Frage von BridgetK, 25

Hilfe - Möchte raus aus der Essstörung

Hallo, Also dann fange ich am besten mal an zu Erzählen. Ich bin 26 Jahre alt und ich denke das ich eine Essstörung habe. Ich bin 171 Groß und Wiege 52 Kilo. Ich weiß nur nicht was es für eine Essstörung ist. Vielleicht konnt ihr mir ja weiterhelfen.

Also bei mir fing es sprunghaft an das ich zuerst nicht mehr 2xmal aufgewärmtes Mittagessen gegessen habe. Ganz langsam würde es dann, das ich wählerisch würde was ich essen kann. Ich mache mir zum Beispiel sorgen wegen Listerien, und sowas. Kann mir vielleicht einer weiterhelfen?

mfg

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Antwort
von dinska, 12

Du fängst vielleicht an, eine Abneigung gegen das Essen zu entwickeln. Du bist 26 Jahre, also alt genug, deine Ernährung selbst in die Hand zu nehmen. Koche nur soviel wie du isst oder essen willst. Sollte etwas übrig bleiben, dann friere es ein und iss es ein paar Wochen später wieder. Iss das, was dir schmeckt und regelmäßig. Lieber wenig essen, aber keine Mahlzeiten auslassen. Ich esse gern Haferflocken und starte mit einem selbstgemachten Müsli in den Tag. Das ist sehr lecker, inhaltsreich und macht lange satt, eine gute Grundlage für alles Weitere und regt auch die Verdauung an.

Antwort
von gerdavh, 8

Hallo, als erstes muss ich sagen, ich wöllte auch nicht zweimal täglich aufgewärmtes Essen zu mir nehmen. Es gbit verschiedene Arten von Essstörungen.

  • Anorexia nervosa - da leiden die Patienten unter einer Körperschemastörung und empfinden sich trotz Untergewicht als zu dick und essen zunehmend weniger

  • Blumie - da haben die Patieten Fressanfälle, die sie durch Erbrechen, Einnehmen von Abführmitteln oder Extremsportarten verdecken wollen. Bulimiekranke haben auch eine schwere Körperschemastörung

  • Binge-Eating - in diesem Fall hat der Patient auch unkonrollierte Fressanfälle, erbricht aber nicht und nimmt deshalb stetig zu.

Letzteres kommt bei Dir ganz bestimmt nicht in Frage. Bei Dir denke ich da eher an Anorexia nervosa - empfindest Du Dich als zu dick? Wenn ja, brauchst Du profesionelle Hilfe. Falls das nicht der Fall sein sollte, musst Du Dir einfach einen ausgewogenen Speiseplan aufstellen und Dich auch an den halten. Es gibt so viel gute Kochbücher über gesunde Ernährung, vielleicht solltest Du mal in einer Buchhandlung stöbern. Natürlich ist es sinnvoll, sich über seine Ernährung Gedanken zu machen, aber essen sollte man schon weiterhin ausreichend. Bei 1,71 solltest Du auf keinen Fall weiter abnehmen.

Hier ein Link über Listerien, ich glaube, Du weisst gar nicht, über was Du sprichst

http://de.wikipedia.org/wiki/Listerien

Antwort
von StephanZehnt, 7

Hallo BridgetK,

nun bei Essstörungen denkt man zumeist an Magersucht und Ess- und Brechsucht Da geht es weniger um Lebensmittel / Essen das man zwei , drei Mal aufwärmt . Ich schätze das würde wohl den Meisten nicht mehr schmecken, einmal aufwärmen ist ja noch OK. Dann sollte man einmal überlegen wieviel man kocht.

Evtl. kann Dir ja hier Jemand weiterhelfen, dei kennen sich mit den Zusammenhängen bestimmt besser aus! http://www.hungrig-online.de/cms/

VG Stephan

Antwort
von bethmannchen, 4

Tjaaa, da fehlen etwa 15 kg.

Aber was du hier schreibst, halte ich gar nicht für eine Essstörung. Ich würde das eher eine Appetitstörung nennen. Bei dir geht es ja nicht um die Menge, oder um ob überhaupt essen, oder nicht. Du verdirbst dir mit übertriebenen Ängsten selbst den Appetit. Du denkst bei Nahrungsmitteln zuerst nur an das negative.

Vielleicht helfen dir ein paar logische Überlegungen:

Wenn Nahrungsmittel so keimbelastet wären, wie du dir vorstellst, dann müsste doch jeder Bundesbürger mindestens zehn mal im Leben wegen einer Lebensmittelvergiftung in einem Krankenhaus landen, oder?. Überhaupt schon mal jemand kennengelernt, der sich mit Lebensmitteln vergiftet hatte?

Wir wissen auch noch nicht einmal sehr lange, dass es Keime überhaupt gibt. Diese Zeit der Unwissenheit haben wir (wahrscheinlich durch irgend ein Wunder) dennoch alle überlebt ;-)

So ungefähr ein Mal pro Sommer hört man von einer Lebensmittelvergiftung in einem Krankenhaus, einer Schule... fast immer stellt sich heraus, dass etwas mit rohen Eiern darin gereicht wurde. Trotzdem laufen dann wieder einmal alle mit der fixen Idee herum, Eier sind ja so gefährlich!

Aber das stimmt überhaupt nicht. Mit Salmonellen können sie nur im rohen Zustand belastet sein. Etwas mit rohen Eiern darin sollte man nicht noch lange transportieren und herumstehen lassen. Bei solchen Meldungen fasse ich mich dann an den Kopf und frage mich, warum man da immer wieder einmal etwas mit rohen Eiern überhaupt serviert! Verbietet das einfach, oder nehmt ein anderes Rezept, ohne Eier drin! - na also, geht doch!

So, und was ist nun mit dir? Menschen essen ja schon ein paar Millionen Jahre lang. Wie überlebt man das bloß ;-)

Der Mensch ist übrigens viel "keimtoleranter" als man meint. Wir kommen absolut steril aus dem Mutterleib und nehmen sofort die ersten Keime auf. Mama und die Hebamme sind nämlich übersät damit, aber wir sterben trotzdem nicht. Unser erster Job ist es nämlich, uns gegen so etwas zu immunisieren.

Bis etwa 6 Jahre hatten wir dann mit allem was es so gibt, bis auf ein paar Exoten Kontakt, und wurden immun dagegen. Der Körper hat einfach gelernt und geübt, damit fertig zu werden. Dazu gehörte auch mal am Waschlappen saugen, der Löffel Sand aus der Sandkiste, die Teppichfussel am Matchbox-Auto, ein paar Krümel Blumenerde, das Fell von Nachbars Hund... Je weniger pütscherig Mama ist, desto robuster dann das Kind. Das geht nach dem Motto, was uns nicht tötet, macht uns nur härter.

Wir haben zuletzt eine umfassende Darmflora, die mit allem schädlichen was da eindringt, falls es die Säurebehandlung im Magen überleben sollte, fast immer und sofort fertig wird. Übrigens sind auch deine Listerien dabei. Die Bakterien, Archaeen und Eukaryoten im Darm brauchen wir da auch. Ohne sie könnten wir Nahrung teilweise gar nicht aufschlüsseln und verwerten und hätten Mangelkrankheiten.

Auf deinen Händen, auch wenn du sie gerade frisch gewaschen hast, wären übrigens viel mehr Keime, gar nicht zu reden von deinen Lippen, zwischen den Zähnen, als auf irgendwelchen Lebensmitteln. Aber damit befasst sich dein Immunsystem schon erfolgreich, seit du auf der Welt bist. Darüber braucht man gar nicht nachzudenken, konnten wir in der Steinzeit ja auch nicht ;-)

In einer einigermaßen sauberen Küche haben Keime keine Chance. Auf trockenen Oberflächen überleben sie schon einmal nicht, und Keime fliegen auch nicht in der Luft herum und suchen sich einen Landeplatz. Für eine "hygienische" Küche zuhause reicht normale Sauberkeit schon aus, und nicht mit dem Lappen aus dem Bad da herum zu wischen. Das ist sauber genug.

Der sterilste Raum ist der Garraum der Mikrowelle, bei jedem Betrieb werden Keime darin gekillt. Und den Kühlschrank alle viertel Jahr mit Essigwasser auswischen reicht schon aus, wenn man Kleckerflecken und Krümel darin immer sofort beseitigt. Fertig gekochtes, abgekühlt und eingefroren (also nicht noch lange stehen gelassen) ist dann genau so wenig keimbelastet, wie vor dem Einfrieren.

Klar, zwei mal aufgewärmt schmeckt nicht, schon gar nicht, wenn man allein davor sitzt. Das hat aber nichts mit einer möglichen Keimbelastung zu tun, sondern weil das totgekochtes Zeugs ist.

Unser Appetit beruht ja auch auf einem Biofeedback. Unser Körper braucht Abwechslung bzw. Ausgewogenheit. Es ist nicht alles in jedem Nahrungsmittel drin. Man kann nicht tagelang nur trockene Brötchen essen, und dabei gesund bleiben.

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/bio-feedback---dem-appetit-nachgeben---esse...

Du denkst viel zu pütscherig. Wirf mal dein geistiges Mikroskop weg, und fang mal wieder an zu essen, wie wir das schon immer gemacht haben, eben ohne überhaupt darüber nachzudenken.

Antwort
von PrincessLea, 4

Hallo :-) Also dein Gewicht ist bei deiner große eindeutig ein Problem. Natürlich kommt da eine essstörung in frage Isst du täglich um die 1700 Kalorien? Und vor allen dingen isst du ausgewogen? Wenn nicht solltest du das ändern. Wenn du das nicht schaffst am besten als erstes den Hausarzt konsultieren Lg

Antwort
von BBienchen, 4

Hallo BridgetK, dein BMI leigt bei 17,5, das ist zu wenig. Du müßstest zwischen 56 und 71 kg haben, denn das ist dein Normalgewicht. Gab es für diese Situation einen Auslöser? Wieviel hast du schon abgenommen? Ein Arztbesuch währe angebracht. Dinska hat dir schon viele gute Beispiele geschrieben. LG

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