Frage von Shamrock, 1.003

Innenmeniskus (Arztbrief)

Hallo!

Seit längerer Arztodysee kam jetzt bei einem MRT raus das ich eine Läsion des Innenmeniskus habe. Ich habe bestimmt seit über einem Jahr eine Bakerzyste in der Kniekehle...es hieß damals ich hätte Kniearthrose, da war ich 28. Gut ok, ich fleißig Rehasport gemacht, nur verschlimmerten sich meine Knieschmerzen. Häufigkeit und Intensität nahmen zu. Joggen ging gar nicht, Schneidersitz sitzen manchmal 5 Minuten mal gings auf Anhieb gar nicht..Treppensteigen...

Im Brief der Beurteilung des MRT steht:

Degenerative/posttraumatische IM Veränderungen im Übergangsbereich pim/HH mit fraglichem diskretem Einriss der Basis von cranial. Zystisches septiertes Ganglion an der Gelenkkapsel im Kniekehlenbereich cranial-medial. Baker-Zyste.

Der Arzt der das kurz mit mir besprach hatte kurz vor Feierabend leider keine Zeit mehr, sagte ich solle mich mit meinem Chirurgen in Verbindung setzen.

Witzig ist das es immer hieß ich hätte Kniearthrose. Dann lese ich: Normale dicke des Knorpels, kein eindeutiger Knorpeldefekt!

Hatte jemand so eine ähnliche Situation? Wie hoch sind die Chancen einer OP (ja ihr könnt das nicht unbedingt sagen-habe meinen Arzttermin diesen Mittwoch zum Besprechen)

Ich würde ja mit einer OP warten wollen, aber mittlerweile habe ich jeden Tag Probleme mit meinem Knie und ich habe Angst das dieser Riss komplett reißen könnte.

Ich lade noch ein Bild hoch. Der Arzt hats mir im Vorfeld zum zeigen schon in XXL ausgedruckt.

LG

Shamrock

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Antwort
von StephanZehnt, 807

Hallo S...

sollte tatsächlich ein Riss vorliegen der nicht nur diskret ist würde ich das operieren lassen vorzugsweise nähen lassen. Wenn die Ursache der Schmerzen beseitigt ist verschwindet oft auch die Bakerzyste.(Ganglion). Aber das sollte der Arzt am Mittwoch abklären was da zu machen ist.

Hier ist noch eine Zusammenfassung zu dem Thema

http://www.med-library.com/innenmeniskusriss-symptome-therapie-folgen-informatio...

Siehe auch Meniskusriss bei .dr-gumpert.de

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Bei einer Kniespiegelung wird oft auch der Meniskus begradigt ob das immer so gut ist ? Zweitmeinung bei größeren Eingriffen... http://www.med-library.com/arthroskopie-meniskus-beschreibung-dauer-tipps-kniesp...

Antwort
von Nic129, 662

Moin,

von Arthrose keine Spur. Sie haben lediglich im Innenmenikus im Übergangsbereich zum Meniskushinterhorn verschleißbedingte Veränderungen, mit einem fraglichen kleinen Einriss an der Basis. Dazu eine Flüssigkeitsansammlung, die in die Kniekehle führt und dort eine Art Sack gebildet haben. An der Gelenkkapsel im Bereich der Kniekehle haben Sie zudem eine Geschwulstbildung, in der sich Synovialflüssigkeit, also Schmiere, - meistens aufgrund von Reizzuständen - ansammelt.

Alles in allem also kein dramatischer Befund. Ihr behandelnder Chirurg / Orthopäde wird Ihnen dann bei Ihrem Termin mögliche Therapieansätze vorschlagen.

Viele Grüße

Kommentar von Shamrock ,

Danke für Ihre Antwort!

Ich weiß bis Mittwoch ist es nicht mehr lange, dennoch frage ich mich schon jetzt was diese Therapieansätze sein könnten. Mir tut z.B. schon jetzt beim Sitzen irgendwie mein ganzes Kniegelenk weh. Diese Zystengeschichte in der Kniekehle spüre ich am meisten wenn ich Röhrenjeans trage

LG

Kommentar von Nic129 ,

Moin,

ich glaube nicht, dass Ihr behandelnder Arzt zum Messer greifen wird. Ich persönlich würde es dem Befund nach nur dann tun, wenn Sie wirklich erheblich Beschwerden hätten, die mit konservativen Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen sind. Der Befund ist nicht ganz klar. Bei der Untersuchung konnte eine pathologische Veränderung (eben ein kleiner Einriss) nicht ausgeschlossen, aber auch nicht bestätigt werden. Lediglich die verschleißbedingte Veränderung und die Zyste wurden als nennenswerten Befund festgestellt.

Verschleiß hat jeder Patient. Das kommt alles mit der Zeit - bei dem einen früher, bei dem anderen später. Das hängt auch mit der Belastung im Sport, Privatleben und im Beruf zusammen. Verhindern kann man es aber nicht. Aber es ist nicht gleich automatisch behandlungswürdig. Bei Ihnen liegt der Verschleiß am Meniskus, nicht am Knorpel oder Knochen.

Oftmals lassen sich vor allem durch Reizzustände ausgelöste Flüssigkeitsansammlungen wieder durch körperliche Schonung und Physiotherapie/Krankengymnastik in den Griff bekommen. Nicht immer ist es sinnvoll, gleich ins Knie zu schauen.

Aber man muss auch sagen:

Die einzige Möglichkeit das Knie wirklich gut beurteilen zu können, ist und bleibt eine Kniespiegelung. Nur dort zeigt sich der wirkliche Befund (welche Veränderungen und in welchem Ausmaß).

Viele Grüße

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