiert der Körper auf Strahlungen und Schwingungen in der Atmosphäre! Sonst würde z.B. die Haut auch nicht durch Sonnenstrahlen dazu angeregt, braun zu werden und Vitamin-D zu produzieren. Auch die Bioresonanz basiert ja auf diesem Prinzip, dass der Körper auf bestimmte Frequenzen reagiert! Erwärmt wird der Körper aber dadurch nicht!!

So, jetzt sind die Forscher aber sehr verantwortungsvoll und vorsichtig an das Thema herangegangen ...Und deshalb sind sie die kleine, vermutlich zufällige Häufung in der Gruppe der Starknutzer nicht einfach übergangen. Sondern haben gesagt, dass sie eine Schädigung in dieser Gruppe über sehr lange Zeiträume nicht völlig ausschließen können.

Genau: Eine Schädigung kann nicht völlig ausgeschlossen werden!!! Es gibt eben Menschen, die reagieren sehr empfindlich auf solche Strahlungen - egal, ob das nun "wissenschaftlich" ist oder nicht!! Schließlich ist der Mensch keine Maschine!! LG

Kommentar von Winherby ,

@walesca:

Genau dies meinte ich mit meinem Kommentar, danke, dass Du mich bestätigt hast.

Lesen können macht nur dann Sinn, wenn man das Gelesene auch versteht, sorry für die harten Worte, aber mal nur ein Beispiel:

....in der Gruppe der Starknutzer nicht einfach übergangen. Sondern haben gesagt, dass sie eine Schädigung in dieser Gruppe über sehr lange Zeiträume nicht völlig ausschließen....

  1. Es wird in diesem Abschnitt von Starknutzer gesprochen,
  2. Und nur in dieser Gruppe......
  3. Schädigung über sehr lange Zeiträume
  4. nicht völlig ausschliessen....

Und was machst Du daraus? Strahlung ist gefährlich, Strahlung muss vermieden werden, gilt für alle und immer dar, amen.

Natürlich gibt es empfindliche Menschen, auch bezweifele ich nicht, dass viele dieser Menschen durch Strahlung krank werden. Doch diese Erkrankungen sind psychosomatischer Natur, denn Unwissenheit plus ängstliche Natur, erzeugt bei dieser Gruppe Menschen ein so starkes Negativbild von einer Sache, dass die "sich selbst erfüllende Erwartung" tatsächlich eintritt, dies wird als Noceboeffekt beschrieben.

Das dem so, und nicht anders, ist, belegt der hervorragende Beitrag von @Uteausmünchen. Man muss ihn nur verstehen wollen !.

Oder widerlegen können.

Kommentar von walesca ,

Lesen können macht nur dann Sinn, wenn man das Gelesene auch versteht,

Und was machst Du daraus? Strahlung ist gefährlich, Strahlung muss vermieden werden, gilt für alle und immer dar, amen.

Gegen diese beiden Unterstellungen möchte ich mich doch energisch verwahren!! Bei diesem Thema kommen wir beide sowieso nie auf einen gemeinsamen Nenner. Aber trotzdem solltest Du dir künftig solche persönlich angreifenden Kommentare verkneifen!!! Das sollte schon der Anstand gebieten! Den o.g. Beitrag habe ich sehr wohl gut verstanden. Aber "wissenschaftlich belegt" oder "Placebo-Effekt" - die schädigende Wirkung auf einige Menschen bleibt trotzdem gleich!! LG

Kommentar von Winherby ,
Gegen diese beiden Unterstellungen möchte ich mich doch energisch verwahren!!

Dann hast Du doch jetzt die beste Gelegenheit mit einem schicken und sinnreichen Beitrag zu zeigen, -am besten mit seriöser Quellenangabe-, dass es eine Unterstellung ist.

Bei diesem Thema kommen wir beide sowieso nie auf einen gemeinsamen Nenner

Na da haben wir doch schon einen gemeinsamen Nenner, denn da gebe ich Dir völlig Recht.

Aber ich möchte nun auch nicht noch weiteres Öl ins Feuer gießen, also belass ich es dabei, zum Thema Strahlen weiss ich was ich weiss, und Du glaubst, zu dem Thema was zu wissen.

Kommentar von uteausmuenchen ,

walesca,

Nicht nur theoretisch reagiert der Körper auf Strahlungen und Schwingungen in der Atmosphäre! Sonst würde z.B. die Haut auch nicht durch Sonnenstrahlen dazu angeregt,...

Genau deshalb muss es ja auch sauber untersucht werden. Allerdings kann man mit der Möglichkeit des Sonnenbrandes auch nicht logisch folgern, dass von elektromagnetischen Wellen in komplett anderen Wellenlängenbereichen ein Gefährdung ausgehen muss. Harte Gammastrahlung bringt uns z.B. um, Sonnenlicht nicht. Die biologische Wirkung elektromagnetischer Wellen hängt also nachgewiesenermaßen von der Wellenlänge ab - harmloser werdend zu längeren Wellen hin.

Eine Schädigung kann nicht völlig ausgeschlossen werden!!! Es gibt eben Menschen, die reagieren sehr empfindlich auf solche Strahlungen

Bitte lies den obigen Abschnitt noch einmal. Was ich geschrieben habe, hat nichts mit "Empfindlichkeit" einiger Menschen zu tun. Das ist genau das, was man aus den Daten der Studie nicht folgern kann.

Auch die Bioresonanz basiert ja auf diesem Prinzip, dass der Körper auf bestimmte Frequenzen reagiert!

Naja, die Bioresonanz funktioniert ja auch nicht.

http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/behandlung-nichtmedikamentoese-und-alter...

"Einen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis für die Bioresonanztherapie gibt es nicht. Mögliche Therapieerfolge in Einzelfällen lassen sich durch den so genannten Placebo-Effekt erklären (...) Nach Tests und Untersuchungen, in denen keine Wirkung nachgewiesen werden konnte, raten Wissenschaftler auch von diesen Methoden ab. (...) Einen Nachweis der Wirksamkeit der Bioresonanztherapie gibt es nicht. Daher ist sie vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen von der Erstattungsfähigkeit durch gesetzliche Krankenkassen in Deutschland generell ausgeschlossen worden, so dass aufgrund der gesetzlichen Regelungen die Kosten von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden dürfen. Die AOK verfährt nach dem Grundsatz, die Versichertengemeinschaft nicht mit den Kosten für ein Verfahren zu belasten, das sich ausschließlich auf unbewiesene Behauptungen stützt und nicht unseren hohen Qualitätsansprüchen genügt. "

Grüße

Kommentar von walesca ,
Naja, die Bioresonanz funktioniert ja auch nicht.

Mit dem Zitat aus dem Bundesausschuß wiederholt Ihr Euch immer wieder. Den kenne ich fast schon auswendig! Jedem seine Anslcht! Bevor wir im nächsten Jahr noch darüber diskutieren, hier ein letzter Beitrag von mir dazu. Hier ein Zitat aus diesem Link (stammt mal nicht von mir!): http://www.frauenarzt-online.at/medizin/endometriose.php So viel zur Wirksamkeit der Bioresonanz!!

Neben der Schulmedizin bieten alternative Heilmethoden sanftere Behandlungsansätze, indem sie versuchen, den Körper und seine Funktionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, was die Verminderung von Endometrioseherden, ihrer Aktivitäten und der Schmerzen zur Folge haben soll. Es gibt bereits positive Erfahrungen u. a. mit traditioneller Chinesischer Medizin und ihren Nachbargebieten, mit Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Bioresonanztherapie
Kommentar von uteausmuenchen ,

walesca,

bitte genau lesen. In Deinem Link steht nirgends(!), dass Bioresonanz funktioniert. Da steht was von "es gibt positive Erfahrungen".

Die gibt es mit Placeboverfahren aber auch. Dass es positive Erfahrungen gibt, sagt ohne Vergleich nichts aus.

Jahrhundertelang hat man "positive Erfahrungen" mit Aderlass gemacht. Solange nach einer Behandlung nur irgendwer überlebt, verbucht derjenige es als positive Erfahrung mit dem Verfahren. Wir wissen also, dass die Existenz positiver Erfahrungen allein nichts belegt.

Mit dem Zitat aus dem Bundesausschuß wiederholt Ihr Euch immer wieder. Den kenne ich fast schon auswendig!

Dann nehme ich eben den hier

https://www.aekno.de/downloads/archiv/2003.08.016.pdf

"Eine kritische Übersichtsarbeit zur Anwendung des so genannten Vegatestes zur Diagnose von Lebensmittelallergien kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um ein pseudowissenschaftliches Verfahren ohne diagnostische Bedeutung handelt [3]. In einer deutschen randomisierten Untersuchung wurde die diagnostische Sicherheit der Bioresonanz im Vergleich zur einfachen Pricktestung geprüft mit dem Ergebnis, dass die Bioresonanz weder für die Diagnostik noch für die Therapie der Pollenallergie geeignet ist [4].

Bei Freiwilligen (positiver Pricktest auf Hausstaubmilbe und Katzenallergen) wurde von 3 Testern eine Bioresonanzuntersuchung zur Allergenbestimmung durchgeführt. Kein Patient erhielt durch den Bioresonanztest eine korrekte Diagnose.

Jedem seine Anslcht!

Ob ein Verfahren funktioniert ist keine Ansichtssache. Dafür hat man die Tests ja, um genau das rauszufinden. Und harmlos ist es auch nicht, es als Ansichtssache zu psotulieren. Ich zitiere noch einmal aus dem Text:

"Die dargestellten bioelektrischen Methoden sind für die Diagnostik und Therapie allergisch bedingter Erkrankungen sowie umweltbedingter Gesundheitsstörungen ungeeignet. Es besteht die Gefahr, dass Patienten in dem Glauben, die Bioresonanz sei in der Lage, „Allergien zu löschen“, die notwendigen Maßnahmen zur Allergenverminderung beziehungsweise Allergenkarenz nicht durchführen und auf eine oft genug lebensrettende Notfallmedikation verzichten."

Aber zurück zur Frage: "Dass Bioresonanz funktioniere" ist ganz offensichtlich kein haltbares Argument für schädliche Wirkungen von Elektrosmog. Und nur um diesen Aspekt ging es.

Antwort
von dinska, 9

Elektrische Geräte haben eine Strahlung, wie sie sich auf den Menschen auswirken ist unterschiedlich, der eine kann mehr vertragen als der andere. Es bekommen auch nicht alle Menschen Krebs, die in der Reichweite eines Sendeturms leben oder mit Asbest in Berührung kommen. Trotzdem ist es besser, die Gefahren, die ausgehen können auf ein Minimum zu reduzieren oder ganz auszuschließen. Ich kann dir aber sagen, was bei mir passiert ist. Ich hatte immer einen Radiowecker neben dem Bett stehen, es gefiel mir, dass ich nachts sofort sah, wie spät es ist. Eines nachts bin ich aufgewacht und spürte einen Sog und merkte, dass er vom Wecker ausging. Ich schob ihn weg und es war besser. Erst habe ich einen Papierschirm davorgesetzt und ihn später durch einen normalen Wecker ersetzt. In Hotels ziehe ich den Stecker von Standbygeräten oder hänge etwas darüber, wenn es nicht möglich ist. Ich würde nie mit eingeschaltenem Handy neben mir schlafen. Meinen Mann stört das alles überhaupt nicht, aber auch er hat kein Handy neben dem Bett, warum auch. Selbst bei Bereitschaftsdiensten muss das Handy nicht unbedingt in Reichweite liegen. Für seinen Lebensstil ist jeder selbst verantwortlich.

Antwort
von charlotte7, 6

Dass das MRT etwas mit der Herzschwäche deines Vaters zu tun hat, ist unwahrscheinlich. Da sind Handy, WLAN etc. schon ganz andere Kaliber.

Elektrosmog ist aber in der Tat nicht harmlos. Googel einfach mal unter „Freiburger Appell“. Da warnen über 1000 Ärzte vor den langfristigen Auswirkungen der Mobilfunksender etc.Und das tun die sicher nicht aus Spass oder Langeweile.

Wir leben heute durch die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte quasi in einem „Elektrosmog-Gewitter“, was nicht ohne negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus bleibt. Das bedeutet, dass heute höchstwahrscheinlich eine grosse Anzahl von Störungen und Erkrankungen auf die Ursache Elektrosmog zurückgeführt werden können. Man hört ja öfter von unklarer Ursache.

Die Ärzte – mit Ausnahme der Umweltmediziner – kennen sich aber mit dem Thema i.d.R. (noch) zu wenig aus, da es auch nicht mit zur Ausbildung gehört. Deshalb macht es schon Sinn, sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen, . Denn nur wer das Problem ernst nimmt und über diese neuere Gefährdung der Gesundheit (Risikofaktor Elektrosmog) informiert ist, kann sich auch schützen. Denn Schutz vor Elektrosmog ist möglich. Es ist nicht so, dass wir dem völlig hilflos ausgeliefert sind.

Die Risikofaktoren, die wir weder sehen, hören noch riechen können ernst zu nehmen, fällt uns naturgemäss schwer und sie nerven ja auch, so dass man am liebsten gar nichts davon wissen möchte. Nach dem Motto: "Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss" Aber den Kopf in den Sand stecken oder diese neuen Risiken einfach zu ignorieren, ist überhaupt nicht sinnvoll.

Um sich fundiert zu informieren, empfehle ich das Buch: Elektrosmog: Ursachen, Gesundheitsrisiken, Schutzmaßnahmen Von Harald Moritz. Und dann schau dir zum gleichen Thema folgendes Video an:

Die Warnung vor Elektrosmog der über 1000 Ärzte im Freiburger Appell etc. Ist auch nicht übertrieben und auch keine Angstmacherei, sondern geschieht aus Sorge und Verantwortungsbewusstsein den Patienten und der Volksgesundheit gegenüber.

Kommentar von charlotte7 ,

Mobilfunk gefährdet Gesundheit. Ärzte fordern überfällige Vorsorgemaßnahmen! Internationaler Ärzteappell   Vor über 10 Jahren wandten sich Ärzte aus Sorge um die Gesundheit ihrer Mitmenschen mit dem Freiburger Appell an ihre Kolleginnen und Kollegen, die Öffentlichkeit und die Verantwortlichen in Gesundheitswesen und Politik.

Ihr Appell, der eindringlich vor den Gefahren der Funkstrahlung und Elektrosmog warnte, wurde in viele Sprachen übersetzt und von über 1000 Ärzten und weltweit über 36.000 Unterzeichnern unterstützt.

Die deutsche Bundesärztekammer schloss sich den Forderungen der Salzburger Konferenz vom 7.-8. Juni 2000 an und forderte drastische Senkung der Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung. .   In den Jahren seither haben sich die Hinweise auf gravierende Risiken weltweit vervielfacht und verdichtet. In räumlicher und zeitlicher Nähe zu den Funkbelastungen vor allem durch intensive Handynutzung, DECT-Telefone, W-Lan und nahe Sendeantennen beobachten wir Ärzte eine deutliche Zunahme von Symptomen wie Ein- und Durchschlafstörungen, chronische Erschöpfung, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus, Blutdruckentgleisungen und Arrhythmien, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Lern- und Verhaltensstörungen, bei Kindern ein immer häufigeres Auftreten von ADHS.

Zahlreiche Studien unabhängiger Wissenschaftler haben viele der ärztlichen Beobachtungen inzwischen bestätigt. (…..)

http://freiburger-appell-2012.info/de/home.php

Antwort
von schlau, 8

Da scheiden sich die Geister. Es gibt Studien die eine Schäflichkeit in Bezug auf Schlafstörungen und Verwachsungen nachweisen, dennoch gibt es wenig Langzeitstudien. Die Industrie vernein eine Schädlichkeit, aber bei der geht es ja auch um viel Geld. Man weiß das Veränderungen in elektromagnetischen Feldern mitunter katatstrophale Auswirkungen auf bestimmte Tiere haben können. Da liegt die Vermutung nahe, das dies bei Menschen vielleicht auch sein kann.

Kommentar von uteausmuenchen ,

schlau,

kannst Du auch ein paar dieser Studien nennen? Es klingt ja sehr dramatisch, was Du hier schreibst. Und um nicht unnötige Ängste zu verbreiten, finde ich, dass man eine seriöse Quelle nennen sollte.

Grüße

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