Frage von turtlemania, 38

Immer mehr Beschwerden seit Anfang des Jahres

Hallo, Ihr Lieben!! Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll... Im Februar hatte ich eine Influenza und seitdem quäle ich mich von einem Infekt zum anderen...dann vor 3 Wochen eine schwere Nierenbeckenentzündung...es wurde eine Insulinresistenz und hoher Blutdruck durch Zufall diagnostiziert (nehme nun Metformin, Ramipril und Ramiplus und ein haufen andere Medis zwecks meiner Borderline-Störung). Ich habe nun seit 2 Wochen dauerhaft starke Schmerzen an der LWS und im linken Brustkorb. Die Schmerzen am Brustkorb hatte ich immer wieder mal, aber nun sind diese dauerhaft...kann das das Herz oder die Lunge sein?? Ich muss sagen, dass ich ein Alkoholproblem habe...ich trinke alle 2 Tage 1,5 Liter Wein und rauche dazu ca. 15 Zigaretten...ich habe seit Anfang des Jahres etwa 8 Kilo verloren. Heute Nacht habe ich wahnsinnig geschwitzt...ich musste 2x aufstehen, um den Schlafanzug zu wechseln und mich waschen...das kenne ich gar nicht von mir...ich hatte das Fenster offen, eine Sommerdecke und einen Sommerschlafanzug... Kann mir jemand sagen, was das sein kann??

Danke und alles Gute, turtle

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bobbys, 38

Hallo turtelmania,

ich finde es erst mal sehr mutig ,das du hier schreibst ,das du ein Alkoholproblem hast. dafür schon mal ein DH von mir. Und nun komme ich auch gleich auf den Punkt. Metformin ist kontraindiziert bei Alkoholerkrankungen und auch bei Menschen mit Nierenproblemen. Du solltest unverzüglich deine Medikamente und deine Erkrankungen mit deinem Arzt besprechen und auch dementsprechend angleichen lassen. Metformin kann bei Pat .mit Alkoholproblemen und Nierenprobleme zu einer Laktatazidose führen,diese ist zwar selten, aber tödlich. Gerade wenn man soviele Medis nimmt muss man auch schauen auf Wechselwirkungen und Gegenanzeigen. Wichtig die Blutdruckmedikament und auch bei Antibiotika.

PS:kein Wunder das es dir nicht besser geht du must es unbedingt abändern lassen bzw. immer erwähnen ,was du einnimmst und auch dein Alkoholproblem.

Alles Gute wünscht dir Bobbys :)

Kommentar von turtlemania ,

Hallo, Bobbys!! Erst mal ganz lieben Dank für Dein Verständnis wegen meinem Alkoholproblem!! Ich habe Angst, dass mir die Ärzte sagen, dass ich doch einfach damit aufhören soll...ist ja nicht ganz einfach und ich hatte auch schon Kontakt mit den anonymen Alkoholikern...brachte aber nichts...meine Neurologin ist gegen ein Absetzen der Medis gegen die BL-Störung... Mein HA weiss von meinem Alkoholproblem nicht...ich habe übernächste Woche bei einem Nephrologen/Diabetologen einen Termin und werde dort auch sehr offen sein, wie ich mir vorgenommen habe!! Das mit dem Metformin weiss ich, aber ich hatte bisher kein Problem damit...rede ich mir zumindest ein...das Problem ist auch mein selbstverletzendes Verhalten und dass ich deshalb meine Gesundheit aufs Spiel setze :-(( Danke nochmal und alles Liebe auch für Dich!!!

Kommentar von bobbys ,

Gern geschehen,wir haben doch alle unsere Wehwehchen unsere Pillen und Süchte Sehnsüchte :-)

Kopf hoch jeder Anfang ist schwer und du schaffst das mit der Offenheit bei deinem Arzt.:)LG

Kommentar von bobbys ,

Vielen Dank für den Stern!

Antwort
von gerdavh, 28

Hallo turtlemania, wir Dir schon geschrieben wurde, darfst Du diese Medikament nicht in Zusammenhang mit Alkohol zu Dir nehmen. Das steht auch bestimmt im Beipackzettel. Ich weiß, Du denkst jetzt, die hat gut reden. Ich selbst bin seit 25 Jahren trockener Alkoholiker und ich weiß ganz genau, wie schwer das ist, aufzuhören. Dass Du bei den Anonymen Alkoholikern keine Hilfe bekamst, wundert mich. Mir haben die Gespräche mit anderen Betroffenen immer sehr gut getan, allerdings muss man da auch evtl. über viele Jahre hinweg mindestens zweimal die Woche hin, sonst bringt das gar nichts. Vielleicht liegt das ja an den Leuten, die dort sitzen? Wenn Du die Möglichkeit hast, gehe doch mal zu einem Meeting in einer anderen Stadt. Ich denke mal, die Schweißausbrüche und vor allem Dein hoher Blutdruck kommen von Deinem Alkoholkonsum in Verbindung mit den Medikamenten, die Du einnehmen musst. Und die 15 Zigaretten täglich machen die Sache natürlich nicht besser. An Deiner Stelle würde ich aber erstmal mich um das Alkoholproblem kümmern. 1,5 l Wein sind definitiv zu viel, aber das weißt Du sicher selbst. Manche Menschen fühlen sich auch bei den Blaukreuzlern besser aufgehoben, kann ich nicht beurteilen. Die sind halt sehr religiös eingestellt, wird von der Evangelischen Kirche angeboten. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du es schaffst, mit dem Trinken aufzuhören und sei nicht entmutigt, wenn Du anfangs vielleicht mal einen Rückfall hast, das ist bei vielen so. Liebe Grüße Gerda

Antwort
von pferdezahn, 25

Wenn jemand alle zwei Tage 1,5 Liter Wein trinkt, so muss er noch lange kein Alkoholproblem haben. Gewiss sind grosse Mengen Alkohol fuer den Koerper nicht gut, aber es kommt auch auf die Konstitution darauf an. Ich habe in frueheren Zeiten einige Winser gekannt, welche zum Mittag- und Abendessen jeweils eine Flasche Wein tranken, damit keine Probleme hatten und auch keine Alkoholiker waren. In Bayern gibt es genuegend Frauen, die ebenfalss zum Essen jeweils ein Mass Bier trinken (mindestens 2 Liter am Tag), und fuer die das ganz selbstverstaendlich ist. Man muss zwischen Sucht und Trinken unterscheiden koennen.

Kommentar von pferdezahn ,

Pardon, da ist mir ein Tippfehler unterlaufen. Ich meine natuerlich Winzer (und nicht Winser).

Kommentar von Zweimal ,

Wenn jemand alle zwei Tage 1,5 Liter Wein trinkt

Dieser "Jemand" trinkt dann alle zwei Tage 2 (!) Flaschen Wein und wird auf Dauer mit Sicherheit in ein Problem haben.

Es ist, um es einmal freundlich auszudrücken, schon befremdlich, wenn auf einer Seite, die sich gesundheitsfrage.net nennt, Alkoholkonsum verharmlost wird und saufende Winzer und Bayern als Beispiel für dessen Unbedenklichkeit herhalten müssen.

Kommentar von pferdezahn ,

Wenn das so ist, dann duerften wir nur noch Alkoholiker haben. Prost!

Kommentar von Zweimal ,

Prost, pferdezahn!

Kommentar von gerdavh ,

Jeder Mensch, der regelmäßig größere Menge Alkohol trinkt, ist Alkoholiker! Dann ist man süchtig, das kann mir hier nicht verharmlosen.

Kommentar von pferdezahn ,

Es kommt auch auf das Koerpergewicht an. Was sind fuer einen 100 kg schweren Mann 2 Flaschen Wein am Tag, waehrend eine Zaunlatte oder ein Schaschlikstaebchen davon fast eine Alkoholvergiftung bekommt. Googl Mal, was ein Sumoringer am Tag an Reisbranntwein trinkt, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle Alkohliker sind. Gewiss, fuer einen Normalgewichtigen heisst es: "massvoll, nicht Mass voll."

Antwort
von anonymous, 19

Bei einer Insulinresistenz pfeift deine Bauchspeicheldrüse schon auf dem letzten Loch! Bedeutet für dich: sofort mit dem Alkohol aufhören, sonst endet das böse!!!

Dazu parallel muss die Ernährung optimiert werden: Kohlenhydrate und Fette unbedingt stark reduzieren!

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