Frage von itsuptoyoumolly, 33

ich bin psychisch am Ende - Bitte um Hilfe

Das, was ich hier nun schreibe soll keineswegs nach einem "verzweifelten-Hilfeschrei" wirken, denn das ist es nicht. Ich bin 20 Jahre alt und all meine Worte sind durchdacht. So wie alles andere in meinem bisherigen "Leben" auch. Was ich damit sagen möchte, ist, dass ich voller Bewusstsein bin und keinesfalls unzurechnungsfähig.

Miene Sorgen: lange kann ich wirklich nicht mehr so weiter"leben" bzw. existieren. Ich habe keine Motivation und auch keinen Willen mehr. Schon vor einiger Zeit habe ich mit mir selbst ausgemacht, dass - nach all den Versuchen, mich für das Leben zu entscheiden - mein einziger Ausweg ein Suizid ist.

Es scheint, als würde mir nichts mehr helfen. Weder Freunde, Familie (die ich wirklich liebe) und auch meine Therapeuten nicht... ebenso war ich bereits in einer psychosomatischen Klinik, die auf Essstörungen spezialisiert ist. Dabei konnte ich wirklich etwas Motivation sammeln, doch es reicht einfach nicht mehr aus.

So habe ich angefangen, mich mit meiner Situation abzufinden - weil ich das Ändern nicht leben konnte. Auch das war keine Lösung, nicht einmal kurzfristig.

Mein letzter Plan und meine letzte Option finde ich also wirklich nur noch im Tod. Es ist noch das einzige, was auf meiner Liste steht.

Und trotzdem möchte ich es irgendwie nicht darauf beruhen lassen.

Gibt es noch etwas anderes, als im Tod die Lösung zu sehen? Ich kann wirklich nicht mehr lange so weitermachen. Ich kann nicht mehr. Doch in ein Krankenhaus oder in eine Klinik gehe ich nicht - nicht freiwillig. Ebenso möchte ich mich nicht an meine Eltern oder an meine Therapeutin wenden. Das kann ich nicht. Auch, habe ich mich schon unzählige Male an die Onlineseelsorge, Telefonseelsorge, Onlineberatung, Hilfe-für-Suizid, und und und gewendet... und obwohl ich diesen Menschen, die mich nicht kennen unglaublich dankbar bin, konnten sie mir nicht wirklich weiterhelfen.

Ich bin so verzweifelt, depressiv und essgestört. Der psychische Schmerz scheint sich schon physisch auszubreiten.

Bitte, bitte, bitte helft mir. Ich weiß, ihr seid keine Psychologen oder sonst wer, der mir sagen kann, was ich zu tun habe. Aber vielleicht könnt ihr mir ja eine Anregung geben. Irgendetwas, das mich weiterexistieren lässt - oder hoffen lässt. Denn ich möchte meiner Familie das nicht weiterhin antun.

Ich kann nicht mehr.

Support

Liebe/r itsuptoyoumolly,

gern kannst du die Community um Rat bitten, denn es ist sehr wichtig und gut, dass du in deiner Situation über deine Gefühle sprichst.

Wir bitten dich außerdem eine professionelle Beratungsstelle aufzusuchen.

Schau doch bitte mal auf dieser Seite vorbei http://www.telefonseelsorge.de/

Dort gibt es die kostenlose Telefonnummer der Seelsorge (Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr. 0800/1110111 & 0800/1110222) und auch einen anonymen Chat.

Alles Gute und viele Grüße

Herzliche Grüsse

Kai vom gesundheitsfrage.net-Support

Antwort
von Zuckmaier, 28

Was soll man so einem jungen, verzweifelten Menschen wie dir denn nur raten? Es macht mich traurig deine Geschichte zu lesen, ich kann dich sogar ein Stück weit verstehen, aber trotzdem sollte man sein doch kostbares Leben nicht einfach wegwerfen. Du bist krank. Wenn du es schaffst deine Krankheit in den Griff zu bekommen kann für dich ein schönes Leben da sein. Das ist es auch jetzt schon, nur siehst du es nicht. Du möchtest nicht noch einmal in die Klinik oder zur Therapie. Aber das ist der einzige Weg der dir im Moment gerecht werden kann. Du brauchst Hilfe und Unterstützung und du solltest diese auch suchen und annehmen. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was du deiner Familie antust wenn Suizid begehst? Es wäre für deine Familie der Horror pur. Und dein junges Leben muss wirklich nicht so früh beendet werden. Hol dir Hilfe, bitte, lass es nicht einfach so weiter gehen. Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung.

Antwort
von walesca, 26

Hallo itsuptoyoumolly!

ebenso war ich bereits in einer psychosomatischen Klinik, die auf Essstörungen spezialisiert ist. Dabei konnte ich wirklich etwas Motivation sammeln, doch es reicht einfach nicht mehr aus

Aus diesem Satz lese ich, dass es Dir bei dieser Therapie doch merklich besser gegangen ist. Jetzt, nachdem sie zu Ende ist, hast Du wieder einen neuen Krankheitsschub bekommen, mit dem Du zu Hause allein nicht fertig wirst. Das ist aber ganz verständlich, und geht sicher vielen Patienten mit ähnlichen Problemen ebenso. Ich würde Dir wirklich dazu raten, noch einmal in diese Einrichtung zu gehen und erneut um Hilfe zu bitten.

Es scheint, als würde mir nichts mehr helfen. Weder Freunde, Familie (die ich wirklich liebe) und auch meine Therapeuten nicht....Und trotzdem möchte ich es irgendwie nicht darauf beruhen lassen

Auch Dir kann noch geholfen werden, wenn Du diese Hilfe nur annehmen würdest!! Eine Freundin von mir, in ähnlich verzweifelter Lage, hat insgesamt sicher 5-6 Klinik-Aufenthalte benötigt, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Heute betreut sie selbst eine Selbsthilfegruppe und ist wieder voll berufstätig!! Ich möchte Dir damit nur sagen:

Gib bitte nicht auf!! Kämpfen lohnt sich - auch für Dich!!!

Bitte wende Dich an Deine Therapeuten und auch Deine Eltern, denn sie wären ganz sicher untröstlich, wenn sie nicht die Chance bekämen, Dich auf dem Weg in ein lebenswertes Leben zu begleiten! Nichts ist für Eltern schlimmer, als durch einen Suizid vom eigenen Kind verlassen zu werden!! Bitte denk auch mal daran. Möchtest Du das Deinen Eltern wirklich antun? Hilfe annehmen ist ganz sicher der bessere Weg für Dich - und ganz bestimmt keine Schande.

Viel Kraft für die schwere Zeit wünscht Dir walesca

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