Frage von cellotime, 42

Ich habe Hashimoto und starke Depressionen. Was kann ich tun?

Habe die Hashimoto Diagnose vor ca. 13 Jahren bekommen. Die Werte haben sich stetig verschlechtert und die Ärzte mit der Erhöhung der L-Thyroxin Dosis gekontert. Als ich auf 150 mcg war und das Gewicht trotzdem immer weiter gestiegen ist und meine Stimmungsschwankungen nicht besser wurden, habe ich mit einer LowCarb-Diät begonnen. Entweder die oder was auch immer hat jetzt aber meine Stimmung weiter verschlechtert. Ich bin am Ende, kann abends gar nicht mehr einschlafen, weil ich nur weine und komm gar nicht mehr aus meinem Tief raus. Eine Privatärztin hat mir bei TSH Wert von 1,123 und FT3 von 2,19 empfohlen, T3 dazu einzunehmen und mit der L-Thyroxin-Dosis runterzugehen. Weder mein Hausarzt noch mein Apotheker halten etwas von der Empfehlung und ich bin jetzt verunsichert. Kann mir das T3 helfen, aus dem Loch rauszukommen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Catlyn, 35

Hallo,

sei froh, dass Du so eine Ärztin hast. Es gibt viele Ärzte, die die Gabe von T3 unbegründet ablehnen.

Leider schreibst Du zu Deinen Werten keine Normbereiche dazu, so dass man zu den Werten rein gar nichts sagen kann. Kannst Du die Normbereiche noch posten?

Gerade bei Hashimoto kommt es häufig vor, dass ein Monopräparat wie L-Thyroxin, das nur T4 enthält, nicht ausreicht. Wie hier schon geschrieben, kann man es mit einem Kombipräparat (T4 und T3) oder auch mit getrennter Gabe von T4 und T3 versuchen. Eine noch bessere Lösung wäre natürliches Schilddrüsenhormon.

Ich würde in Deinem Fall auf jeden Fall auf den Vorschlag der Ärztin eingehen. Hausärzte kennen sich meist überhaupt nicht richtig mit Hashimoto bzw Schilddrüsenproblemen aus und Apotheker schon erst gar nicht!

Gehe doch mal in das Forum www.ht-mb.de/forum . Dort bist Du gut aufgehoben.

Eines ist gewiss: Wenn die Einstellung der Hormone stimmt, dann verschwindet das Symptom "Depression". 

Viele Grüße

Catlyn

Kommentar von cellotime ,

Danke für die Antwort!

Ich bin auch froh, dass ich diese Ärztin gefunden habe, aber es verunsichert mich, ehrlich gesagt, dass ich danach von meinem Hausarzt immer Gegenteiliges höre. Ich bin mir auch im Klaren darüber, dass der Hausarzt natürlich nicht alles wissen muss. Er ist ja Allgemeinmediziner und nicht Facharzt, aber naja ....

Weil du gefragt hast: Meine letzten Befunde sehen so aus:

TSH 1,123 uU/ml (0,4 - 4,0)

FT4 11,48 pg/ml (9 - 17)

FT3 2,19 pg/ml (2,2 - 4,4)

Ich liege also beim FT3 knapp unter dem Referenzbereich.

Meine Ärztin hat mich jetzt mit Eutirox etwas hinuntergeschraubt (von 125 auf 100 mcg) und mir zusätzlich Liotir verschrieben (5ml für 5 Tage). Ich soll mal schauen, wie es mir in 5 Tagen geht und dann sehen wir weiter. Das mit den natürlichen Schilddrüsenhormonen hat sie übrigens auch mal angesprochen, aber nur angesprochen. Wo der Vorteil liegen soll, hat sie mir nicht erklärt. Ich werde mich mal auf der Seite schlau machen, die du angegeben hast. Danke!

Antwort
von Coza0310, 34

Normalerweise wird im Körper T4 (Thyroxin) in T3 (Trijodthyronin) umgewandelt. Da Dein fT3-Wert zu niedrig ist, könnte es sein, dass diese Umwandlung bei Dir nicht ausreichend funktioniert. Dann gibt man Kombinationspräparate oder die Schilddrüsenhormone einzeln. Insofern ist das schon logisch, was Deine Ärzte machen.

Natürlich ist mir auch bekannt, dass eine Schilddrüsenunterfunktion mitverantwortlich oder Ursache von Depressionen sein kann. Vielleicht sollte in die Richtung mal geschaut werden.

Antwort
von givemore, 4

Deine anderen Blutwerte sollten mal kontrolliert werden, wie z.B. Vitamin D, Magnesium, Eisen,B-Vitamine.Die Depressionen könnten  von einem Mangel stammen oder auch garnichts mit den Blutwerten zutun haben.

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