Frage von FrauWinter, 1.311

Immer wieder die falschen Wörter verwenden - Zeichen für Alzheimer?

Ich mache mir gerade Sorgen um meine beste Freundin. Sie ist Mitte Vierzig, auch im allgemeinen ziemlich fit - aber in letzter Zeit verwendet sie immer wieder die falschen Wörter.

Sie will mir z.B. erzählen, dass sie gestern Tomatensalat gemacht hat. Dann redet sie und sagt statt "Tomate" plötzlich "Zwiebel". Oder "Brot". Also etwas, was schon grundsätzlich in die jeweilige Kategorie passt, aber trotzdem offensichtlich falsch ist. Wenn ich sie dann verbessere, dann lacht sie und tut es ab und sagt, sie hätte schon das richtige vor dem inneren Auge gehabt.

Kann das evt. ein erstes Anzeichen für Alzheimer sein? Oder ist sie dafür noch zu jung? Man muss dazu wissen, dass sie recht spät (vor zweieinhalb Jahren) ihr Kind bekommen hat und deswegen jetzt natürlich ziemlich gestresst ist (ist nebenbei noch berufstätig, halbtags, hat also viel um die Ohren). Können diese sprachlichen "Aussetzer" evt. auch stressbedingt sein? Ich hoffe es ja ...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mahut, 1.311

Du schreibst, das deine Freundin erst vor kurzem ein Kind bekommen hat, ein 2,5 jähriges Kind ist schon anstrengend, dazu noch Arbeit und Haushalt, das erzeugt Stress und darum können auch die Wortfindungsstörungen auftreten. bei mir war es auch so, aber seitdem ich in Rente bin und der Stress vorbei ist, ist es besser geworden.

Kommentar von Mahut ,

Ich danke dir für den Stern und hoffe ich konnte dir damit helfen.

Antwort
von dinska, 1.110

Deine Freundin sollte sich mal mehr für Entspannungsmethoden interessieren. Wenn man sich gut entspannen kann, dann kann man auch Anspannungsphasen besser bewältigen. An Alzheimer würde ich nicht gleich denken, aber ich würde sie doch ernsthaft mal daraufhin ansprechen und sie fragen, was sie zur Zeit so belastet. Dann könnt ihr euch zu zweit überlegen, was man da gegensteuern kann. Ich habe in den Vierzigern begonnen die Tibeter regelmäßig zu machen und mein Immunsystem zu stärken.

Antwort
von Walzer123, 968

Auf Alzheimer hätte ich jetzt auch nicht getippt. Ehrlichgesagt ist da glaube ich sehr normal. Meine Frau und ich haben das auch manchmal und auch unseren Kindern passiert es öfter, dass man mal ein Wort sagt, welches nicht passt. Das passiert oft, wenn man mit den Gedanken nicht ganz bei der Sache ist oder schon wieder weiterdenkt. Solange sie alle Wört gut aussprechen kann und keine kompletten Aussetzer hat, würde ich das auch eher auf den Stress schieben.

Antwort
von cyracus, 691

Dieses "ähm - ähm - liegt mir auf der Zunge - kommt nur nicht raus - weiß genau, was ich meine ..." kenne ich auch. Auch ist es eine Kleinigkeit für mich, statt Schmetterlinge Metterschlinge zu sagen ... und finde es inzwischen lustig - weiß ich doch inzwischen die Ursache.

Die Ursache meiner Wortfindungsstörungen habe ich erkennen können beim Lesen des Buches von Johanna Barbara Sattler

Der umgeschulte Linkshänder: Oder Der Knoten im Gehirn

Klickst du bei Amazon an, kannst Du dort neben den gelben Sternen die Kundenrezensionen anklicken.

Viel mehr Menschen sind in ihrer Händigkeit "umerzogen", als sie selbst es ahnen. Die meisten sind Linkshänder, die mehr die rechte Hand, gelegentlich auch mal Rechtshänder, die bevorzugt die linke Hand benutzen (wenn z.B. das Kind sich an einen geliebten Verwandten, der Linkshänder ist, unbewusst orientiert).

Wir haben also eine "Boss-Hand" und eine "Assistent-Hand". Wird vorrangig die Assistent-Hand und als Assistent die Boss-Hand benutzt, läuft einiges quer im Gehirn und es werden "Hilfsbrücken" gebildet. Für diese Menschen ist das gesamte Leben sehr viel anstrengender, und wenn zusätzlich Belastungen hinzukommen, dann kann sich das so auswirken.

Hier habe ich zu dem Thema an gesundheini geschrieben:

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/legasthenie---kann-das-in-der-pubertaet-au...

Möglicherweise ist Deine Freundin so eine in ihrer Händigkeit "Umerzogene" (vermutlich, ohne es zu wissen, und möglicherweise weist sie das auch erstmal weit von sich). Wenn das zutrifft, und der Stress mit dem Kind kommt hinzu, dann kann es durchaus zu vermehrten Wortfindungsstörungen kommen.

Dieses Buch von Sattler kann ich jedem wärmstens empfehlen, der beruflich mit Menschen zu tun hat oder solch eine Frage klären möchte, wie Du es jetzt tust. (Selbstverständlich kannst Du das Buch in jedem Buchladen vor Ort kaufen und so die kleinen Buchläden unterstützen.)

Antwort
von walesca, 743

Hallo FrauWinter!

Ich möchte hier mal einen ganz anderen Aspekt ins Spiel bringen. Ich selbst bin gerade dabei, abzuklären, ob ich eine Haschimoto-Thyreoditis (Schilddrüsen-Unterfunktion) habe. Dabei habe ich gelesen, dass auch Wortfindungsstörungen zu den möglichen Symptomen zählen!! Wenn ich z.B. etwas erzählen möchte, fallen mir schon mal die simpelsten Wörter einfach nicht ein (z.B. Kreisverkehr, Anhängerkupplung, Handmixer etc.!) Dann muss ich zu Umschreibungen greifen, was aber dann doch auffällt und mir sehr unangenehm ist. Vielleicht ist dies ja auch eine Spur, der Deine Freundin mal nachgehen sollte.

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von Hooks ,

Naja, die simpelsten Wörter sind das auch nicht gerade ;-)

Kommentar von walesca ,

Es geht hier ja nicht um die Wörter an sich, sondern darum, dass sie mir nicht bei Bedarf einfallen - was ja eigentlich normal wäre!!! LG

Antwort
von Hooks, 570

Ich habe auch oft Wortfindungsstörungen, allerdings umschreibe ich dann (statt Kartoffel: also runde gelbe dinger).

Bei mir hilft Folsäure, die habe ich eindeutig zu wenig und führe sie als Tablette von stada zu, weil man die teilen kann, ich nehme also die 5mg und mache 4 Portionen daraus, das geht.

Weiter ist es wichtig, viel Wasser zu trinken (ohne Kohlensäure) und auch auf genügend Magnesium und B-Vitamine zu achten. Wenn ich es durch die Nahrung nicht bekommen kann, führe ich zu http://www.medizinfuchs.de/preisvergleich/vitamin-b-komplex-ratiopharm-kapseln-6...

Nebenbei: Muß man bei einem Kind in dem Alter unbedingt arbeiten gehen? Kannst ja mal vorsichtig anklopfen und sie auf die Idee bringen, zuhause zu bleiben und sich um ihr Kind zu kümmern - dann kann sie viel mit ihm sprechen und merkt dann vielleicht, daß es doch angebracht wäre, die richtigen Wörter zu nehmn...

Kommentar von dinska ,

Liebe Hooks, du musst toleranter werden. Es können und wollen nicht alle so leben wie du. Und du siehst ja, dass du trotzdem du zu Hause bist, auch so deine Probleme hast, wie jeder andere, der einem Beruf nachgeht auch haben kann.

Kommentar von Hooks ,

Natürlich, ich habe nur eine Möglichkeit aufgezeigt, wie man Stress reduzieren kann. Es gibt nämlich Menschen, die kommen gar nicht auf die Idee, zuhause zu bleiben, wenn sie ein kleines Kind haben, weil sie anders gelehrt worden sind.

Und ich möchte die Zeit der kleine Kinder nicht missen! Es ist doch so schön, wie sie laufend dazulernen - und die herlichen Sprüche, die sie abgeben .. die entschädigen doch für manches!

Kommentar von dinska ,

Wer zu Hause bleiben möchte und kann kommt schon auf die Idee. Ich möchte die Zeit meiner Kinder auch nicht missen, in der sie klein waren. Ich habe mich trotz Arbeit immer intensiv mit ihnen befasst und genügend Zeit für sie eingeplant. Ich habe sie heute noch gern um mich drumrum und sie sind gern bei mir. Es ist nicht ganz so wichtig, wieviel Zeit man hat, sondern wie man seine Zeit mit den Kindern verbringt und für sie und ihre Probleme da ist, wenn man gebraucht wird. Es gibt auch Mütter, die den ganzen Tag zu Hause sind und lieber putzen, als sich mit dem Kind zu befassen. Ich meine nicht dich, sondern allgemein! Wir wollen uns nicht gegeneinander ausspielen, wir akzeptieren jeden seinen Lebensentwurf. Jeder nach seiner Art!

Kommentar von Hooks ,

Im großen und ganzen stimme ich Dir zu, aber ich habe tatsächlich eine Frau erlebt, die meinte, man müsse mit Erreichen des 3. Jahres des Kinder wieder arbeiten gehen. Da konnte ich ihr mal die gesetzliche Lage erklären. Vor allem kleine Kinder brauchen die feste Bezugsperson. Und wenn man ehrlich rechnet - oft bleibt vom zweiten Gehalt nach Abzug aller Kosten kaum noch etwas übrig.

Antwort
von anna61, 616

Was deine Freundin hat sind Wortfindungsstörungen. Dafür gibt es mehrere Ursachen neurologischer Natur. Wortfindungsstörungen können aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten sein. Nimmt sie solche Medikamente?

Sinnvoll ist auf jedenfall die Ursache abklären zu lassen, am besten von einem Neurologen.

LG Anna

Antwort
von waldmensch, 554

Hallo Frau Winter,

diese Problem kenne ich auch. Natürlich kann es Stress bedingt sein oder es könnte gegebenenfalls was anderes dahinter stecken. **Gleich auf Alzheimer zu tippen , ist aber kann`s schön gewagt und meines erachtens nach auch übertrieben.****** Als erstes würde ich mal Blutdruck überprüfen und einen Termin wegen Schädel MRT machen lassen. ( Das kann auch der Hausarzt veranlassen.) Sollten sich irgendwelche Veränderungen beim MRT zeigen würde ich mich beim Neurologen vorstellen. Ich bin auch Mitte 40 und habe Herde im Kopf mit den gleichen Symtomen, aber kein Arzt der Welt würde hier von Alzheimer sprechen. Wenn Ihre Freundin sehr nervös ist, kann man es auch mit Antidepresiva oder Kur versuchen. Auf jeden Fall würde ich mich so oder so einen Arzt anvertrauen.

Liebe Grüße und Gute Besserung

Waldmensch

Antwort
von selmatank, 516

Das kann schon ein Anzeichen sein, aber sicher ist das nicht. Mir fallen manchmal auf die schnelle auch nicht die richtigen Wörter ein. ich mach mir dann einen Spaß draus eifnach das falsche zu sagen und damit meinem Gegenüebr zu verwirren, damit wir beide dann lachen

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