Frage von Meami, 81

Ich mache mir ständig Sorgen und grübel dauernd, wie stoppe ich das?

Hallo, Mahlzeit zusammen, ich mache mir permanent den ganzen Tag Gedanken um Situationen die eintreten könnten und die mir dann sehr peinlich wären. Es gibt dafür null Anlass, dass es eintreten könnte. Die Wahrscheinlichkeit für so eine peinliche Situation ist extrem gering. Aber trotzdem male ich mir ganz viele Horroszenen aus, wie das sein könnte. Wie kann ich denn solche Gedanken und Sorgen Grübeleien stoppen?

Vielleicht hilft es ja ein paar Beispiele zu nennen. Alles ist peinlich unangenehm und ich nicht weiß was ich dann machen soll. 1. Angst das bzw. Sorge mache ich mir, dass meine Tochter im Supermarkt ein pullern könnte. Sie pullert nie ein, trotzdem diese Gedanken und wilde Szenen. Sie ist 3 J u 2 M als. 2. Angst das ich plötzlich Durchfall bekomme und keine Toilette in der Nähe habe. Oder diese nicht rechtzeitig erreiche. Das ist momentan der schlimmste Gedanke. Ich hab selten Durchfall.

Warum habe ich diese Gedanken? Ich leide an so etwas schon seit min 10 Jahren, allerdings habe ich damals keinen Fuß mehr vor die Türe gesetzt und alles gemieden. Das tue ich jetzt natürlich NICHT mehr, aber diese Gedanken sind trotzdem da. Zum Beispiel schaffe ich meine Tochter seit 2 Jahren alleine in die Kita u hole sie alleine wieder ab. Im Grunde meist ohne Angst, aber trotzdem habe ich die Gedanken. Wenn ich in der Kita bin, dann denke ich so im Kopf, "Was mache ich jetzt wenn ich jetzt Durchfall bekomme" Total blöd..

Ich hab keine Idee wie ich diese Gedanken abstellen kann? Ich möchte es schaffen. Es stresst so sehr. Es sind immer so peinliche gesundheitlichen Dinge. Bin kerngesund, außer eben dieses Angstproblem.

Vielen Dank.

Antwort
von Lexi77, 50

Hallo!

Ich glaube, dass du da ohne therapeutische Hilfe alleine nicht herauskommst. Solltest du noch nicht oder nicht mehr in Behandlung sein, würde ich dir empfehlen, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, damit er dir bei der Bekämpfung deiner Ängste helfen kann.

Einen ersten, wichtigen Schritt hast du schon getan: du erkennst dein Problem und beginnst, nach Hilfe zu suchen. Jetzt mache auch noch den nächsten Schritt und vereinbare einen Termin bei einem Therapeuten. Falls du keinen kennst, kannst du auch mal deinen Hausarzt fragen, ob er dir einen empfehlen kann. Er wird dir da sicher helfen und dich unterstützen.

Du schaffst das! Alles Gute!

Antwort
von Buddhishi, 18

Hallo Meami,

Gedanken führen manchmal ihr Eigenleben und 'trampeln wie eine Affenherde durch unseren Kopf'. Hier helfen Achtsamkeitsübungen (z. B. Meditation) und ein wenig Disziplin mit einer einfachen 'Stopp-Regel'.

Das heißt praktisch für Dich: Sobald die Gedanken ohne die Zustimmung ihrer Herrin - also Dir - in eine Richtung losrennen, sagst Du innerlich ganz fest "Stopp" und wendest Deine Gedanken sofort bewußt in eine andere Richtung, jedenfalls auf etwas Angenehmes.

Wenn Du das einige Male wiederholst, funktioniert es quasi wie auf Knopfdruck. Man kann es auch noch mittels NLP verstärken, aber dazu müsstest Du einen entsprechenden NLP-Trainer aufsuchen.

Viel Erfolg als künftige 'Herrin Deiner Gedanken'

wünscht Dir Buddhishi

Antwort
von evistie, 37

Was Du offenbar hast, sind sog. "Zwangsgedanken", die Dich belasten und Dir das Leben erschweren. Schau mal bitte hier:

https://www.palverlag.de/Zwaenge.html

Wie schon @Lexi77 sagte, kannst Dich ohne ärztliche Hilfe wahrscheinlich nicht davon befreien. Denn - die eigene Einsicht in das Irrationale bringt Dich offensichtlich nicht weiter.

Dir und auch Deinen Kindern zuliebe, die eine unbeschwerte und fröhliche Mutter brauchen, solltest Du daher so bald wie möglich eine Verhaltenstherapie machen, um Dich von diesen Zwangsgedanken zu befreien.

Kommentar von Meami ,

Hallo,

da wurde etwas völlig missverstanden. Ich habe ja nicht geschrieben das ich unfröhlich bin. Im Gegenteil. Zusammen mit meinem Kind bedeutet das größte Glück überhaupt und bin immer fröhlich und glücklich mit der Kleinen. Da habe ich kaum irgendwelche Gedanken. Meiner Tochter fehlt es an nix und trotz das ich mir Sorgen mache, lasse ich sie alles probieren, es sei denn es stellt eine ernste Gefahr dar. Ich hab das komplett im Griff, das ich meine Sorge NICHT auf die Kleine übertrage. Ich bin jeden Tag gut gelaunt und fröhlich. Das eine hat mit dem anderen ja nichts zu tun. Aus der damaligen Angsterskrankung, die wirklich extrem war, habe ich mich selbst befreit und Therapien nix gebracht.

Ich suche etwas, wie man so Gedanke lösen kann. Ich empfinde nicht das ich eine Therapie brauche. Da ich ja alle wichtigen alltäglichen Dinge problemlos bewältige. Nur das ich eben mal mehr und mal weniger schräge Gedanken habe, die mir dann Angst machen.

Wenn man selber Liebeskummer hat, muss man auch nicht gleich eine Therapie machen.

Danke trotzdem.

Kommentar von evistie ,

Nun, wenn Du Dich bereits einmal erfolgreich selbst von Deinen Ängsten befreit hast, von Therapien nichts hältst, dann weiß ich nicht so recht, wie die Community hier Dir helfen kann/soll.

Ich weiß ja nicht, wie Du Dich damals therapiert hast, aber... mach es doch diesmal genau so! Die Einsicht, dass es sich um nutzlose und unnötige Grübeleien handelt, hast Du doch bereits.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

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