Frage von HappyOrange, 103

Ich glaube ich bin Psychisch krank - wie finde ich das raus?

Hallo an alle

Ich glaube mit mir stimmt was nicht. Vor 5 Jahren hat es angefangen, ich wurde immer antriebsloser, hab immer geheult wegen allem, mir wurde alles zu viel, hab auch ohne Grund geweint, jetzt ist es immer noch so bloß schlimmer! Ich habe keine Freunde mehr weil sich mein Wesen so verändert hat, ich traue mich nicht mit anderen zu sprechen, ich habe andauernd angst was falsch zu machen was falsches zu sagen und befinde mich eh nur als schlecht!

Außerdem bin ich extrem Aggressiv und zwar so sehr, das ich anfange Vulgäre Wörter aus puren Hass und Wut zu benutzen ich teilweise vor Wut weine und wenn es mir ganz zu viel wird, ich mich selbst verletze ( selber Schlagen ). Ich weiß dann einfach nicht wohin mit der Wut, bevor ich Wertgegenstände von mir zerstöre oder vielleicht andere Schlage, schlage ich mich lieber selber weil ich Gewalt hasse und eig. niemals jemanden was zu leide tun will! ( das mit dem selber schlagen habe ich als Kind schon gemacht, nur viel viel extremer, ich weiß nicht warum ich das damals gemacht habe, aber mein Vater war immer gewalttätig gegenüber mir und ich habe dann irgendwie immer wenn er mich angespuckt/geschlagen/beleidigt/angebrüllt hat angefangen zu heulen und ganz krasse Wutanfälle zu schieben und habe mich selber geschlagen irgendwann ging das von alleine weg jetzt ist es wieder da )

Außerdem hasse ich mich selber und mein Leben, was dazuführt, dass ich extrem neidisch und eifersüchtig bin auf andere, das macht mich traurig und wütend zu gleich. Ich kriege nichts auf die Reihe alles ist mir zu viel, alles macht mich fertig und ich bin ein sehr sehr unerträglicher und schlechter, unselbständiger und dummer Mensch! Und ich kann kein normales Gespräch mit anderen führen ich trau mich nichts mehr und ich habe sogar angst mit anderen zu sprechen, weil ich angst habe dass sie merken könnten, dass ich irgendwelche Probleme habe, dumm bin oder nichts in meinem Leben erreicht habe, oder dass sie einfach schlecht von mir denken! Ich werde dieses Jahr 20 Jahre alt und habe nichts in meinem Leben erreicht wirklich rein gar nichts! Mein Aussehen hat sich auch verändert, habe Kohlrabenschwarze Augenringe, ein eingefallenes Gesicht, und wirklich grauweißblasse Haut Kaputte Haare, und Mega viele Pickel die ich zuvor noch nie hatte und sehe echt sehr schlecht aus.

Außerdem kommt jetzt der schlimmste Part :

Vor 3 Jahren wollte ich beim Psychologen einen Termin vereinbaren, habe mich aber bis heute nicht getraut und ich traue mich einfach wirklich nicht ich habe riesige angst davor. Was wahrscheinlich niemand verstehen kann, weil es bestimmt nicht normal ist! Außerdem will ich auch keine Psychopharmaka nehmen, die meisten haben echt total schlimme Nebenwirkungen und ich will auch eig. nicht in eine Psychatrie davor habe ich am meisten Angst! Ich weiß einfach nicht wie ich mich trauen kann, dort mal anzurufen.

Antwort
von Soulbottle69, 54

Ohne dass du das jetzt in irgendeiner Weise angreifend findest: Du brauchst ganz ganz ganz dringend eine Therapie. Ich weiß, dass es unglaublich schwer ist und noch viel mehr Überwindung kostet. Es wird eine Weile dauern bis du jemanden findest, weil viele Psychologen eine Menge Patienten haben ABER du hast Anspruch darauf, die Krankenkasse wird dich dabei unterstützen!Du hast ganz viel aufzuarbeiten, gerade das mit deinem Vater wird dein jetziges Leben negativ belastet haben. 

Das ist überhaupt nicht unnormal und nur verständlich. Ich weiß nicht wirklich wie ich dich motivieren kann, ich kann dir wirklich nur versprechen, dass es mit einer Therapie besser wird. 

Ich habe auch ganz frisch angefangen und ganz ehrlich, ich hätte es nicht erwartet - dachte ich kriege kein Wort raus, fühle mich verurteilt oder sonst was. Ist alles ganz anders gekommen. Vor dir wird ein Mensch sitzen, dem du wirklich alles erzählen kannst, ohne das dieser wertet oder bemitleidet (finde ich persönlich immer ganz schlimm). Ich weiß, dass es super schwer ist, über Vergangenes zu reden, das einen selbst so sehr belastet aber einmal über den Schatten springen und anfangen zu reden. Du wirst sehen, die Worte sprudeln dann nur so aus dir raus. Mal als Beispiel an mir. Ich habe nie mit jemandem über meine Vergangenheit reden können, ging einfach nicht, sofort Kloß im Hals. Aber in der ersten Sitzung habe ich mir ,weil ich wusste, dass es schwer wird ein Herz gefasst und einfach angefangen zu reden. Mir hat's sehr geholfen, zu wissen, dass die Psychologin eine Fremde ist. Und, was ich dir vielleicht empfehlen würde: Nimm dir die Frage hier mit! Das habe ich auch gemacht. Es ist eine Art "Rückversicherung", wenn du merkst, es geht nicht weiter - gib dem Arzt den Zettel. Der liest sich deine ganze Frage durch und weiß dann schon ungefähr woran er bei dir ist! Du musst auch nicht nochmal zu dem Psychologen von vor 3 Jahren gehen, such dir einen neuen wenn du dich dabei wohler fühlst.



Alles Gute wünsche ich dir!!

Antwort
von Karloe, 17

Ich kann mich meinen Vorrednern grundsätzlich anschließen. 

Es ist auf jeden Fall wichtig zu sehen: Viele psychischen Probleme lassen sich ohne Pharmazeutika lösen. Meist muss man auch nicht in die Psychatrie. Ein Besuch beim Psychologen bedeutet noch lange nicht, dass man schwer gestört ist und so hört sich das bei Dir auch nicht an. 

Ich weiß, dass es wirklich schwierig sein kann, aber ich kann Dir leider nur mit diesen zunächst banalen Argumenten weiterhelfen und hoffen, dass Du sie einfach ernst nimmst. 

Du musst hier einfach über Deinen eigenen Schatten springen. 

Zur Wahl eines Psychologen kann ich Dir empfehlen Dich zum Beispiel in entsprechenden Verzeichnissen umzusehen. Dort findest Du viele Infos, Bilder etc. und kannst Dir jemanden suchen, der Dir sympathisch vorkommt. 

Schau zum Beispiel mal hier nach: https://www.heil-verzeichnis.de/

Antwort
von Herbstbiene, 35

Was Dir die Beiden geraten haben kann ich nur unterstützen!                             Ich möchte Dir nur etwas wichtiges dazu sagen, hab keine Angst davor, wenn Du wirklich Medikamente wie Psychopharmaka brauchen solltest,denn es wird geschaut, das Du so lange damit eingestellt wirst, bis das optimale Medikament gefunden ist das Dir hilft und dann keine Nebenwirkungen mehr bei dir auslöst.                                                                                                        Ich kann das Dir sagen, weil ich 2002 in die Psychatrie kam mit einer schweren Psychose(was bei Dir aber was anderes ist denke ich) und ich nehme seid dem Psychopharmaka ein und es geht mir sehr gut!        Wenn ich am Anfang mit einem Medikament Probleme hatte, gab man mir ein anderes, bis es gut passte, man muss es nur sofort klar äußern!           Heute nehme ich nur noch so eine geringe Dosis ein, das ein Kleinkind , wenn es diese bekäme es nicht einmal bemerken würde!!!!  Bitte habe den Mut Deine Situation zu ändern,Du möchtest doch auch, das es Dir wieder gut geht und Du wieder ein glückliches Leben führst!   Wir denken an Dich und wünschen Dir , das Du mutig den Anruf machst und zu dem Termin gehst,dann ist der erste Schritt getan und es wird Dir bald schon geholfen!!!  Liebe Grüße von der Herbstbiene

Antwort
von bountyeis, 31

Hallo, du brauchst keine Angst haben. Psychiatrie ist so etwas wie ein Krankenhaus und Psychiater sind Seelenärzte, die Medikamente verschreiben. Aber Psychologen oder Psychotherapeuten sind keine Ärzte und haben mit Psychiatrie nix zu tun, sie geben auch keine Medikamente. Du gehst ein bis zweimal die Woche ambulant hin. Gehst du noch zur Schule? Bist du zuhause(krank)? oder arbeitest du oder machst eine Lehre? Ich frage das nicht aus Neugierde, sondern um dir zu sagen, dass es auch keiner mitbekommt, wenn du das nicht willst. Und weil du eh volljährig bist, nicht einmal deine Eltern. Ich wünsche dir alles Gute und drücke dir die Daumen, dass du den nächsten Schritt schaffst. Ein Problem erkennen und sich Hilfe suchen, ist keine Schwäche, sondern Stärke!

Antwort
von sibylled, 11

Wer sagt dass Du Psychopharmaka nehmen musst?

Dein Problem liegt an deine Gedanken und sonst an nichts anderem.

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