Frage von Thorsten1988, 8

Informationen zur Privaten Krankenversicherung?

Ich suche nach aktuellen Informationen zur Privaten Krankenkassen und ist es sinnvoll als Beamtenanwärter Mitglied zu werden?

Vielen Dank für eure Unterstützung

Antwort
von dinska, 6

Solange du voll arbeitest, ist es kein Problem, privat krankenversichert zu sein. Du bekommst die Hälfte dazu und am Anfang sind die Beiträge niedrig. Die steigen aber immer weiter an. So richtig unangenehm wird es erst, wenn du in Altersteilzeit gehst, da musst du nämlich fast den ganzen Beitrag selbst finanzieren. Ab 55 kommst du faktisch nicht mehr raus, auch wenn dein Gehalt sinkt. Die Beiträge bleiben aber hoch und können immer steigen. In der Rente bin ich dann in den Basistarif gewechselt und habe trotz höherer Beiträge, als in der gesetzlichen nicht mehr Rechte. Ich würde nie mehr mich privat versichern lassen, sondern in die freiwillige Kasse bei den gesetzlichen gehen.

Antwort
von walesca, 5

Hallo Thorsten1988!

Ich weiß nicht, welche private Krankenkasse Dir da vorschwebt, ich kann Dir nur von unseren Erfahrungen mit der (inzwischen geschlossenen) Postbeamten-KK berichten. Klare Vorteile hat diese Privatversicherung bei Terminen. Besonders bei Fachärzten bekommst Du da eher einen Termin - meist beim Chefarzt - und brauchst längst nicht so lange Wartezeiten vor Ort einzuplanen. Auch bei der Verordnung von Medikamenten ist der Arzt wesentlich freier. Aber die PBeaKK hat inzwischen auch die Festbeträge und Rabattverträge entdeckt und überrascht öfter mal mit geringeren Erstattungen (ohne Vorankündigung!). Bei Krankengymnastik u.ä. bekommst Du ohne Probleme gleich 10 Behandlungen (GKV nur 6) verordnet und hast auch bei Wiederholungsverordnungen keine Probleme. Viele private Versicherungen erstatten auch weitgehend die Kosten für eine Heilpraktiker-Behandlung, was ich persönlich sehr positiv sehe. Aber es gibt auch einige Nachteile, die schon mal gewaltig nerven können. Einige Ärzte/Zahnärzte stellen schon mal höhere Beträge in Rechnung als von der KK erstattet werden. Manche lassen dann mit sich reden und ändern die Rechnung, andere juckt das überhaupt nicht! Medikamente müssen in der Apotheke immer erst bezahlt werden, es sei denn Du kannst Dich mit dem Apotheker einigen, dass Du sie erst bezahlen musst, wenn Du die Erstattung von der KK bekommen hast (=schwierig bis aussichtslos!). So musst Du dieses Geld - oft nicht gerade wenig - erst einmal vorstrecken!!! Eine Verlängerung z.B. von Reha-Sport verweigern sie strikt - auch bei Notwendigkeit ! Da sind die gesetzlichen Kassen sehr viel kulanter und großzügiger. Erkundige Dich bei verschiedenen Krankenkassen gründlich über die Leistungen und dann musst Du dich entscheiden, welche Punkte Dir besonders wichtig sind. Rein finanziell gesehen ist eine gesetzliche Kasse + Zusatzversicherungen sicher eine gute Lösung!

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von Kathy09, 4

Hallo,

ich kann Dir nur sagen, was mein Sohn gemacht hat. Der ist auch Anwärter. Er hat sich für die freiwillige MItgliedschaft bei der Krankenkasse entschieden. Bevor er diese Entscheidung getroffen hat, hat er sich von unserem Hausarzt beraten lassen. Zwar sind bei den privaten Versicherungen die Beiträge in jungen Jahren günstiger, aber um so älter man wird, desto höher der Beitrag. Zumal wer einmal in einer privaten Krankenkasse war kommt nicht so einfach wieder in die Gesetzliche wenn ihm die Beiträge bei der Privaten zu hoch werden.

Er hat bei seinen Mitsudenten jetzt auch schon oft gehört, dass sie für Behandlungen erstmal in Vorleistung gehen mussten. Klar gibt es das Geld wieder aber das ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Da was einreichen, dort was einreichen... Das muss man auch erstmal auf der Seite liegen haben. Mein Sohn braucht gar nicht in Vorleistung zu gehen, da wird alles über die Karte abgerechnet. Er hat seinen Verdienst für sich zur Verfügung.

Was das Thema betrifft gehen die Ansichten wohl sehr auseinander, doch ich hoffe Dir ein wenig weitergeholfen zu haben.

Liebe GRüße und einen schönen 4. Advent wünscht kathy09

Antwort
von VeyronSky, 3

Ihr geht hier alle nur auf die Kosten ein, aber ich nenne Mal die Vorteile, die mir so als Privatpatient aufgefallen sind.

Ich gehe dabei von normalen Praxen aus und nicht reinen Privatpraxen aus.

  • du bekommst immer sofort einen Termin. Mir fällt das immer auf wenn ich im Wartezimmer zuhöre... "Wie sind sie versichert? Gesetzlich! Tut mir leid, haben erst in 4 Wochen was frei" - und ich wurde gerade, obwohl es kein Notfall war, einfach reingeschoben.

  • der Arzt nimmt sich viel mehr Zeit für dich (klar, er verdient an dir auch gerne mal das 4-fache^^) - aber während 10 Personen auf die Untersuchung warten, kümmert er sich bestens um dich und nimmt sich Zeit.

  • im Krankenhaus wird man ganz anders behandelt; folgendes Beispiel: Mein Zimmernachbar hatte ständig Schmerzen und klingelte nach den Schwestern. Die kamen, haben aber erstmal mich gefragt (mir ging es aber gut), ob alles okay ist und ob sie etwas für mich tun können. Dann ging es erst zum hilfsbedürftigen Patienten. Auch beim Essen: super Auswahl an verdammt leckerem Essen gegenüber standard"fraß" beim Kassenpatienten.

  • Zahnarzt: Amalgam- oder Keramikfüllung? Ach, sie sind ja privatversichert, dann nehmen wir natürlich Keramik...

Also ich bin erst 18, zahlen tut mein Vater (selbstständig) - es ist wirklich sehr teuer, aber man bekommt dafür eben auch einen ganz anderen Service. Wobei das manchmal schon dekadent wirkt ;)

Antwort
von Lyarah, 4

Ich schließe mich Kathy an. Auch ich kann nur von der privaten KV abraten. Mein Ex-Mann ist - bedingt durch lebenslange Selbständigkeit - privat versichert, ich war und bin immer in der Gesetzlichen. Ich habe mich vor einer Weile auch selbständig gemacht und mich für eine freiwillige Versicherung bei der Gesetzlichen entschieden. Nun sind meine Beiträge an mein Einkommen gekoppelt, die meines Ex-Mannes steigen seit Jahren in die Höhe. Da er sich in einigen Jahren eigentlich zu Ruhe setzen will, hat er damit ein riesiges Problem. Er hat nämlich keine Ahnung, wie er seine Krankenkasse dann finanzieren soll.

In den Leistungen unterscheiden sich die beiden Arten kaum, wenn dann eher zugunsten der Gesetzlichen (habe es schon öfter erlebt, dass ich etwas bezahlt bekam, mein Ex-Mann jedoch nicht).

Der m.E. einzige - und wahrscheinlich für die Ärzte wichtigste - Unterschied ist, dass der behandelnde Arzt für dieselbe Leistung bis zu viermal soviel von einem privat Versicherten bezahlt bekommt, als von einem gesetzlich Versicherten. Das führt dazu, dass man als "Privater" bevorzugt einen Termin bekommt und einige wenige Ärzte auch nur noch privat Versicherte behandeln. Musst du wissen, ob dir das die enormen Mehrkosten wert sind ....

Antwort
von Siegfried345, 3

Hi Thorsten,

Ja du kannst als Beamtenanwärter Mitglied in einer PKV werden. Dort hast du Anspruch auf Beihilfe und bei der gesetzlichen KV musst du den vollen Beitrag zahlen. Hier diesen Text finde ich gut und es gibt Hinweise für die Private Krankenkasse Beamte und einen Ausblick auf 2014.

http://www.quicksmartweb.com/geld-finanzen/versicherung/mehr-leistungen-in-der-p...

BG

Antwort
von mirkoe, 3

Informationen und auch einen Preisvergleich findest du hier http://www.versicherungs-world.de/private-krankenversicherung.php

Antwort
von anonymous, 3

Ich sehe das ganze etwas anders. Denn die Kosten für den Anwärter oder den Beamten selbst sind deutlich geringer als bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Die Leistungen sind deutlich besser, es werden mehr Behandlungen übernommen. Selbst bei Zahnersatz werden deutlich mehr Prozente übernommen als bei einer GKV. Sicherlich existieren einige Anbieter, welche die Kosten zu hoch ansetzten. Daher müssen Interessenten die Angebote der Versicherer vergleich. Dabei sollte auch die Beitragsstabilität eine große Rolle spielen. Mehr Informationen zum Thema gibt es auch auf http://www.pkv-beamte-test.de/ .

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