Frage von Asorii, 32

Ich bin mir recht sicher das ich Depressionen habe. Wie sage ich das meinen Eltern?

Hallo erstmal. Schön das du versuchst mir zu helfen, danke dafür. Ich bin für jede Hilfe dankbar. Nun zu mir. Ich bin 15 Jahre alt, werde bald 16. Wenn ich so darüber nachdenke, geht es mir seit ca eineinhalb Jahren so schlecht geht.

Ich bin mir jetzt ziemlich sicher das es Depressionen sind, die mich im Geiste ertränken, mich langsam töten, meinen Geist töten. Verzeiht mir diese Sätze.

So gesehen ist mir nichts schlimmes passiert, für Ausstenstehende betrachtet. Für mich ist es dennoch schlimm. Ich möchte nur kurz aufführen was mich bedrückt. Danach geht's zur Frage.

  • was mir stark zu schaffen macht, ist die Schule, neunte Klasse Gymnasium. Ich habe das Gefühl nie gut genug zu sein und meine Eltern zu enttäuschen mit meinen Noten.

-Einige Familien Verhältnisse sind glaube nicht so, wie sie sein sollten

  • ´mein selbstverletztendes halten seit letzten Sommer

  • mein bisher einziger Freund, jetzt mein Ex.

  • jetzt wieder da, meine Suizid Gedanken, dass macht mir Angst, einerseits will ich hier weg, unbedingt, aber gleichzeitig habe ich dabei Angst vor mir selbst.

  • Schlafprobleme, also schwer einschlafen, durchschlafen und nach dem schlafen dennoch keine Energie haben

  • ständige Lustlosigkeit

  • Abneigung bzw kein Interesse mehr an meinen Hobbys

  • Vertrauens Probleme

  • Einfach Angst haben vor Verlusten

  • ich nenne es mal Panik Attacken in der Nacht

Nun, ich fühle mich i Moment nicht dazu in der Lage das hier alles gut aus zu formulieren, vergebt mir. Meine Frage... Ja. Wie kann ich meinen Eltern das nahe bringen? Ich habe echt Angst davor. Ich will ihnen nicht weh tun. Ihre Tochter will sich umbringen. Das muss furchtbar sein. Aber so kann es nicht weiter gehen, ich will wieder leben, Also wie sage ich es ihnen?

Antwort
von Sallychris, 20

Hallo Asorii,

bei einer früheren, ähnlichen Anfrage hat dinska folgendes geantwortet und ich könnte es nicht besser ausführen, deshalb kopiere ich Dir diese Antwort, die ich Dir empfehle:


Wenn du mit deinen Depressionen allein bleibst, werden sie sich immer weiter verstärken und dein Leben kann völlig aus den Bahnen geraten.

Suche ein Gespräch erstmal mit deiner Mutter. Sage einfach Mutti ich
habe ein Problem und brauche deine Hilfe. Dann erzählst du ihr, was dich
bedrückt, deine Ängste, Depressionen und was das alles mit dir macht.
Verschweige nichts.


Wenn man alles mal ausgesprochen hat, kann das schon eine Befreiung sein. Dann kann man überlegen auch mit deinem Vater, wie es weiter gehen soll.

Stelle aber immer die Bedingung, dass du in alle Maßnahmen mit
einbezogen wirst und dass nichts gegen deinen Willen geschieht. Nimm
aber Hilfe von außen an. Vielleicht hilft erstmal eine Therapie.


Auf alle Fälle hast du einen wichtigen Schritt gemacht, dass du dich geöffnet  und hier deine Frage gestellt hast. Egal wie es dann weitergehen wird, es ist ein wichtiger und richtiger Ansatz.

Ich wünsche dir alles Gute und dass ihr den richtigen Weg für dich findet!

Auch ich wünsche Dir alles Gute und dass es Dir bald besser geht.

Sallychris
















Antwort
von Hooks, 16

Hm, das ist schwierig, darauf zu antworten. Wir kennen Deine genaue Situation nicht und wissen auch nicht, was Du für ein Mensch bist.

Was mir aber beim Lesen aufgefallen ist, will ich Dir gerne mitteilen:

Du lernst nicht für Deine Eltern! Wenn Deine Eltern Dich nur als Schulnoten wahrnehmen, ist das ihr Problem, nicht Deines. Du bist nicht dafür verantwortlich, daß Deine Eltern sich gut fühlen können, indem sie Dich als Vorzueigeobjekt mißbrauchen.

Natürlich fragt man als Eltern auch, was für Noten ein Kind hat. aber mit meinem 5er-Kind habe ich mich über eine 4 gefreut, und bei dem 1,0er frage ich: woher kommt denn jetzt die 2?

Ich finde es aber wichtig, daß man das beste aus der jeweiligen Lernsituation macht. Manches geht einfach nicht. Wenn man aber faul ist oder wegen falscher Prioritäten ständig schlechte Noten hat, sollte man etwas ändern.

Falsch ist es dagegen, Liebe und Zuwendung durch Leistung erreichen zu wollen (oder zu sollen). Hast Du "nur" Angst, Deine Eltern zu enttäuschen (wenn Du schlechte Noten heimbringst) oder haben sie das mal so formuliert? Als eines meiner Kinder beim selben Lehrer 3 Fünfen geschafft hatte, fühlte ich mich selbst ein bißchen schuldig, daß ich nicht eher daran gedacht hatte, ihm Hilfe zu besorgen. Ich habe mich dann beim Lehrer um Buchhilfen bemüht, um mich ins Thema einzuarbeiten, und als ich das selbst nicht konnte, habe ich ihm jemandem vermittelt, der ihm helfen kann.

Eigentlich besteht ja eine Beziehung daraus, daß man etwas zusammen macht; zusammen lebt, zusammen spielt, zusammen arbeitet, miteinander redet. Gibt es das bei Euch nicht? Sind die Noten die einzige Verbindung zwischen Euch? Redet Ihr gar nicht darüber, was Ihr denn da eigentlich gelernt habt, also die Inhalte?

Ein Kind sollte auch nicht darüber nachdenken müssen, ob es die Eltern enttäuscht oder dagegen einer Vorstellung entspricht, die sie sich von ihren Kindern gemacht haben. Kinder leben letztendlich nicht die Träume ihrer Eltern aus, sondern haben ihr eigenes Leben. Das gehört zum Loslassen der Eltern dazu, daß sie nicht mehr alles mit ihren Kindern teilen können, sondern daß diese eigene Interessen entwickeln.

Wenn Du jetzt allerdings nicht mal mehr Interesse an Deine eigenen Interessen hast, kann das schon sein, daß Dir die Trennung von Deinem Freund noch im Magen liegt. Die Umstände kennen wir nicht, aber vielelicht gibt es da noch etwas unbearbeitetes, Schuld und Vergebung, die noch nötig sind, wo evtl. noch etwas geredet werden muß. Vielleicht kannst Du Dir da Hilfe holen von einem Älteren, dem Du vertraust - gibt es so jemanden?

Schlafprobleme können hier ihre Ursache haben, aber auch ganz woanders. Z.B. werden durch den Stress (= vermehrter Nervengebrauch) Magnesium und die B-Vitamine verbraucht, so daß es dann oft zu einem eklatanten Mangel kommt. Schau mal, wofür die B-Vitamine alles wichtig sind: https://www.medizinfuchs.de/preisvergleich/vitamin-b-komplex-ratiopharm-kapseln-...

In der Mangelsymptomliste findest Du auch Depressionen und
Angstzustände  http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=tuchd25aunogtba5hjhlj2m0e0&...

Da könntest Du auf jeden Fall mal ansetzen, das kostet nicht viel und hilft recht schnell. Damit kannst Du auf jeden Fall die körperlichen Schäden reduzieren, und meist hilt das auch psychisch einiges weiter.

Was war vor den anderthalb Jahren?

Liebe Grüße von Hooks

Antwort
von Lydia304, 13

Hallo Asorii,

zunächst mal finde ich es richtig und wichtig, dass Du reflektiert und festgestellt hast, dass in Deinem (Innen)leben etwas nicht stimmt. Du musst Dich nicht dafür entschuldigen! Die Symptome, die Du schilderst, hören sich für mich tatsächlich nach Depressionen an. Ob das zutrifft, kann nur ein behandelnder (Fach- oder guter Haus-)Arzt oder Psychotherapeut entscheiden, der sich die Mühe macht, länger mit Dir darüber zu sprechen und eine genaue Diagnose zu stellen. Ebenso welche Maßnahmen notwendig und hilfreich sein könnten, vielleicht eine Psychotherapie? Eine Depression ist eine ernstzunehmende, zuweilen lebensbedrohliche Krankheit. Deswegen sollte man sie nicht ignorieren, v.a. wenn sie - wie anscheinend bei Dir - schon länger dauert. Auch selbstverletzendes Verhalten ist nicht ungefährlich. Die Ursachen festzustellen, und was man dagegen unternehmen kann, gehört in die Hände eines Behandlers (Psychotherapeuten).

Du wirst nicht umhin kommen, mit Deinen Eltern darüber zu sprechen. In Deinem Alter wird eine Behandlung ohne Wissen Deiner Eltern kaum möglich sein. Du solltest Dein weiteres Vorgehen aber möglichst nicht alleine von der Meinung Deiner Eltern abhängig machen. Du hast ein Recht auf eine Behandlung, wenn Du sie benötigst. Und da sollte es nicht entscheidend sein, ob Du Deine Eltern evtl. enttäuschst. Ich fände es als Eltern viel schlimmer, wenn Du Dir womöglich tatsächlich etwas antust, und ich noch nicht mal eine Ahnung davon hatte, wie schlecht es Dir geht. Es sollte im Interesse Deiner Eltern liegen, Dir zu helfen!

Ein erster Ansprechpartner könnte ein Hausarzt sein, wenn er verständnisvoll bzgl. psychischen Inhalten ist und etwas Ahnung davon hat, und Du ein gutes Vertrauensverhältnis zu ihm/ihr hast. Du kannst Dir aber auch selbst eine/n Kinder- und Jugendpsychotherapeuten/-in suchen. Außerdem könnte der schulpsychologische Dienst, oder falls es in Deiner Schule einen sozialen Dienst gibt, erste Ansprechpartner sein.

Hol Dir Hilfe und viel Glück!

Antwort
von sternchen112, 5

Das ist alles nicht so einfach, das kann ich verstehen. Aber am besten ist es, dass du mit dich mit deinen Eltern einfach mal an einen Tisch setzt und deine Probleme, die du hast und welche zum Teil ja auch sie direkt betreffen, ansprichst. Nur durch den direkten Weg kannst du an der Lage was ändern und wenn du ihnen das näherbringst, dann werden sie vielleicht auch nicht mehr so viel Druck auf dich ausüben, was die Schule etc betrifft. Mit den Eltern kann man auch sehr gut über alle anderen Probleme reden. Es ist oftmals schwierig die eigenen Probleme bei den Eltern anzusprechen, aber meistens haben diese am meisten Verständnis dafür, weil sie dich von klein auf schon kennen.


Als kleine Hilfe, um dort wieder herauszukommen würde ich dir pflanzliche Mittel empfehlen. Damit hilfst du dir selbst weiter ohne deinem Körper mit starken antidepressive vollzupumpen. Ich selbst habe mit Sedariston gute Erfahrungen gemacht.Ich wünsche dir alles gute auf deinem Weg!

Antwort
von kreuzkampus, 17

Zuerst solltest Du mit Deinem Hausarzt über Deinen Zustand reden. Im Gegensatz zu Sally (dinska) glaube ich nicht, dass Dich ein Erstgespräch mit Deiner Mutter auch nur einen Schritt weiterbrächte. Sie ist offenbar nicht Deine "Person des Vertrauens". Zu Deinem Arzt könntest Du Vertrauen haben, weil er ohne Deine Einwilligung nicht mit Deinen Eltern sprechen dürfte. Anmerkung: Wenn Du Dich bei Deinem HA anmeldest, sag' gleich dazu, dass das Gespräch länger dauern wird, damit nicht nur 10 Minuten eingeplant werden. Sollte eine Sprechstundenhilfe so dreist sein, zu fragen, worum es geht(soll ja mal vorkommen), dann sag klar, dass Du das nur dem Doc erzählen willst.

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