Frage von Natalina, 58

Ist eine Info an Kasse erforderlich, wenn Patient weitere Chemo ablehnt?

Die behandelnden Ärzte der Klinik wurden vom Patienten informiert, dass dieser eine weitere Chemo- oder Strahlentherapie des Tumors ablehnt. Sollte der Hausarzt hierüber die Krankenkasse informieren, falls eventuelle Konsequenzen zu erwarten sind ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Winherby, 21

Hallo Natalina,

die einzige zu erwartende Konsequenz ist, dass der Patient früher stirbt, als mit der Therapie. Der KK ist das mit Sicherheit recht egal, streng genommen sogar sehr recht, -was natürlich so niemals jemand zugeben wird-, weil solche Therapien extrem  teuer sind.

Auch ohne den Fall zu kennen vermute ich, dass der Patient einfach seinen Leidensweg verkürzen will, wenn sowieso der Tod die einzige Prognose ist. Vermutlich lehnt er in seiner Patientenverfügung auch den "lebenserhaltenden" Einsatz von allerlei Maschinen ab.

Der Hausarzt ist sowieso außen vor, denn der Patient kann sein Leben selbst bestimmen. LG


Kommentar von Hooks ,

Auch ohne den Fall zu kennen vermute ich, dass der Patient einfach seinen Leidensweg verkürzen will,

Vielleicht will er auch einfach seine Lebensqualität verbessern. Hast Du mal diese Chemomedikamente bekommen? Sie sind scheußlich.

Eine Krankenschwester, die in der Onkologie gearbeitet hat, sagte mir, daß beide Sorten Menschen sterben und überleben (Chemonehmer und Chemoablehner), daß erstere aber eine wesentlich bessere Lebensqualität hätten. Das hat mir sehr zu denken gegeben.

MIr hat das MTX in Rheumadosierung schon gereicht...

Kommentar von Hooks ,

Sorry, natürlich hatten die Leute OHNE Chemo eine bessere Lebensqualität.

Kommentar von Winherby ,

Ja, auch das meinte ich, denn das Leid, das die Chemo auslöst erspart der Pat. sich durch weglassen der Chemo.

Antwort
von GeraldF, 43

Dass der Patient die Therapie in der Klinik nicht wahrnimmt, erfährt die Kasse ohnehin über fehlende Codierung dieser Prozedur durch das Krankenhaus, aber auch das hat für den Patienten natürlich keine Konsequenz.

Antwort
von RHWWW, 19

Hallo,

m.E. gibt es hier keine Grundlage für eine Info des Hausarztrews an dier Krankenkasse. Der Arzt sollte ggf.:

- einschätzen, ob der Patient die Tragweite seiner Entscheidung überblicken kann (ggf. Ernennung eines Betreuers durch das Amtsgericht bzw. Vorsorgevollmacht für Angehörige)

- sich die Entscheidung des Patienten schriftlich geben lassen

Gruß

RHW

Antwort
von elliellen, 42

Hallo!

Die Ablehnung war vom Patienten sicherlich gut durchdacht und sicher eine kluge Entscheidung. Er selbst kann ja entscheiden, in welche Hände er sich begibt und welche Therapien er machen möchte.

Es ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint oder wie es von schulmedizinischer Seite dem Patienten gern angepriesen wird.

Wenn man sich bestimmten Behandlungen nicht unterzieht, werden diese nicht von den Kassen abgerechnet.

Es gibt heute so viele gute ganzheitliche Krebsbehandlungen, die nicht so extrem schädigend sind wie diese.

http://www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de/2013/11/01/chemotherapie-das-fals...


Kommentar von GeraldF ,

Sie wissen absolut gar nichts von dem in der Frage geschilderten Fall und kennen auch den Patienten nicht. Trotzdem nutzen Sie Ihre Antwortmöglichkeit - fernab der eigentlichen Frage - als Plattform für eine unqualifizierte pauschale Bewertung von Chemo- und Strahlentherapie. Leider typisch.

Kommentar von Nelly1433 ,

@elliellen: Lesen Sie mal das Buch von Martin Bleif 'Krebs'. Ein Arzt, dessen Frau an Krebs gestorben ist. 'Es gibt keine Alternative zu Chemo etc. Die Alternativmedizin kann nur das subjektive Wohlbefinden steigern'.

Zum Link, den Sie genannt haben: Was ist aus den Leuten geworden, die sich mit Natron und Ahornsirup behandelt haben? 

Wenn jemand eine Chemo- oder Strahlentherapie ablehnt oder abbricht, ist dies eine höchstindividuelle Entscheidung. D.h. aber nicht, dass die ausschließliche Anwendung von Alternativmedizin heilt. Siehe auch Krebszentrum Bracht.

Kommentar von elliellen ,

Nelly1433: Gerne wird seitens der Schulmedizin das genauso dargestellt, dass diiese beiden sehr belastenden konventionellen Methoden Krebs heilen können. Das liegt daran, dass in der Schulmedizin nicht viele weitere Möglichkeiten zur Verfügung stehen.Der Patient gilt dann als austherapiert.

Anders sieht es in der alternativen Krebstherapie aus.(siehe Hyperthermie Zentrum Hannover, Schloss Hamborn oder viele andere). Es stehen effektive ganzheitliche Therapien zur Verfügung, die das Immunsystem aufbauen und so gezielt gegen die Krebszellen vorgehen.Laetrilebehandlungen, Ernährungsumstellung(Rohkost), Hyperthermie- oder Thymusanwendungen u.s.w.

Liebe Nelly,wie sieht es mit den Patienten aus nach den Anwendungen....? Ich kann aus meinen Erfahrungen gerne berichten, da ich sehr viele Patienten kenne,die Krebs haben/hatten. Von denen,die sich Chemotherapien unterzogen,leben nur noch wenige. Die,die sich alternativ behandeln ließen,leben alle noch.Übrigens findest du dazu auch viele Berichte im Internet.

Es gibt auch viele gute Bücher,z.B. Leben ohne Krebs von A.J.Lodewijkx, dort kommen viele Professoren der Onkologie zu Wort.

Welchen Weg ein Krebspatient geht,ist seine Sache.Wichtig ist nur,dass er gut und von beiden Seiten informiert wurde.

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