Frage von ellostyles, 3

ich kann nicht mehr... bitte hilfe

ich hab ständig diese ups and downs... mal gehts mir mega gut und ich fühle mich happy und dann aufeinmal fühle ich mich schrecklich und sehe keinen sinn mehr in meinem leben.. und das ändert sich meist voll schnell.. das geht schon monate lang so.. wir hatten schicksalsschläge in der familie vor zwei jahren.. seitdem bin ich oft deprimiert.. ich hatte mal für 'ne kurze zeit schlafstörungen, konnte nachts nicht mehr schlafen, kann mich nicht mehr konzentrieren weshalb ich die klasse in der schule wiederholen muss.. hatte für 'ne kurze zeit auch mal gedanken an den tod.. kann mir jemand helfen??? bitte :(

Support

Liebe/r ellostyles,

wir können verstehen, dass Du Dich in einer schwierigen Situation befindest und da ist es wichtig, dass Du über Deine Gefühle sprichst. Bitte stelle aber nicht immer wieder die gleiche Frage auf gesundheitsfrage.net. Außerdem bitte ich dich eine professionelle Beratungsstelle aufzusuchen. Schau doch bitte mal auf dieser Seite vorbei http://www.telefonseelsorge.de/ Dort gibt es die kostenlose Telefonnummer der Seelsorge (Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr. 0800/1110111 & 0800/1110222) und auch einen anonymen Chat.

Herzliche Grüsse

Emily vom gesundheitsfrage.net-Support

Antwort
von Rubinie, 3

Wenn du dich schon so sehr quälst, dass du an den Tod denkst, solltest du dich unbedingt vom Hausarzt krank schreiben lassen und dir für die weitere Behandlung eine Psychotherapie verschreiben lassen. Das ist der einzige Weg, der aus diesem Dilemma heraus hilft. Scheue dich nicht, deinen Hausarzt auf deinen Seelenzustand hinzuweisen und um eine Therapie zu bitten. Diese wird dann aber von einem geschulten Psychologen durchgeführt. Alles Gute und gute Besserung.

Antwort
von bethmannchen, 3

dies ist nun deine vierte Frage, die etwa gleich lautet.

Vor lauter negativen Gefühlen und Ängsten vor jedem Handeln möchtest du am liebsten gar nichts mehr fühlen und gar nicht handeln. Gut ist aber, dass du noch weisst, dass es noch andere Gefühle gibt.

Es ist jetzt wohl so, als würdest du da unter einer gläsernen Käseglocke leben. So bist du ja nach außen gut geschützt. Niemand kommt nahe genug an dich heran oder kann dich sehen. Du hast dich damit gründlich gegen andere Menschen isoliert, damit dich auch wirklich niemand kritisieren kann. Damit lässt du aber auch nicht zu, dass jemand dir Gefühle entgegenbringt, dich unterstützt usw.

Weil du ganz allein mit diesen Problemen, Ängsten und Nöten da drunter sitzt, fühlst du auch nichts anderes. Du weisst sicher auch, dass andere Menschen fröhlich sind, keine Sorgen haben, Freunde haben, es ihnen einfach besser geht als dir. Das möchtest du auch, kannst es aber nicht, weil das dicke Glas dazwischen ist.

Auch deine Interessen sind unter der Glaskuppel. Für das, was außerhalb deiner vier Wände ist interessierst du dich nicht, weil du in eingebildeten Problemen feststeckst. Deshalb ist dir das Jetzt so unwichtig.

Auf der anderen Seite der Glaswand sind sicher viele Menschen, die dir helfen wollen, es gut mit dir meinen. Alle klopfen ans Glas, aber du verstehst das Klopfen kaum. Angebotene Freundschaft, Zuwendung, Hilfe, all dies dringt nicht zu dir durch. Deshalb scheinen auch alle an dir vorbei zu leben. Manche sind es sogar schon leid, immer wieder anzuklopfen.

Niemand kann diese Käseglocke sehen. Deshalb wird die auch niemand anheben und dich darunter herauslassen. Da musst du von selbst raus krabbeln. Nun überlege ich, wie su das am besten machst, denn raus willst du ja.

Dein ganzes Denken dreht sich zur Zeit wohl nur noch um den Verlust und Versagen. Genau das aber bekommt dir nicht. Mach lieber einen Jogginglauf durch einen Wald, geh an die Luft. Sehen Sie sich mal genau um, die Welt ist doch größer als deine vier Wände.

Du solltest wirklich üben gaaaaar niiiichts zu denken. Also nicht irgendwo sitzen, stehen, liegen und sinnieren, damit läufst du doch nur im Kreis. Das hast du sicher auch schon gemerkt, willst es auch gar nicht und trotzdem machst du es. Sag doch STOPP, und lauf mal im Sechseck, also mach etwas ganz anderes.

Mein Tipp: Such dir ein ganz neues Hobby. Was du machst, spielt keine große Rolle. Mach etwas, das für dich eine neue Herausforderung ist, die dich nicht überfordert. Nachbars Hund ausführen kann genau so gut sein wie Stricken, Heimwerken, Basteln, ein Buch schreiben oder sonst etwas. Es sollte etwas sein, das dir liegt. Und darauf konzentrieren du dich.

Und dann musst du Abstand bekommen, raus aus dem bisherigen. Geh in einen Sportverein, mach einen Kurs in irgend etwas, such dir einen Job für ein paar Stunden oder kümmere dich um deine alten Freunde.

Diese Überlegung hilft weiter und hinaus:

Man hat es immer so, wie man es haben will. Will man es anders haben, dann muss man etwas ändern.

Also einmal nachdenken:

  • was muss ich tatsächlich ändern
  • wie will ich es tatsächlich ändern
  • was könnte ich noch ändern
  • was kann ich nicht ändern
  • was kann so bleiben

Dann kann man daran gehen und Schritt für Schritt seine Situation ändern. Vielleicht musst du erst üben, aber das ist der Weg hinaus.

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