Frage von Sassi2212, 217

Ich habe jeden Monat eine Blasenentzündung. Was kann ich tun?

Hallo :) Ich bin 15 Jahre alt und leide seit September an einer wiederkehrenden Blasenentzündung. Jedes mal bekomme ich Antibiotikum verschrieben. Ich trinke relativ viel und achte sehr darauf dass die BE nicht wiederkehrt. Ich habe die Vermutung dass es vom Geschlechtsverkehr kommt. Wobei das auch nicht sein kann weil wir mit einem Kondom verhüten. Deshalb bitte ich hier um Hilfe und Frage euch: Habt ihr gute Tipps diese BE zu bekämpfen?:)

Grüße Sassi

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Serienchiller, 156

Was die Blasenentzündung angeht, macht das Kondom keinen großen Unterschied. Die Keime, die beim Geschlechtsverkehr in deine Harnröhre und damit letztendlich in die Blase geraten, kommen zum großen Teil nicht von deinem Geschlechtspartner sondern von dir selber. Sie werden durch die Bewegung nur verschleppt.

Eine erste Maßnahme die helfen kann, ist nach dem Sex direkt auf Toilette zu gehen. Dadurch werden die Keime aus der Harnröhre wieder ausgespült.

Außerdem hilft es, generell viel zu trinken. Ob Blasentee oder Cranberrysaft wirklich besser sind als reines Wasser, ist umstritten. Schaden wird es nicht, aber das entscheidende ist dass du viel trinkst.

Wenn du so häufig Blasenentzündungen hast, solltest du dich auch einmal bei einem Urologen vorstellen, der ist der richtige Facharzt dafür. Der kann z.B. mit Ultraschall deine Blase untersuchen. Manchmal gibt es Veränderungen an der Blase oder Restharnbildung, die zu häufigen Blasenentzündungen führen.

Kommentar von Sassi2212 ,

Cranberrysaft trinke ich schon etwas länger. Demnächst schau ich mal bei einem Urologen und einer Frauenärztin vorbei:)

Nach dem Sex auf Toilette zu gehen ist relativ schlau. Das werde ich auf jeden fall tun!

Antwort
von schnuckigirli, 163

Ich hatte als Judendliche das gleiche Problem, habe alles ausprobiert was ging. Letztendlich half eine Impfung gegen Blasenentzündung. Frag einfach mal beim Urologen nach.

Lg und viel Erfolg


Antwort
von coffeejunky99, 111

Ich hab da mal von einer prophylaktische Dauertherapie bei einer chronischen Blasenentzündung gehört. Frag beim Arzt mal darüber nach.

Antwort
von elliellen, 150

Hallo!

Wenn du so viele Antibiotika hintereinander bekommen hast, ist es nicht verwunderlich, dass du ständig wiederkehrende Beschwerden hast. Ein Antibiotikum vernichtet ja nicht nur die schädlichen, sondern auch die guten, lebensnotwendigen  Bakterien im Darm.

Und genau die sind wichtig für ein intaktes Immunsystem. Zudem fördert eine häufige Einnahme von Antibiotika die Bildung von Resistenzen, so dass es im Notfall eventuell nicht einmal wirkt.

Ich empfehle dir, erst einmal eine Darmaufbaukur zu machen.Präparate bekommst du in der Apotheke, in Drogerien oder im Internet. Ernähre dich gesund und trinke ausreichend.

Zur Stärkung der Blase kannst du kurmäßig Urival von Biofitt (Internet) nehmen, das wirkt stärkend auf die ableitenden Harnwege und gegen Keime. Auch Bärentraubenblättertee oder Cranberry kann ich empfehlen.

Noch ein Tip: Nach dem GV bitte immer zur Toilette gehen und die Blase entleeren. Hier findest du dazu noch einige Infos:

http://www.multi-gyn.de/blogartikel/blasenentzuendung-nach-dem-sex-behandeln-vor...


Kommentar von Serienchiller ,

Du hast vollkommen Recht, dass Antibiotika auf Dauer nicht gesund sind. Wenn es aber erstmal so weit ist und man eine Blasenentzündung hat, dann muss man sie schon nehmen. Sonst drohen Komplikationen wie eine Nierenbeckenentzündung.

Kommentar von Sassi2212 ,

Dankeschön. Ich werde es auf jeden Fall testen! Cranberrysaft trinke ich bestimmt schon seit November. Es hilft jedoch nicht mehr sehr viel. Cranberry Kapseln habe ich auch schon getestet. Jedoch ohne Erfolg.

Kommentar von elliellen ,

Das stimmt leider nicht ganz, dass Blasenentzündungen nur mit Antibiotika behandelbar sind. Leider ist es in vielen Fällen sogar kontraproduktiv, wie dieser Fall zeigt.

Besser ist es, gleich bei den ersten Anzeichen ein leichtes, antibakteriell wirkendes Mittel zu nehmen(ohne die bekannten Nebenwirkungen des konventionellen AB), für reichlich Flüssigkeit zu sorgen wegen der Spülung der Keime und für Wärme zu sorgen(z.B. Wärmflasche auf dem Bauch). So hat man die BE in der Regel in ein paar Tagen ausgestanden ohne dass es zu Folgeerkrankungen kommt. Ein intaktes Immunsystem ist für den Verlauf besonders wichtig, deshalb sollte man sich für die schonende Variante entscheiden.

Kommentar von Serienchiller ,

Selbst im bestmöglichen Fall (junge, gesunde Frau vor der Menopause, nicht schwanger) wird eine Behandlung mit Antibiotika in den Leitlinien nach wie vor empfohlen. Eine abwartende symptomatische Behandlung unter Beobachtung ist nur eine weitere Option die der Arzt je nach Einzelfall wählen kann.

Abgesehen davon - und das ist das eigentliche Problem - weißt du überhaupt nichts über die Patientin. Weißt du ob es sich um eine unkomplizierte Blasenentzündung handelt? Vielleicht hat die Patientin ja einen Flankenklopfschmerz, hast du das untersucht? Wie ist der Befund der Urinuntersuchung? Hat die Patientin Fieber? Eine Blasenentleerungsstörung? Das alles spielt eine Rolle bei der Entscheidung für oder gegen Antibiotika. Und da wir über all das nichts wissen, müssen wir erstmal davon ausgehen dass der Arzt einen Grund gesehen hat, wieso Antibiotika notwendig sind.

Wenn du so pauschale Empfehlungen gegen Antibiotika gibst, riskierst du dass jemand die Antibiotika nicht nimmt obwohl sie in diesem Fall vielleicht dringend notwendig wären!

Es stimmt schon, dass zu viele Antibiotika verschrieben werden und dass manche Ärzte da zu nachlässig sind. Das Problem ist aber, dass man als Laie nicht unterscheiden kann wann Antibiotika notwendig sind und wann nicht. Deswegen sollte man als Patient immer fragen, ob es auch eine andere Möglichkeit gibt. So kann der Arzt entweder erklären wieso es sein muss, oder eben etwas anderes verschreiben.

Kommentar von elliellen ,

"...wird eine Behandlung mit Antibiotika in den Leitlinien nach wie vor empfohlen." Das wäre eine sehr gefährliche Option. Leider gibt es Ärzte, die so vorgehen und deshalb schwerwiegende Folgeerkrankungen des Patienten riskieren. Ein Mediziner, der ganzheitlich praktiziert, behandelt seine Patienten immer schonend und therapiert, wie ich bereits erwähnte, mit leichten Präparaten, die antibakteriell wirken und die Selbstheilungskräfte zugleich stärken.

Wenn ein Patient zu Beginn einer Zystitis und jeder Halsentzündung immer ein AB einnimmt ist das so, als würde man mit Kanonen auf Spatzen schießen.Es wurde alles vernichtet ohne Rücksicht auf Verluste. Welcher Teufelskreis entstehen kann, ist im Fall der Fragestellerin zu sehen.

Deshalb sollte der Einsatz von Antibiotika nur in seltenen Fällen geschehen, meistens gibr es gute und schonende Alternativen.

Du hast Recht, abwarten und nichts machen sollte man niemals, es kommt eben darauf an wie man therapiert.

Antwort
von Mahut, 87

Hallo du hast ja schon viele Tipps bekommen, dem stimme ich im Ganzen zu, ausserdem solltest du dich untenrum etwas wärmer anziehen.

Ich selber bin bald 70 Jahre und habe mich immer an die Aussage meiner Mutter gehalten, (setze dich in den Monaten mit R nicht auf kalte Steine oder sonstigen kalten Gegenständen und ziehe dir etwas wärmeres an.)

Dadurch habe ich in meinem Leben nie eine Blasenentzündung gehabt.

Kommentar von DerGast ,

(setze dich in den Monaten mit R nicht auf kalte Steine oder sonstigen kalten Gegenständen und ziehe dir etwas wärmeres an.)

Das wurde schon mehrfach widerlegt und hat keinerlei Zusammenhang zum Thema.

Kommentar von Mahut ,

Hallo Gast, du bist ja ein ganz schlauer, wenn du meinst, das ist nicht so, dann setze dich doch in der Kälte auf die Steine.

Ich habe mich immer daran gehalten und noch nie eine Blasenentzündung gehabt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten