Frage von AmyMandy, 116

Ich habse seit Tagen heftige Kopfmuskel-zuckungen, ist das gefährlich?

Antwort
von bethmannchen, 90

war ich schon, er meinte ich soll einfach paracetamol nehmen und hat das nicht verstanden, er dachte es wäre sowas wie kopfverspannungen

Wenn dich der Arzt, was hier ganz ofensichtlich ist, nicht verstanden hat, dann hast du das Problem nicht richtig und treffend genug beschrieben. 

Oft hört man, die Ärzte nähmen sich nie genug Zeit für die Patienten. Das Gesundheitssystem sei nur für die Ärzte da. Heutzutage wird man da nur durchs System geschleust und steht am Ende mit irgendwelchen Pillen da.

Beim Arzt in der Praxis oder in einer Fachklinik erwartet jeder eine gründliche Untersuchung, umfasende Auskünfte, eine passende Diagnose die verstehbar erklärt wird. Jeder wünscht sich eine Behandlung, die die vorliegenden Beschwerden rundum bessert und dazu eine Beratung für seine Situation. 

Oft ist es aber so, dass man beim hinausgehen schon merkt, dass man etwas wichtiges vergessen hat zu fragen, etwas gar nicht verstanden hat. Schlimmstenfalls hat man das Gefühl nicht ernst genommen und am Ende mit irgendwelchen Pillen und lapidaren Ratschlägen abgespeist worden zu sein. 

Man muss sich einmal vor Augen halten, dass eine Praxis oder Klinik ein Betrieb ist, bei dem es um Effizienz geht. Sie sind nicht der einzige Patient, der nächste möchte auch noch heute drankommen. Jeder Patient ist individuell, kommt aber jetzt vielleicht als ganz unbekannter Mensch zur Tür herein. Nun soll ein Arzt sich ein ganzes Patientenleben anhören. 

Kaum ein Arzt ist erfreut, wenn ein Patient mit einer "selbstgebastelten Diagnose", also einer mutmaßlichen Erkrankung kommt, von der er einmal irgendwo gehört hat, auf die zwei seiner Symptome vage passen könnten. Es ist auch für jeden anstrengend, in einem Gespräch einer großen Anzahl von ungeordneten und nicht zusammenhängenden Symptomen zu lauschen, und diese auch noch nur vage geschildert zu bekommen. 

Der Arzt soll ja alles im Kopf mal auf die Schnelle einordnen, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Gerade denkt er, der Patient ist fertig, dann kommt: "Ach ja, da fällt mir ein, vor zwanzig Jahren...". Das kann niemand leisten. Sie als Patient müssen da schon selbst etwas Vorarbeit leisten. Machen Sie es dem Arzt nicht all zu schwer, er soll ja herausfinden, was mit Ihnen los ist. 

Bereiten Sie sich doch selbst auf ein kommendes Arztgespäch oder einen Untersuchungstermin in einer Klinik vor. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie die Eckdaten Ihrer Krankengeschichte auf. Fangen Sie nicht bei Adam und Eva an, aber lassen Sie nichts aus, das wichtig werden könnte. Überlegen Sie schon, wie Sie Ihre ganzen Symptome treffend schildern können, wann und wie es anfing, den ungefähren Verlauf welche Mittel Sie bekamen, ob und wie die geholfen haben, oder nicht. Vergessen Sie auch ihre derzeitige persönliche Situation nicht, ob sie gerade viel Stress haben, wenig Schlaf bekommen etc.

Mit dem Arzt oder Klinikpersonal sprechen Sie dann über nichts anderes, als die Dinge, die auf Ihrer vollständigen Liste sind. Das machen Sie ohne Jammern und Stöhnen, und ohne irgendwelche Vermutungen und Spekulationen über mögliche Ursachen. Sie wollen ja ein sachliches Gespräch. 

Wer so vorbereitet zu einer Untersuchung kommt, ist der ideale Patient. Geben Sie nur nüchterne Daten und Fakten an und lassen Sie Emotionen aus dem Spiel. Lamentieren Sie nicht über frühere Fehler anderer Ärzte, fehlerhafte frühere Diagnosen oder falsche Behandlungen.Dort wo Sie jetzt hingehen, kann niemand etwas dafür, wenn Sie vorher woanders nicht richtig behandelt oder beraten worden sind.

So, und beim nächsten Arzttermin machen Sie Attacke!

Antwort
von dinska, 105

Bei anhaltenden Beschwerden, ist es immer besser zum Arzt zu gehen. Das kann auch erstmal der Hausarzt sein.

Kommentar von AmyMandy ,

war ich schon, er meinte ich soll einfach paracetamol nehmen und hat das nicht verstanden, er dachte es wäre sowas wie kopfverspannungen

Kommentar von dinska ,

Wenn du schon beim Arzt warst, kannst du es auch mit alternativen Methoden versuchen. Versuche mal die Nasenatmung. Atme tief ein und verschließe dann das Nasenloch, atme auf den anderen aus und verschließe es wieder. Mach das eine Weile. Reibe deine Hände aneinander lege sie auf dein Gesicht und wische sie nach außen wie beim Gesichtwaschen. 10-20 Mal. Nimm deine Haare fest in deine Hände und bewege die Kopfhaut hin und her. Weiterhin können gymnastische Übungen wie Kopfstand und Kerze hilfreich sein. Wenn alles nichts helfen sollte, dann musst du den Arzt wechseln.

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