Frage von Majo77, 27

Herzrhytmusstörungen, kein Befund,aber Schwankungen in den Ableitungen

Ich hatte heute wieder einmal, wenn auch nur kurz, extreme Herzryhtmusstörungen. Mein Herz schlägt, schlägt nicht, schlägt 3 Mal hintereinander usw. Das spielte sich innerhalb von einer Minute ab. ich bekam Todesangst, und rief die Johanniter, die sofort kamen, mit einem Arzt. Ergebnis: alles, ok, aber: Schwankungen in Ableitungen II und III sowie Avs (was auch immer das bedeutet). Der Arzt sagte, es könnte ein Hinweis sein auf eine zurückliegende Entzündung oder leichte Vernarbung des Herzmuskels sein. Allerdings war ich erst vor 2 Wochen bei einem Kardiologen, den Bericht hat der Arzt auch gesehen, der heute bei mir war. Alles in Ordnung. Trotzdem habe ich jetzt extreme Angst. Denn der Besuch beim Kardiologen ist daraus entstanden, das ich über eine Woche durchgehend Rhytmusstörungen hatte, rund um die Uhr, aber natürlich während der Untersuchung beim Kardiologen nicht. Ich hatte auch vor ungefähr 6 Wochen eine Stirnhöhlenvereiterung. Hatte jetzt 2 Wochen null Probleme und heute das. Und der Notarzt sagt so etwas. Hat der Kardiologe etwas übersehen oder hat sich das Ganze erst nach dem Besuch beim Kardiologen entwickelt? Oder ist diese Grundlinienschwankung ( ich lese das gerade aus dem EKG Streifen ab, der hier liegt) doch nix? Für mich persönlich würde das mit der Entzündung halt gut ins Bild passen aufgrund der vor einigen Wochen erlittenen Erkrankung und den Problemen, aufgrund derer ich zum Kardiologen bin. Ich bin fix und fertig, muss morgen früh zur Arbeit, ich kann nicht krank sein, weil ich gerade erst dort angefangen habe (ich bin Fahrlehrer). Aber so kann ich morgen unmöglich Verantwortung für andere übernehmen.....

Als evtl. hilfreiche Zusatzinfo möchte ich noch sagen, dass ich ab und zu im EKG eine Sinusarrhytmie habe, die aber wohl mit der Atmung zusammenhägt. Ich bin aber 36 und das tritt doch nur bei ganz jungen Menschen auf. Andererseits ist es heute aufgetreten, als ich mir eine Flasche Bier gegönnt habe. Ich konnte irgendwie nicht aufstoßen, dann ging das Drama los. Der Arzt sagte, es könne auch was mit "Vagos"? ( keine Ahnung, was das ist oder wie man das schreibt) zu tun haben.

Nun ja, ich suche halt selbst nach Ursachen, kann nicht schlafen, muss morgen los, kann aber nicht und bin ziemlich verzweifelt......

Antwort
von Mahut, 23

Es ist einfacher gesagt als getan, als erstes lege mal deine Angst ab, denn die fördert dein Herzunwohlsein noch, die Extrasystolen hat jeder Mensch mehrmals täglich, im Allgemeinen merkt man sie nicht, aber mache Menschen hören zu stark nach innen.

Wenn du zweifel hast bespreche doch die Stirnhöhlenvereiterung mit deinen Ärzten, vielleicht mach man ja auch einen Bluttest, wo man deine Entzündungswerte festellen kann.

Antwort
von walesca, 21

Hallo Majo77!

Vielleicht solltest Du mal zu einem sehr erfahrenen Osteopathen gehen. Der kann den ggf. leicht verschobenen Atlaswirbel wieder ganz sanft richten und alle Energieblockaden in diesem Bereich auflösen. Wurde beim Arzt schon mal ein Langzeit-EKG gemacht? Darauf müssten doch dann auch alle Störungen des Herzschlages zu sehen sein. Vielleicht ergibt sich ja daraus eine Diagnose und Therapiemöglichkeit. Schau bitte auch mal in diesen Tipp:

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/manuelle-therapie-oder-osteopathie-wo-ist-d...

Ich bin fix und fertig, muss morgen früh zur Arbeit, ich kann nicht krank sein, weil ich gerade erst dort angefangen habe (ich bin Fahrlehrer). Aber so kann ich morgen unmöglich Verantwortung für andere übernehmen.....

Das hast Du schon gut selbst erkannt. Du tust keinem einen Gefallen, wenn Du in solchem Zustand ins Auto steigst!! Egal, wie lange Du dort schon arbeitest - Deine Gesundheit geht in jedem Falle vor!! Das wird sicher auch Dein Chef so sehen ehe noch etwas passiert!!

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von Bellavista, 17

Hallo, das Herz ist ja im Grunde genommen nur ein Muskel er zieht sich zusammen, dehnt sich wieder aus, das war´s....dieses Zusammenziehen und Entspannen geht vom Sinus - Knoten aus, der dem Muskel den elektrischen Impuls übermittelt. Das funktioniert nun aber nach dem "Alles oder Nicht-Prinzip"..d. h. ist der Impuls zu schwach, zieht sich das Herz nicht etwa nur ein bisschen zusammen, sondern gar nicht, dafür beim nächsten Schlag dann aber "volle Pulle"...das sind die "Stolperer" die Extrasystolen, die man bemerkt. Der "Vagos" ist vermutlich der Nervus Vagus gemeint, der Hauptnerv des autonomen Nervensystems, der, hauptsächlich nachtaktiv unter anderem für die Herztätigkeit zuständig. Der verläuft am Atlas, dem obersten Halswirbel vorbei und wenn da eine Fehlstellung besteht, arbeitet der Nerv auch nicht, wie er sollte und das kann wiederum zum Herzrhythmusstörungen führen.. Du siehst, es gibt eine Menge Gründe, warum man sein Herz bemerkt, die allesamt zwar unangenehm, aber nicht gefährlich sind! Wenn Du durch die Stirnhöhlenvereiterung eine Myocarditis hättest, würdest Du kein Bier mehr trinken, da ginge es dir sehr schlecht!

LG

Bellavista

Kommentar von Majo77 ,

Danke erstmal für für die Antworten :-),

Der Arzt gestern meinte auch nicht, dass ich aktuell eine Herzmuskelentzündung hätte, sondern dass im EKG Schwankungen sind, die bedeuten könnten, dass ich solch eine Entzündung gehabt hätte und evtl. Vernarbungen davon getragen hätte. Vorstellen kann ich mir das nicht so recht, da ich ja wie schon erwähnt am 24.05.13 beim Kardiologen war mit EKG, Ultra Schall usw. Dort wurde nichts festgestellt. Und die Stirnhöhlenvereiterung war Anfang April. Ich werde versuchen heute noch mit dem EKG von gestern beim Kardiologen vorstellig zu werden, um zu erfahren, wie er das sieht. Ob das ganze Ende Mai auch schon so aussah und gar nichts dahinter steckt oder ob sich seit dem Besuch tatsächlich etwas krankhaft verändert hat. Probleme hatte ich über Nacht keine mehr.

Das mit dem Atlas Nerv hört sich für mich übrigens sehr schlüssig an. Als ich nämlich Ende Mai diese Störungen rund um die Uhr hatte und deswegen zum Kardiologen bin, hatte ich extreme Verspannungen, konnte meinen Kopf zur einen Seite kaum drehen. Seit die Beschwerden weg waren (ohne das ich das behandeln lassen habe), hatte ich dann auch bis gestern Abend keine Rhymusstörungen mehr.

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