Frage von Monsree, 1

Ich weine sozusagen für andere.. Was tun?

Hey, liebe Community,

Ich hab ein meiner Meinung nach komisches Problem. Es geht nicht darum, dass ich selbst traurig bzw. deprimiert bin, gleich zu Anfang. Eher ist es so, dass ich 'für' andere weine. Wenn jemand in meinem Umfeld ist, dem es gerade nicht so blendend geht, lande ich am Ende des Tages gerne mal in einer Ecke meines Zimmers und weine. Dabei denke ich nur an diejenige Person und ihr 'Problem'. Teilweise passiert mir das auch bei Charakteren aus Büchern, allerdings steigere ich mich nicht so sehr hinein wie bei 'echten' Menschen. Das ganze zieht mich insgesamt schon runter und macht mich teilweise fertig, aber ich kann es nicht stoppen.

Ich selbst tu das nicht, weil ich es möchte. Dieses Gefühl kommt einfach, und verschwindet auch wieder. Ich komme mir leicht hypersensibel vor, und wüsste nur zu gerne, was ich gegen diese Sache tun kann..

Hoffe mal auf hilfreiche Ratschläge, lasst was von euch hören!

  • LG, Monsree
Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von evistie, 1

Das Einfühlen in andere Menschen nennt man Empathie und das ist an sich eine gute Eigenschaft, wenn man sie hat. Steigert man sich jedoch zu sehr hinein, "leidet mit", dann ist die Grenze erreicht, wo diese Eigenschaft negative Auswirkungen bekommt. Denn Du sagst ja selbst, dass es Dich runterzieht und fertig macht. Auf Dauer wird es Dich krank machen.

Man kann lernen, sich abzugrenzen, ohne seine Empathie zu verlieren. Wenn Du das nicht aus eigener Kraft schaffst, kannst Du Dir therapeutisch helfen lassen.

Vielleicht bist Du ja "hochsensibel" ? Das würde einiges erklären. Hier kannst Du Dich testen:

http://www.zartbesaitet.net/survey/site.php?a=su_onepage&su_id=1

Kommentar von Monsree ,

Danke für den Tipp, ich seh es mir mal an.. Sieht so aus, als wäre da was dran :/

Antwort
von Kunterbunt27, 1

Stimme evistie zu. Ich bin selbst auch ein recht empathischer Mensch und das was du mit Büchern beschreibst kenne ich sehr gut. Ich könnte immer heulen, wenn ich schlimme Sachen höre, die Kindern oder auch Tieren passiert sind oder wenn z.B. Eltern ihr Kind verlieren. Aber du musst dir ein Mantra zulegen: "Ich bin nur für mich verantwortlich udn nicht für andere." - wurde mir jedenfalls geraten und irgendwann kommt man da ein bisschen runter.

Kommentar von Monsree ,

Ich werds mal damit versuchen, vielen Dank!

Antwort
von rambas,

Du bist eben sehr empfindsam. Sei doch froh. Vielen Menschen fehlt diese Eigenschaft oder sie haben sie "verbuddelt". Natürlich musst du versuchen Grenzen zu ziehen. Sonst zieht es dich in den Sumpf, wenn du immer nur an andere denkst, andere bemitleidest und um andere weinst. Aber im Großen und Ganzen ist es eine lobenswerte Tugend wenn man nicht nur an sich denkt sondern mit Herz und Verstand seinen Mitmenschen zugewandt ist.

Antwort
von gerdavh,

Hallo, Mitgefühl zeichnet den Menschen als Menschen aus. Aber was Du hier beschreibst, ist selbstzerstörerisch. Ich war mal in einer ähnlichen Lage: Wenn ich einen überfahrenen Igel gesehen habe oder ein trauriges Buch gelesen habe, war der Tag für mich gelaufen. Ganz schlimm waren für mich Berichte über misshandelte Kinder. Als eine meiner Katzen gestorben war, konnte ich tagelang nicht mehr aufhören zu weinen. Mir hat es geholfen, mich meiner Homöopathin anzuvertrauen. Die Homöopathie kennt dieses Krankheitsbild der Seele, dass man zu sehr mit anderen mitleidet. Suche Dir eine klassisch arbeitende Homöopathin, ich bin mir sicher, dass sie Dir helfen kann. Alles Gute. lg Gerda

Kommentar von Monsree ,

Auf jeden Fall danke für den Tipp! Es ist allerdings nicht so, das ich extrem emotional auf die Dinge reagiere, wie beispielsweise Tote Tiere, zu denen ich keinen Bezug hatte, oder negative Zeitungsartikel.. Viel mehr geht es mir so, wenn die Menschen in meinem Umfeld unglücklich sind und/oder Probleme haben. Anscheinend geht es mir auch so, selbst wenn mir niemand sowas mitteilt, sprich, sie über ihre "Probleme" kein Wort verlieren und es für sich behalten. Das Problem dabei für mich ist, dass es mch extrem verwirrt. Es ist schwer zu erklären, ich möchte dich auch nicht unbedingt verwirren..

Kommentar von gerdavh ,

Das mit den Tieren war auch nur ein Beispiel. Du scheinst ja eher stark emotional zu reagieren, wenn anderen Menschen etwas Schlimmes widerfährt. Auf Dauer wirst Du unter Deinem starken Mitgefühl für Andere sehr leiden, ich würde an Deiner Stelle überlegen, ob eine homöopathische Behandlung für Dich nicht das Richtige wäre. Alternativ bleibt Dir nur der Gang zu einem Psychotherapeuten. lg Gerda

Antwort
von brido,

Wenn es verstärkt vor der Regel auftritt kann ein Vit B6 Mangel Schuld sein.

Antwort
von Pikerle23,

Hallo Monsree,

auch wenn du es nicht möchtest, so hast du innerlich gesehen doch ein Verlangen dich "deprimiert" zu vielen, dass du mit deiner Empathie für andere rechtfertigen kannst.

Es ist an der Zeit in dich hinein zu horchen und nach den Ursachen für diese Betrübtheit zu schauen. Setzt dich einfach mal ein paar Minuten hin und horche in dich hinein...Kann echon sehr helfen.

Liebe Grüße

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten