Frage von mhere, 130

Ist Foradil gegen Asthma auch zur Langzeittherapie geeignet?

Gegen akutes Asthma habe ich nun das Mittel Foradil bekommen. Laut Aussage der Ärztin habe es den Vorteil, dass es eine langanhaltende Wirkung habe- zwischen 8-12 Stunden. Das wäre natürlich schön. Wie sieht es denn bei diesem Wirkstoff mit einer Dauertherapie aus? Ist sie ratsam als Vorbeugung und wie steht es um etwaige Nebenwirkungen? Gibt es Erfahrungen von euch?

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Antwort
von DIELulu, 130

Steht doch alles in der Packungsbeilage. Ich habe Salbutamol in Verwendung, was eher für kurze Zeit ausgelegt ist und im Kühlschrank ein Spray mit Cortison für Tage, an denen es wirklich schlimm ist. Das hält dann 12 Stunden und mindert die schlimmsten Nebenwirkungen.

Kommentar von mhere ,

Meist vermeide ich es, die Packungsbeilage zu lesen;) Danke dir.

Antwort
von walesca, 99

Hallo mhere!

Das "Foradil P" ist ein langwirksames Mittel, das die ständige Entzündung in den Bronchien, das Asthma, bekämpfen soll. Es muss i.d.R. 2 x täglich angewendet werden. Am Beginn der Behandlung braucht es ca. 10-14 Tage, bis sich der volle Wirkstoff im Körper aufgebaut hat. Dieses Spray wirkt zwar bronchienerweiternd, hat aber eine verzögerte Wirkung. Daher ist es als kurzfristiges Medikament absolut nicht geeignet. Es verhindert vielmehr langfristig eine Verschlechterung der Beschwerden, oder zögert diese zumindest heraus! Für den akuten Notfall gibt es andere, sehr kurz wirkende Sprays, sogen. "Notfall-Sprays", wie z.B. Berodual. Die haben dann aber auch nur eine Wirkung von ca. 2-4 Stunden! Ob Du gut auf diesen Wirkstoff des Foradil ansprichst, muss Du selbst ausprobieren. Bei mir hat es lange Zeit gut gewirkt - ohne Nebenwirkungen!! So viel aus meiner eigenen Erfahrung. Ich würde Dir außerdem noch sehr empfehlen, Deinen Lungenarzt mal auf eine "Asthma-Schulung" anzusprechen! Da lernt man sehr gut mit dieser chronischen Krankheit umzugehen. Nach so einer Schulung braucht man auch nicht sofort bei jedem Problem zum Arzt zu gehen, weil man lernt, was man in solchen Situationen mit Atemnot selbst tun kann. Das ist sehr hilfreich!!!!! Wenn es bei Euch keine solche Schulung gibt, dann reg sie doch mal bei Deinem Arzt an. Auch kannst Du dir vom Arzt "Reha-Sport Lungensport" verschreiben lassen. Auch in solchen Gruppen lernt man viele Tricks, mit denen der Alltag besser gelingt! Es tut außerdem auch richtig gut, dort unter ebenfalls Betroffenen zu sein, die alle aufkommenden Probleme selbst kennen! - Dies nur so als ergänzende Empfehlung.

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von GeraldF, 92

Langwirksame Beta-2-Mimetika werden beim Asthma bronchiale ab Stufe 3 und stets als Co-Medikation zu einem inhalatven Glukokortikoid gegeben. Diese Medikamente sind als Dauertherapeutika konzipiert und nicht für den akuten Anfall. Für letzteren nimmt man kurz wirksame Beta-2-Mimetika (Fenoterol, Salbutamol, Reproterol, u.a.).

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community