Frage von Vronilein, 12

Ist das eine geeignete Form der Kindererziehung?

Heute nachmittag hatte ich mit einer Freundin eine kleine Diskussion. Und zwar habe ich beobachtet, dass sie ihr tobendes, wütendes Kind in eine Art fester Klammergriff festgehalten hat, so dass sich das Kind überhaupt nicht mehr bewegen konnte. Sie hörte erst auf das Kind so fest zu halten, als es nachgab, ganz weich wurde und nicht mehr kämpfte. Ist das nicht ein wenig zu hart angepackt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Murbsi, 10

Hallo Vronilein

Ich verstehe deine Frage und ich habe mir darüber Gedanken gemacht was ich davon halten soll. Ich bin zum Schluss gekommen, dass es nicht DIE eine allumfassende Kindererziehung gibt. Kein Kind ist gleich wie das andere. Kein Kind verhält sich gleich wie ein anderes oder fühlt die gleichen Gefühle. Aber ich denke das weisst du ja selber.

Ich denke, ein Kind das in einen Tobsuchtanfall gerät spürt sich nicht mehr. Es ist einfach wütend, weiss aber nicht wie damit umzugehen. Da kann es hilfreich sein für das Kind, wenn es die Nähe der Mutter spürt, wenn es spürt, ich bin in meiner Wut nicht alleine, ich werde nicht abgestossen, sondern ich bin angenommen auch wenn ich wütend bin.

Das sind so meine Gedanken zu deiner Frage. Vielleicht helfen sie dir weiter.

Liebe Grüsse!

Antwort
von dinska, 7

Es ist eine Form, einen Tobenden zum Einhalten zu bringen. Es ersetzt aber nicht das Gespräch mit dem Kind und den Ursachen der Tobsuchtsanfälle auf den Grund zu gehen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich die besten Erfolge bei meinen Kindern erzielt habe, wenn ich sie auf meinen Schoß genommen habe und ganz leise auf sie eingeredet habe. Man muss den Kindern Grenzen setzen und ihnen verständlich machen, dass sie sich so nicht benehmen dürfen.

Antwort
von Ostsee31, 5

Als ich selbst noch Kind war gehörte eine Ohrfeige fast zum guten Ton heute dürfte man ein Kind nicht mal mehr schräg anschaun ohne das Stimmen laut werden wegen der Erziehung. Ich bin dagegen gegen ein Kind tätlich vorzugehen aber wenn Kindeserziehung sich daran bemisst das ein Kind alles tun und lassen kann was es will finde ich das auch nicht richtig. Kinder testen Grenzen aus und wenn man diesem Austesten ständig nachgibt lernen Kinder auch nicht das sie Grenzen zu wahren haben. Kinder sollten auf das Leben vorbereitet werden und sich behaupten können und das lernt man nicht mit einer Wischi Waschi Erziehung.

Antwort
von Autsch, 6

Nein, sie hat nur zwei Möglichkeiten, entweder ihr Kind solange festzuhalten, bis es sich beruhigt, oder es sich in dieser Situation selbst zu überlassen, mit dem Risiko, dass es aus lauter Wut sich selbt schadet. Denn in dieser Situation sind Kinder nicht für "gutgemeinte Ratschläge" oder pädagogisches Gesülze zugänglich.

Antwort
von DerJunge, 6

Wenn das kind die ganze zeit nur rumgetobt hat und nicht gehorcht hat dann war das Eigentlich nicht schlimm

Antwort
von anna61, 5

Hallo Vronilein, deine Freundin hat die Festhaltetherapie angewandt. Diese Methode ist umstritten, wird aber auch von vielen Ergotherapeuten empfohlen oder praktiziert... ich habe das im Rahmen einer psychosozialen Ergotherapie in der Gruppe erlebt. http://de.wikipedia.org/wiki/Festhaltetherapie

LG anna

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