Frage von Vivienxoxo, 55

Wo bekomme ich dringend Rat zu Herzrhythmusstörungen?

Hey! Ich brauche mal eure Hilfe, es geht um meine beste Freundin... Also, meine Freundin ist 15 Jahre alt, leidet unter Herzrasen und Schwindel. Bei ihr wurde eine EPU unter Vollnarkose durchgeführt. Im Langzeit- EKG bestand dann bei ihr der Verdacht auf Atriale Tachykardie... Bei ihr wurde dann die EPU durchgeführt, allerdings konnten bei ihr keine Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden, OBWOHL es mehrmals im Langzeit- EKG dokumentiert worden ist (und der Verdacht auf Atriale Tachykardie bestand). (Ihr wurde auch Blut abgenommen und Schilddrüsenwerte, jedoch alles ohne Befund)

Jetzt zu meinen Fragen:

• Warum konnte bei ihr während der EPU keine Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden, obwohl es ja mehrmals im LZ- EKG gesehen wurde?

• Wird sie nun als "Simulantin" abgestempelt?

• Ist das wirklich möglich das während der elektrophysiologischen Untersuchung keine HRST ausgelöst werden können, obwohl im EKG was gesehen wurde? Und was ist der GRUND dafür, falls es möglich sein sollte!?

• Habt ihr eine Idee wie es jetzt mit meiner Freundin weitergehen wird?

Sorry für die ganze fragerei! Aber sie und ich sind etwas ratlos momentan & sie tut mir einfach so leid...

Danke für jede Antwort! Ganz liebe Grüße Vivien!

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Antwort
von GeraldF, 35

Tachycardien, die pathophysiologisch auf einem Reentrymechanismus beruhen, lassen sich meist gut durch gezielte Stimulation in der EPU auslösen. 

Tachycardien, die auf einer erhöhten Automatiebereitschaft einzelner Herzmuskelzellen beruhen, lassen sich dagegen weniger gut auslösen. So etwas kann hier vorliegen. Manchmal kann man Medikamente geben, die die Automatiebereitschaft zusätzlich erhöhen, aber auch das klappt nicht immer garantiert.

Die Frage nach der Simulantin erübrigt sich ja, wenn das im L-EKG dokumentiert ist. 

Insgesamt muss man hier gut abwägen zwischen dem Leidensdruck, der Tachycardiehäufigkeit und Frequenz einerseits und dem Risiko einer weitergehenden invasiven Diagnostik und ggf. Ablation andererseits. 

Vorhoftachycardien sind praktisch nie lebensbedrohlich, so dass es hier nicht um Prognoseverbesserung sonder nur um Symptombekämpfung geht. 

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