Frage von nelianevermore, 66

ich bin völlig verzweifelt - morbus basedow?

Liebe Leute, ich weiß nicht richtig, wie ich meine Frage formulieren soll, aber ich bin fix und fertig mittlerweile.

Seit 2006 sind meine Schilddrüsenprobleme bekannt. Damals ging es mir so schlecht, dass ich auch dem Weg in die Psychiatrie war, ich war (viele Jahre lang vorher schon) hochgradig depressiv, hatte psychotische Episoden und natürlich auch körperlich viele Symptome einer Schilddrüsenerkrankung. Nachdem ich bei einigen Psychologen (sogar mehrere Therapien) gemacht habe und von einigen Psychiatern im Nachhinein recht wahllos viele verschiedene Medikamente verschrieben bekommen hatte und nichts half, geriet ich endlich an eine Psychiaterin, die die Lage erkannte und mich neben ihrer Behandlung dazu aufforderte, die Schilddrüsenwerte bestimmen zu lassen (nein, auf die Idee ist vorher neimand gekommen, nirgendwo fiel das Wort Schilddrüse und ich hatte selbst quasi nie davon gehört und schon gar nicht, wie sehr einen das auch psychisch beeinflussen kann. Seit ich denken kann, ging es mir eben einfach nicht gut). Damals war ich so außer Gefecht, dass ich nach nur einem Seminar an der Uni oft direkt hinter meiner Wohnungstür bis abends auf dem Fußboden liegen blieb, weil ich (sowohl physisch als auch psychisch) einfach nicht mehr konnte. Und siehe da, die Schilddrüse war 2,5 Mal so groß wie sie sein sollte und die Werte waren quasi durch's Dach. Auch Knoten konnte man sehen, aber unproblematisch. Mit der Einnahme von Favistan ging es mir sozusagen über Nacht besser, nach einer Woche konnte ich wieder das Haus verlassen und mit Freunde Dinge tun und sie auch wahrnehmen, usw. Ich werde nie vergessen, wie ich es als riesige Verbesserung ansehen musste, dass ich es geschafft hab, einer Folge einer Tv Serie zu folgen. Vorher nicht möglich.

Damals gab es keine Antikörper und es war nicht klar, ob Hasimoto oder M Basedow. Ich verstand damals überhaupt nur Bahnhof und hatte zudem noch eine Weile mit der Depression zu kämpfen, die ich damals als solche endlich richtig erkannt und mit dem passenden Antidepressiva auch loswerden konnte (auch da ein Unterschied wie Tag und Nacht, plötzlich fühlte ich mich lebendig; die Schilddrüse wird da eine große Rolle gespielt haben, es war aber wohl nicht nur die Schilddrüse).

Seitdem kontrolliere ich natürlich meine Werte regelmäßig, erst recht, wenn ich das Gefühl hatte, wieder schlapper oder so zu sein. Immer wenn ich eben "so ein Gefühl" hatte, es würde was nicht stimmen. Abgesehen von kleineren Ausrutschern der Werte nach oben oder unten ist sie aber bisher halbwegs ruhig geblieben.

Einmal rutschte sie in die Unterfunktion (ganz kleicht) und ich habe L-Thyroxin genommen, was aber keine Besserung brachte, im Gegenteil. Mir war schon bei niedriger Dosis immer übel, ich zitterte, schwitzte wie verrückt (klatschnass! bei der kleinsten Bewegung) und meine Haut reagierte fürchterlich - zumindest trat eine schmerzhafte und sehr unattraktive Hautveränderung wenige Tage nach der ersten Einnahme auf und

Antwort
von GeraldF, 41

Sie brauchen eine Diagnose für Ihre Überfunktion (Basedow ? diffuse oder fokale Autonomie ?) und dann eine definitive Therapie. Favistan ist keine glückliche Dauerlösung (auch wenn das vielfach so praktiziert wird).

Experten für diese Erkrankungen sind Endokrinologen und Nuklearmediziner. 

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