Frage von Claudiake, 171

Ich habe andauernd Sodbrennen und irgendwie hilft nichts dagegen. Jetzt spiele ich mit dem Gedanken mich operieren zu lassen, hat jemand Erfahrungen damit?

Antwort
von Lexi77, 154

Hallo!

Das Problem mit dem ständigen Sodbrennen kenne ich nur zu gut. Das hatte ich auch jahrelang ständig, teilweise so schlimm, dass ich davon Kehlkopfentzündungen bekommen habe und wochenlang keine Stimme hatte. Inzwischen weiß ich, wo es herkommt, seitdem ich also gezielt was tu, ist es schon deutlich besser geworden.

Die Frage ist ja, was hast du schon alles versucht gegen das Sodbrennen? Welche Behandlungen wurden gemacht? Nimmst du regelmäßig Protonenpumpenhemmer (Pantoprazol o.ä.) und in welcher Dosierung? Wurde bereits eine Magenspiegelung gemacht um evtl. eine Ursache für das ständige Sodbrennen zu finden? Oder andere Untersuchungen (z.B. ph-Metrie, Manometrie)? Achtest du auf deine Ernährung? Hast du säurelockende Lebensmittel von deinem Speiseplan verbannt? Hast du vielleicht Übergewicht, das du noch verringern könntest?

All diese Informationen wären für uns schon wichtig, um dir einen entsprechenden Rat zu geben. Eine OP sollte immer erst die ultima ratio sein, wenn sonst keine Behandlungsansätze zum Ziel führen. Außerdem wird diese, soweit ich weiß, nur dann durchgeführt, wenn ein Zwerchfellbruch als Ursache für Sodbrennen/Reflux diagnostiziert wurde.

Sieh z.B. auch mal hier: http://www.sodbrennen-operation.de/fachinformationen-fuer-aerzte/

Zur Indikation

Die Indikation zur laparoskopischen Fundoplicatio bei Vorliegen einer GERD wird als sinnnvolle Alternative vor allem jüngeren Patienten empfohlen, die der täglichen Einnahme von Protonepumpeninhibitoren (PPI) bedürfen und solchen, die trotz PPI-Einnahme weiterhin Beschwerden haben. Vorausetzung ist eine eindeutige klinische Symptomatik, eine mindestens 3- monatige konsequente PPI Mediaktion mit anschliessendem positiven PPI - Auslasstest und ein entsprechender ösophago-gastroskopischer Befund. Bei unklaren Befunden wird eine Manometrie und eine pH - Metrie durchgeführt.

(Lies dir auch mal die anderen Unterseiten durch)

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Bei mir war es z.B. so, dass ein Arzt an einem Krankenhaus hier in der Nähe meinte, es wäre organisch alles o.k., es wäre bei mir ein psychisches Problem. Ich habe mich dann an ein spezialisiertes Refluxzentrum gewandt. Dort wurden noch weitere Untersuchungen gemacht und dadurch herausgefunden, was bei mir den Reflux und das Sodbrennen verursachte: eine Magenentleerungsstörung.

Vielleicht wäre so ein Refluxzentrum ja auch eine gute Anlaufstelle für dich. Google mal danach, solche Zentren gibt es in verschiedenen Städten in nahezu allen Regionen Deutschlands. Ggf. muss man auch mal eine etwas längere Anfahrt in Kauf nehmen, ich fahre z.B. immer ca. 100 km bzw. 2 Std. mit dem Zug für eine Strecke zum Spezialisten. Aber es lohnt sich, denn schließlich konnte er mir ja helfen!

Ansonsten wird sich hier sicherlich auch noch @walesca melden. Sie hat auch bereits eine OP hinter sich und kann dir da ggf. auch die Adresse nennen, wo sie war. 

Alles Gute! Lexi

Antwort
von kreuzkampus, 118

Leider hat happytree nichts über den OP-Erfolg geschrieben. Ich habe seit 30 Jahren einen Reflux wegen eines Zwerchfellbruches, habe lange Zeit Omep genommen und bin kürzlich auf Pantoprazol umgestiegen. Eine OP kommt für mich (noch nicht) in Frage, weil die langfristigen Erfolgsaussichten nach allem, was ich mir angelesen habe, eher mau sind. Bei Dir ist zunächst mal eine gesicherte Diagnose über die Ursache fällig. Leider schreibst Du darüber nichts. "Mal eben operieren lassen" geht ja gar nicht.

Antwort
von happytree, 128

Hallo Claudiake,

das mit dem Sodbrennen kenne ich sehr gut. Ich hatte damit ebenfalls jahrelang Probleme, bis ich mich zu einer Operation durchgerungen habe. Heutzutage kann diese Operation allerdings schon minimal-invasiv, also mit kleinen Schnitten und wenig Narbengewebe durchgeführt werden. Hier kannst Du Dich noch mehr dazu informieren. http://www.310klinik.com/sodbrennen/

Kommentar von Claudiake ,

Was heißt denn minimal-invasiv, wo wird denn bei einer OP gegen Sodbrennen geschnitten? Wenn ich ehrlich bin macht mir der Gedanke schon etwas Angst.

Kommentar von happytree ,

Meißtens wird das Verschlussventil zwischen der Speiseröhre und dem Magen wieder hergestellt. Somit wird das Austreten der Magensäure wieder verhindert. Es ist wirklich nur ein leichter Eingriff, welcher nur ca. 1 Stunde dauert und am Abend kannst Du schon wieder trinken und leichte Kost zu Dir nehmen.

Antwort
von Mahut, 132

Ich habe nur Sodbrennen, wenn ich zu viel gegessen habe und der Magen zu voll ist, ich weiß ja nicht ob du zu viel isst, wenn ja versuche es mal mit kleinen Mahlzeiten, denn es kann sein, dass das Sodbrennen aufhört.

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