Frage von biene9968, 686

Hirnmetastasen bestrahlen?

Hallo Zusammen,

nach einem Krampfanfall im Dezember wurden bei meiner Mutter (65) fünf Hirnmetastasen und ein kleinzelliges Bronchialkarzinom diagnostiziert. Nach 6 Zyklen Chemo, bei denen noch drei Metastasen verblieben sind, sollen jetzt 10 Ganzhirnbestrahlungen folgen. Hat jemand Erfahrungen mit Erfolgsaussichten undNebenwirkungen?

Danke für Eure Antworten, Claudia

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Antwort
von beamer05,

Die Ganzhirnbestrahlung wird meist ziemlich gut vertragen und gerade beim kleinzelligen Bronchialkarzinom sind die Tumorzellen relativ strahlenempfindlich.

Sehr häufig werden die Metastasen durch diese Bestrahlung deutlich kleiner und dadurch verringert sich meist auch deren schädliche Wirkung (z.b. Druck) im Gehirn, was wiederum meist zu einem Rückgang der entsprechenden Symptome führt.

Insgesamt führt die Ganzhirnbestrahlung (statistisch) zu einem Zeitgewinn mit guter Lebensqualität im Bereich von Monaten ("kleinzeller" ohne Therapie haben eine ausgesprochen schlechte Prognose).

Leider muß man beim "Kleinzeller" durchaus damit rechnen, daß -selbst bei gutem Ansprechen auf Chemo und / oder Bestrahlung weitere Metastasen im Verlauf auftreten können.

Als wesentliche Nebenwirkungen einer solchen Ganzhirnbestrahlung sind einmal der (reversible) Haarausfall zu nennen, darüber hinaus berichten die Patienten häufiger mal über meist mäßige Störungen der Gedächtnisleistung; diese kann sich auch erst nach vielen Monaten bemerkbar machen. (NICHT zu bestrahlen ist allerdings bei schon vorhandenen Metastasen auch keine wirklich gute Option)

Für weitere Infos, falls nicht ohnehin schon bekannt, empfiehlt sich die Site:

http://www.krebshilfe.de/material-fuer-betroffene.html

dort gibt es unterschiedliche Themenbroschüren, die sich kostenfrei lesen / herunterladen lassen.

Alles Gute für deine Mutter!

Antwort
von Vicky1964, 686

Ich habe gottseidank keine persönliche Erfahrung mit solch einer bösartigen Erkrankungen, aber ich weiß, dass die Universitätsklinik Frankfurt am Main Personen mit Hirntumoren in eine Kältekammer legt und viele der Hirntumore verkapseln sich dann, weil Tumore lieben 1. Zucker und 2. Wärme ohne Ende. Außerdem: der japan. Shitake Pilz liebt Krebs- und Tumorzellen , schon im Anfangsstadium. Erfrage mal, ob deine Mum, die Kapseln im Net bestellen darf bzw. einnehmen darf.

Antwort
von Frederick, 665

Was soll ich dir antworten? In der Tat habe ich einen Fall, hautnah, eine sehr liebe Frau, 66 genau die selben Symptome. Sie wurde bestrahlt, die Nebenwirkungen waren schlimm. Zuckerschock - 1100 Zucker(!!!) Koma, Krankenhaus, Intensivstation. Sie war schon fast im Himmel - sprach von Engeln. Irgendwie hat sie es doch noch mal geschafft. Danach: Embolie - wieder knapp entronnen. Danach - Nierenversagen - Blutwäsche - sie hatte keine Lust mehr - zog sich die Schläuche - jetzt hat sie ihre Ruhe. Wie willst du entscheiden?? Kannst du das entscheiden?? Der leichteste Weg für sie wäre, sie gehen zu lassen - aber wer kann das schon?? Ich wünsche euch, dass es bei euch anders wird - leichter, heilsamer. Alles, alles gute.

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