Frage von Priscilla,

Ist ein Aneurisma das gleiche wie ein Schlaganfall?

Ein junger Mann in unserem Bekanntenkreis hatte kürzlich ein Hirnaneurisma. Seine Frau erklärte irgendwas von Gehirnbluten oder so. Ist das dann das selbe wie ein Schlaganfall? Er hatte dann wohl richtig Glück, denn erlebt noch.

Hilfreichste Antwort von Serienchiller,
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Es gibt zwei verschiedene Arten des Schlaganfalls, den blutigen und den unblutigen.

Beim blutigen Schlaganfall "platzt" ein Blutgefäß im Gehirn. Das kann z.B. passieren, wenn es ein Aneurysma gibt, das ist eine (häufig angeborene) Gefäßaussackung, die als Schwachstelle leichter nachgibt als ein normales Blutgefäß. So wird es wohl bei deinem Bekannten gewesen sein.

Häufiger ist der unblutige Schlaganfall. Dabei wird ein Hirngefäß durch ein Blutgerinnsel verstopft, sodass im zugehörigen Gehirnabschnitt kein Blut mehr ankommt.

Kommentar von Mgerhard1,

Hallo Serienchiller, habe Deine Antwort erst später gesehen, sonst hätte ich meine womöglich weg gelassen. Du hast gut geantwortet! Gerhard

Antwort von francis1505,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein Aneurysma als solches ist noch nicht das gleiche wie ein Schlaganfall. Erst wenn es platzt und es zu einer Blutung kommt. Dann spricht man von einem blutigen Schlaganfall.

Antwort von Pedro26,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein Aneurysma ist eine Aussackung von einem Gefäß ( einer Arterie). Dabei wird die Wand der Arterie, da sie sich ja ausstülpt, ziemlich dünn. Es kann dann je nachdem, wie groß diese Aussackung ist verschiedene Probleme geben. Zum Beispiel kann die Arterienwand an der Stelle einreissen (sozusagen platzen). Oder aber es können sich in der Aussackung, in der ja nicht der normale schnelle Blutstrom herrscht, Gerinnsel bilden.

Antwort von Mgerhard1,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo Priscilla, Ein Schlaganfall ist ein durch eine Gefäßverengung oder einen Gefäßverschluss hervorgerufener Blutstau wodurch das folgende Hirnareal keine Blutversorgung mehr hat und abstirbt. Ursache dieses Blutstaus ist meist ein Blutpropf (Blutgerinnsel) der sich im Gefäß festsetzt und eben ein weiterfließen des Blutes verhindert. Begünstigt kann das werden von einer bestimmten Art von Herzrhythmusstörung (Herzflattern) in deren Folge Blutgerinnsel in die Hirngefäße geschleudert werden. Hier ist eine der ersten Maßnahmen eine Blutverdünnung zu erreichen so daß die Fließeigenschaft des Blutes verbessert wird. Ein Hirnaneurysma hingegen ist eine Gefäßausstülpung in deren Folge die Gefäßwand platzt und sich Blut im entsprechenden Hirnareal verteilt, eine Gehirnblutung also. Hier muss zunächst ein Fließen des Blutes unterbunden werden um das austretende Blut zu minimieren. Aber die Weiterversorgung die dahinter gelegenen Areale müssen gewährleistet werden. Das ist so im Telegrammstil der Sachverhalt. Das lässt aber erkennen welche schwierigen und präzisen Arbeiten diese Mediziner leisten müssen. Ich kann dazu nur sagen „Hut ab und Respekt“. Ich wünsche Dir alles Gute und beste Gesundheit! Gerhard

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