Frage von lsfarmer, 14

Wieso muss ich hin und wieder oft pupsen?

Ich habe seit längerem das Problem, das ich für mehrere Stunden quasi Daurfeuer habe.

Ich habe schon mit der Ernährung herumprobiert, konnte aber nichts feststellen. Gleiches gilt für Wochentage. Aber es tritt in der Regel nur abends zwischen 20 und 22 Uhr auf.

Woher kann dieses Dauernde pupsen kommen?

Antwort
von Winherby, 10

Ja was denn nun, oft - oder - hin und wieder?

Pupse sind Gase, die von Bakterien im Darm produziert werden, quasi deren Pupse, - die Du dann rauslässt.

Also hat es etwas mit dem Essen zu tun, - aber evtl. nur in Verbindung mit einer pysiologischen Störung eines der Verdauungsorgane.

Um es genau herauszufinden, solltest Du mit dem Ausschlussverfahren Klarheit suchen/finden. Dazu musst Du aber Tagebuch führen.

Schreib immer die Speisen auf, die Du abends zu Dir genommen hast. Aber nicht nur pauschal wie:  "Heute Brot +Tee zu abend gegessen". Sondern: "Weizenmischbrot, 3 Scheiben, zwei mit Emmentaler Käse, eine mit drei Cervelatwurstscheiben. Dazu drei Tassen Hagebuttentee". Bevor Du zu Bett gehst schreib auf, wie die Qualität und Quantität der Pupse nach dem Abendessen ausfiel.

Wenn Du dies eine zeitlang so gemacht hast, dann wird sich ein "roter Faden" herausstellen. Also eine Korrelation zwischen Pupsen und einer bestimmten Art von Speisen. Dann diese Speisen durch Weglassen von eines Einzelteils der Speise leicht variieren. Auf diese Weise erkennst Du dann, welche Deiner Speisebestandteile das Gepupse auslöst.

[ Ich habe so für mich festgestellt, dass bei mir Brot aus Sauerteig Pupsen und auch nächtl. Sodbrennen auslöst. Oder, dass Suppe mit Muskatnuss gewürzt, bei mir nächtlichen trockenen Mund auslöst. ]

Je nach gewonnener Erkenntnis kann es dann nötig sein, einen Arzt zwecks Untersuchung hinzuzuziehen. LG


Antwort
von bethmannchen, 3

Die normale Menge durch die Verdauung auftretender Darmgase wird über die Atmung ausreichend abgeleitet. Mehr Darmgase entstehen immer, aber bei optimaler Verdauung kommt es also nicht zu Flatulenz, also Pupsen.

Wenn die Nahrung ungünstig zusammengesetzt sind, nicht genug Verdauungsenzyme vorhanden sind, wenig Ballaststotffe vorhanden sind, oder die Darmflora des Dickdarms gestört ist, entstehen mehr Gase.

Besonders blähend sind Hülsenfrüchte weil sie die Zuckermoleküle Rhamnose, Raffinose und Stachyose enthalten, die im Dünndarm nicht verwertet werden können und erst im Dickdarm durch die Bakterien der Darmflora zersetzt werden. In Zwiebeln sind es die Fruktane, die wir nicht aufnehmen können, und deshalb von der Darmflora verstoffwechselt werden, die dabei Gas produzieren.

Das selbe kann aber auch passieren, wenn im Dünndarm nicht genug Kohlenhydrate und Fette auifgespalten wurden, als Glucose und Fettsäuiren ins Blut aufgenommen wurden, und dadurch sehr viele langkettige Zucker- und Fettmoleküle in den Dickdarm gelangen.

Kohlenhydrate werden schlechter aufgespalten, wenn gleichzeitig viele Eiweiße vorhanden sind. Kohlenhydrate und Proteine brauchen so ziemlich die genau entgegengesetzten Verdauungsenzyme.

Schüttet die Gallenblase nicht genug Galle aus, werden Fette nicht verwertet. Fehlt es an Insulin, werden Kohlenhydrate nicht verwertet. Sind nicht genug Ballaststoffe da, kann der Darm den Inhalt schlecht weiterbefördern, und der kann anfangen zu gären.

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