Frage von hannahmoli, 61

Heilpraktiker Psychotherapie

Hallo liebe Community,

ich hab mal eine Frage und zwar möchte ich unbedingt Psychotherapeutin werden. Jetzt hab ich auf http://heilpraktiker-psychotherapie-ausbildung.net gelesen, dass ich Zwei Möglichkeiten habe. Entweder ich studiere, oder ich mach meinen Heilpraktiker. Da ich nicht die Voraussetzungen für ein Psychologie Studium erfülle, überlege ich meinen Heilpraktiiker Psychotherapie zu machen. Nur meine Frage ist, ob der Abschluss überhaupt anerkannt ist und wenn ja, ob ihr mit der Ausbildung bereits Erfahrung gesammelt habt ?

Antwort
von dinska, 58

Wenn du etwas als Beruf ausüben willst, dann ist ein Studium angebracht. Später kannst du dann immer noch deine Ausbildung in bestimmten Richtungen vertiefen oder zusätzliche Ausbildungen machen. Schaffe dir erstmal eine solide Grundlage, auf der du aufbauen kannst.

Antwort
von Landarzt, 58

Nach deinem ersten Satz erübrigt sich eigentlich alles weitere.

Wenn du wirklich "Psychotherapeutin" werden willst, bleibt dir nur der Weg über das Studium der Psychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik mit anschließender mindestens dreijähriger Fachweiterbildung und Approbation. Das heißt, du musst gar nicht zwangsläufig Psychologie studieren. Wenn du dir nämlich auch vorstellen kannst, Kinder- und Jugenspsychotherapeutin zu werden, kannst du das auch mit einem Studium der Pädagogik oder Sozialpädagogik erreichen. Dafür sind die Zulassungsvoraussetzungen m. W. nicht besonders streng.

Gemäß des Psychotherapeutengesetztes darf die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" nur von jemandem geführt werden, der gem. §2 PsychThG als solcher approbiert ist. Das setzt die vorgeschriebene Ausbildung und die Prüfung voraus. Und nur mit dieser Ausbildung bist du auch fachlich anerkannt. Die einzige adäquate Alternative wäre ein Medizinstudium mit anschließender Facharztweiterbildung zur Fachärztin für Psychotherapie.

Zum Heilpraktiker für Psychotherapie: den gibt es nämlich gar nicht. Es handelt sich vielmehr um die Zulassung zum Heilpraktiker, beschränkt auf die Psychotherapie. D.h., diese "kleinen" Heilpraktiker dürfen nichts anderes machen, als Psychotherapie. Das bedeutet aber nicht im vermeindlichen Umkehrschluss, dass diese HP für die Psychotherapie in besonderer Weise qualifiziert wären. Tatsächlich gibt es keine vorgeschriebene Ausbildung, und schon gar keine, die auch nur im Entferntesten an eine Ausbildung zum "echten" Psychotherapeuten (gem. PsychThG) heranreichen könnte. Im Gegensatz zum Psychotherapeuten dürfen HP auch nicht mit den gesetzlichen Kassen abrechnen und auch private Krankenversicherungen erstatten die Kosten nur, wenn der Versicherte dies vorher in seinem Versicherungsvertrag festgelegt hat. Das alles führt dazu, das Heilpraktiker in aller Regel zu wenige Patienten haben, um davon leben zu können. Die meisten HP-Praxen sind Nebenerwerbs-Praxen.

Du solltest in der Wahl deines Berufs also darauf achten, dass es auch ein wirklicher Beruf mit fachlicher Anerkennung ist. Beim HP ist dies nicht der Fall.

Antwort
von Wolfram1959, 50

Du kannst dich direkt an einer Heilpraktikerschule über alle Informationen einer Ausbildung des Heilpraktikers für Psychotherapie informieren. Es gibt auch Fernstudiengänge des HP speziell der Psychotherapie. ILS wäre da eine Option.


Aber auch direkt Heilpraktikerschulen bieten diese spezielle Ausbildung an, die Vorteile liegen auf der Hand, eine kürzere Ausbildungszeit und du kannst Patienten ganzheitlich behandeln:

http://www.paracelsus.de/ausbildung/psy_berat/fr_psy1.asp

Kommentar von Xundsama ,

@Wolfram1959: Hier gibt es keinen Vorteil - die kürze Ausbildungszeit ist gleichzeitig auch ein enormer Nachteil dieses Lernweges.

Hinzu kommt, dass die praktische Ausbildung mit dem Patienten völlig vernachlässigt ist und von einer ganzheitlichen Behandlung kann man in dem Fall überhaupt nicht sprechen, da es dazu an den Voraussetzungen fehlt.

Kommentar von Wolfram1959 ,

Im Gegenteil. Diese Ausbildung hat ausschließlich Vorteile. Wer bereits eine Ausbildung zum Heilpraktiker besitzt und den HP der Psychotherapie dranhängt, hat beste Vorraussetzungen in der heutigen Berufswelt, da viele Patienten mit ihren Therapeuten nicht zufrieden sind. ________________________________________________________________ Ganzheitliche Behandlungen, mit denen jeder Heilpraktiker Erfahrungen hat, sind heute beliebter denn je.

Antwort
von Ostsee31, 43

NEIN. Natürlich ersetzt eine Ausbildung zum Heilpraktiker kein Studium mit insgesamt 10-jähriger Ausbildung und Heilpraktiker sind nicht mit diplomierten Psychologen gleich zu setzen! Die Gesundheitsämter können die beschränkte Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde, auf dem Gebiet der Psychotherapie, nach dem Heilpraktikergesetz (HeilprG) erteilen. Unter dem Druck dieser Urteile hat die AOLG im November 2008 im Sinne des Patientenschutzes beschlossen, ausschließlich nur noch die Bezeichnung „Heilpraktiker/in beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie“ zur Führung zu empfehlen. Was aber noch immer nicht die Beschränkung der Erlaubnis klar zu erkennen gibt, denn dort wurden in diesem Zusammenhang auch Bedenken geäußert, es könne der Eindruck entstehen, es handele sich um einen speziellen oder spezifischen Heilpraktiker – eben für Psychotherapie (der, insbesondere die Ausbildung betreffend, u. U. sogar einem Psychotherapeuten gleichstünde), statt eindeutig kenntlich zu machen, dass es sich vielmehr lediglich um eine eingeschränkte Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetz handelt.

Dein Wunsch Psychotherapeutin zu werden wird sich auf diesem abgekürzten Weg nicht erfüllen!

http://de.wikipedia.org/wiki/Psychotherapie_%28Heilpraktikergesetz%29

Antwort
von Anneliese08, 39

Du könntest dich doch mal direkt informieren bei einer Heilpraktikerschule. Im Internet findest du einige Informationen über die Dauer und Art der Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie.

http://www.heilpraktikerschule-hpp24.de/

Wie wäre es, wenn du mal bei einer Heilpraktikerin mit Psychotherapieausbildung in deiner Nähe fragst, ob du bei ihr ein Praktikum absolvieren kannst. So gewinnst du Einblicke und kannst schauen, ob dir das Berufsfeld liegt und sie auch direkt nach Möglichkeiten der Ausbildung / Bewerbung, Beginn u.s.w. fragen. Ich wünsch dir viel Erfolg

Antwort
von elliellen, 38

Hallo!

Aber natürlich kannst du einen Abschluß zur " Ganzheitlichen Heilpraktiker Psychotherapie" machen. Und das auf hohem Niveau und sehr guten Aussichten, denn die ganzheitliche Psychotherapie ist sehr beliebt, da bei dieser ganzheitlich auf die Probleme der Patienten eingegangen wird und sie nicht mit großen Mengen von Psychopharmaka abgespeist werden. Diese Ausbildung ist wirklich zu empfehlen. Du kannst im Internet einiges darüber finden, hier setze ich dir noch einen Link ein:

http://www.ganzheitliches-psychotherapie-zentrum-wiesbaden.de/1l8-hp-heilpraktik...

Kommentar von Ostsee31 ,

Wie kann denn ein 6 monatiger Kurs einen psychologischen Psychotherapeuten mit Approbation "ersetzen"? So etwas halte ich für mehr als gefährlich aber ich denke diese Frage muss sich jeder selbst stellen der eine ernsthafte psychische Erkrankung hat an wen er sich in so einem Fall wenden wollen würde.

Kommentar von elliellen ,

Die Länge einer Ausbildung hat nichts mit dem Können eines Therapeuten zu tun. Stimmt, das kann zum Glück Jeder selbst entscheiden, zu wem er lieber geht. Ich persönlich würde mich für den Heilpraktiker der Psychotherapie entscheiden.

Kommentar von Ostsee31 ,

mutig...

Kommentar von elliellen ,

nö, gesünder.

Kommentar von Ostsee31 ,

Ich will da eigentlich nicht lange drum herum reiten, es soll jeder seine eigene Meinung haben aber ich verstehe ehrlich gesagt den Einwand nicht was eine Psychotherapie mit "nö, gesünder" zu tun hat. Hier geht es um Gesprächstherapie und nicht darum jemanden mit Medikamtenten abzuspeisen. Psychopharmaka verschreiben, Neurologen, Hausärzte und Psychiater aber keine Psychologen, Psychotherapeuten auch Psychoanalytiker mit der Vorbildung Psychologie dürfen keine Medikamente verschreiben. Bei den Heilpraktikern für Psychotherapie muss man auch mal dazu sagen das über 90% (in Schleswig-Holstein sogar 95%) der Anwärter regelmäßig bei der amtsärztlichen Überprüfung durchfallen, wenn man bedenkt das ein paar Tausend Euro in die Ausbildung fließen könnte das recht frustrierend enden. Dann sitzt man mit einem Haufen Schulden daheim und kannst in dem Beruf nicht arbeiten.

Kommentar von Torte1808 ,

sehe ich auch so!

Kommentar von Ostsee31 ,

.... die Länge der Ausbildung hat auch sehrwohl etwas mit dem Können eines Therapeuten zu tun. Psychotherapeuten durchlaufen über 4000 Ausbildungsstunden und damit wird ihnen auch entsprechend ein Werkzeug in die Hand gegeben. Was kann man in einem 6-monatigem Crashkurs von über 100 verschiedenen Störungsbildern lernen, Datenschutz, Umgang mit Traumatisierungen, Verhaltensstörungen, Psychosomatik, Berufsethik, Rechtslage, Diagnosestellung über psychische und/oder kognitive Erkrankungen... usw. Da könnte man noch einiges aufzählen. Als Heilpraktiker bringt man auch null klinische Erfahrungen mit. Da wird an der Psyche von kranken Menschen herum gedoktert das ist eine große Verantwortung und da sollte man schon wissen was man tut mit einer entsprechend fundierten Ausbildung.

Kommentar von Wolfram1959 ,

@Ostsee31: Sag mal, wie kommst du denn auf die Schnapsidee, dass ein Heilpraktiker Psychotherapeut schlechter therapiert als ein Psychotherapeut ohne HP Zusatz?? Das ist doch völliger Unsinn! Ein Psychotherapeut, der zugleich eine Heilpraktikerausbildung absolviert hat, schließt mit einer umfangreichen Prüfung ab und hat ein fundiertes Wissen. Er verfügt über umfangreiches Wissen, betreffend psychopathologischen Phänomenen und Therapieverfahren, der Anatomie des Menschen Kinesiologischen und anderen Diagnoseverfahren.


Er hat eine Heilpraktikerschule besucht und oft langjährige Fachausbildungen absolviert und in Studiengängen den Titel des HP der Psychologie erlangt!


Mit seinem praktischen Erfahrungsschatz als Heilpraktikers kann gerade er durch Anamnese und Diagnosestellung ganzheitliche Therapieformen bei seinen Patienten anwenden.

Kommentar von elliellen ,

Danke. Nicht umsonst wechseln deshalb ständig Patienten von einem "Psychologen" zum nächsten, da sie sich beschweren, nicht ernst genommen zu werden und häufig nur mit der Einnahme jahrelanger Psychopharmaka "therapiert" werden.

Aber wie gesagt, es soll Jeder selbst entscheiden, zu wem er hingeht.

Kommentar von Zweimal ,

Nicht umsonst wechseln deshalb ständig Patienten von einem "Psychologen" zum nächsten

Das mag mal vorkommen, ist aber mit Sicherheit nicht ständig der Fall.

und häufig nur mit der Einnahme jahrelanger Psychopharmaka "therapiert" werden.

Dir scheint nicht bekannt zu sein, dass Psychologen keine Medikamente, d.h. auch keine Psychopharmaka, verschreiben dürfen.

Bitte informiere dich erst einmal über das Berufsbild!

Kommentar von elliellen ,

@zweimal, wenn du genau hinschaust, würdest du sehen, dass ich das Wort "Psychologen" in Anführungsstrichen geschrieben habe. Damit habe ich die konventionelle Gruppe der Psychologie zusammengefasst, sprich Psychiater und auch Neurologen. Ein Psychiater verschreibt Medikamente, das nur zu deiner Info. Und wie ich bereits erwähnte, darf auch ein Psychotherapie HP Medikamente verschreiben, wenn er im ganzheitlichen Bereich mit homöopathischen Mitteln als Zusatz therapieren möchte.

Kommentar von Zweimal ,

Nachdem mein Hinweis, dass Psychologen keine Medikamente verschreiben, dich zu dieser Erklärung veranlasst haben, kann ich nur noch hinzufügen, dass Psychiater selbstverständlich Medikamente verschreiben dürfen, "Psychotherapie HP" jedoch nur Globuli, von denen die wenigsten verschreibungspflichtig sind, den überwiegenden Teil erhält man frei verkäuflich in Apotheken.

Kommentar von elliellen ,

"zweimal", sicher bekommst du homöopathische Präparate freiverkäuflich in der Apotheke(davon gibt es übrigens nicht nur Globuli, sondern auch Tropfen und Tabletten). Bei den Globulis kommt es jedoch sehr darauf an, dass man das speziell auf sich abgestimmte Präparat einnimmt. deshalb sollte dieses vom Heilpraktiker/ bzw. Heilpraktiker der Psychotherapie verschrieben werden.

Kommentar von Xundsama ,

@Wolfram1959: Da bedarf es keines Schnapses, um erkennen zu können, dass die Ausbildung eines Heilpraktiker-Psychotherapeuten weitaus weniger fundiert ist als die eines universitären Psychologen. Viele Themen im Rahmen der Ausbildung zum HP-Psychotherapeuten werden zum Teil nur angekratzt, zum Teil sind sie überhaupt nicht vorhanden.

Nichts desto trotz geben sich aber hinterher HP-Psychotherapeuten als "Spezialisten" aus zu Themen, zu denen sie nicht einmal die nötige Grundausbildung erfahren haben. Dabei greifen sie auf Globuli zurück, um biologische Vorgänge zu regulieren, die bei manchen psychischen Problemstellungen nicht einmal gegeben sind.

Den HP-Psychotherapeuten mangelt es definitiv in vielen Gebieten sogar am Basiswissen, ganz zu schweigen davon, dass das Angelernte alles andere als "fundiertes Wissen" zu nennen ist.

Kommentar von Hooks ,

@ Ostsee:

Ich habe eben von 15 Monaten gelesen.

Kommentar von Ostsee31 ,
"Ostsee31", ich glaube nicht, dass du beurteilen kannst, welcher User hier welches Hintergrundwissen hat oder nicht. Ich glaube, du solltest dir einmal Hintergrundwissen aneignen, die ein Heilpraktiker mit Zusatzqualifikation Psychotherapie benötigt, dann wüsstest du, dass es ein umfangreiches und ganzheitliches Konzept ist und er nachdem er seine Prüfung abgelegt hat, sehr erfolgreich seine Patienten therapieren kann, was auch täglich geschieht.

Bei solchen Aussagen merkt man erstmal welches Verständnis du von Psychologie hast. Warum sollten Menschen, die sich zum Heilen "berufen" fühlen, sich nicht vernünftig zum Arzt, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Rettungssanitäter, Krankenpfleger o.ä. ausbilden lassen?

"Einfühlungsvermögen" reicht halt nicht, um Menschen therapieren zu können. Da hilft jeder gute Freund mit einem guten Gespräch mehr, als ein "Heilpraktiker".

Eines der Hauptprobleme ist, dass selbst ernannte "Therapeuten" bei einem Patienten zwar vieles aufreißen können, aber keine Ahnung haben, wie sie dann damit umgehen sollen bzw. was sie tun sollen, wenn das Ganze beim Patienten hochkommt und seelisch eskaliert.

Solche Berufsgruppen gehören schlichtweg verboten!!!!! Das ist unethisch und fahrlässig im höchsten Maße! Da hört bei mir der Spaß wirklich auf. Einen Heilpraktiker HP (völlig egal ob die Ausbildung 6 Monate oder 1,3 Jahre dauert - Hooks) mit einem diplomierten Psychologen mit Approbation in einen Vergleich zu stellen da lohnt jedes weitere Wort nicht mehr! Das ist absolut hirnverbrannt.

Dann darf ich auch annehmen wenn du Zahnschmerzen hast das du dann auch zu einem “spirituellen” Hobby-Zahnklempner gehst der einen Kurs belegt hat. Oder wie wär’s mit “Operieren nach Zahlen” für den ambitionierten Do-it-yourself-Chirurgen?

Ich bin jetzt aus der Diskussion jedenfalls raus, das lohnt absolut nicht die wertvolle Zeit mit so einem Schwachsinn zu vergeuden.

Kommentar von elliellen ,

@ostsee31, deinem letzten Satz kann man wirklich nur zustimmen. Es ist in der Tat unmöglich, den für so viele Menschen wertvollen Beruf des Heilpraktikers schlecht zu machen, was auch immer dein Grund sein mag. Du kannst doch hingehen, zu wem du möchtest.

Schön nur, dass Menschen selbst entscheiden können, ob sie zu einem Therapeuten gehen, der ihnen ein paar Pillen gibt oder zu einem ganzheitlich praktizierenden Heilpraktiker der Psychologie.

Kommentar von Borg13 ,

Heilpraktiker der Psychologie

Da können die Menschen aber lange suchen, denn den gibt es überhaupt nicht.

Schön wäre es, wenn hier nur fachkundige Aussagen getätigt würden, denn dauernd Falschinformationen richtig zu stellen, vergeudet nur wertvolle Zeit, die dann anderswo dringend fehlt.

Kommentar von Ostsee31 ,
deinem letzten Satz kann man wirklich nur zustimmen. Es ist in der Tat unmöglich, den für so viele Menschen wertvollen Beruf des Heilpraktikers schlecht zu machen, was auch immer dein Grund sein mag

Das liegt vermutlich daran das du noch nicht das Vergnügen hattest Patienten zu betreuen die mit schweren Belastungsreaktionen und Psychosen in der Ambulanz sitzen nachdem ihnen von einem sogenannten Heilpraktiker angeraten wurde die Medikamente abzusetzen.

Ich bin NICHT gegen alternative Medizin wenn es um ein homöopathische Globuli gegen Kopfschmerzen geht aber ich bin eindeutig gegen alternative Psychotherapie und zwar aus dem Grund weil ich entsprechende Erfahrungen damit gemacht hab. Ich muss nicht von einem Hochhaus springen um zu wissen das der Aufprall weh tut und muss auch kein Wissenschaftler sein um die Grenzen des Gesunden und Ungesunden zu erkennen.

Schön nur, dass Menschen selbst entscheiden können, ob sie zu einem Therapeuten gehen, der ihnen ein paar Pillen gibt oder zu einem ganzheitlich praktizierenden Heilpraktiker der Psychologie.

Ich wiederhole mich für dich gerne nochmal: KEIN Therapeut mit dem Studium der Psychologie darf Medikamente verschreiben. Es wurde dir mehrfach gesagt wenn du das aber an dich gar nicht ran lassen möchtest und auf ein Meinungsbild beharrst das schlichtweg mit der Realität nichts zu tun hat spricht das eindeutige Sprache.

Kommentar von Xundsama ,

@elliellen: Das ist ein großer Irrtum "ganzheitlich" praktiziert eben ein HP der Psychologie nicht, kann er auch nicht, dazu fehlt es ihm nämlich am komplexen Wissen über die Zusammenhänge verschiedener psychischer und psychiatrischer Störungen - das wird nämlich in der Ausbildung zum HP-Psychotherapeuten gar nicht gelehrt.

Ich habe mir die Lehrpläne zum HP-Psychotherapeuten genauestens angeschaut und weiß, wie das alles einzuschätzen ist.

Kommentar von elliellen ,

"Xundsama": Du brauchst dir keine Mühe geben, diesen Beruf schlecht zu reden oder die Ausbildung dazu.

Du kannst mir glauben, ich kenne mich in dem Bereich aus und kann diesen Weg der Fragestellerin nur empfehlen.

Ich kenne deine Beweggründe zwar nicht, aber es bringt nichts, hier weitere Diskussionen zu führen.

Antwort
von Borg13, 32

Liebe hannahmoli, wenn du dir und allen hilfesuchenden psychischen Kranken einen Gefallen tun willst, dann schaffe für dich die Voraussetzungen, die für eine Psychologiestudium notwendig sind und zieh es durch.

Wenn man den festen Wunsch und Willen hat, ist das machbar.

Als Heilpraktikerin würdest du dein Leben lang als Person ohne Ausbildung dastehen, deine psychologischen Kenntnisse wären fraglich, ebenso wie der daraus resultierende Nutzen für deine Patienten.

Du willst doch helfen - dann sorge für die dafür notwendigen Grundlagen!

Kommentar von Wolfram1959 ,

So einen Blödsinn habe ich selten gelesen. Ein Heilpraktiker ist ein sehr angesehener Beruf, dem eine umfassende Ausbildung mit abgeschlossener Prüfung hervorgeht.


Wenn deinen Text ein Heilpraktiker lesen würde, er würde die Hände überm Kopfe zusammenschlagen. Wird ja immer haarsträubender hier.


@Hannahmoli, ich hoffe, du bist selber so klug und kannst herausfiltern was Sinn und was Blödsinn ist.

Kommentar von Borg13 ,

dem eine umfassende Ausbildung mit abgeschlossener Prüfung hervorgeht.

Zwei Falschinformationen in einem Satz!

  1. Heilpraktiker ist kein Ausbildungsberuf. Es ist noch niemals vorgeschrieben, eine Heilpraktikerschule zu besuchen.

  2. Es existiert deshalb auch keine Prüfung, sondern diese Schulen bereiten nur auf die Überprüfung durch das Gesundheitsamt vor. (Seriöse Heilpraktikerschulen geben das auf ihrer Homepage auch an und sprechen gar nicht erst von Prüfung).

Es ist gut, dass solche Falschmeldungen, wie die von Wolfram, hier korrigiert werden und nicht unwidersprochen bleiben.

Kommentar von Ostsee31 ,
So einen Blödsinn habe ich selten gelesen. Ein Heilpraktiker ist ein sehr angesehener Beruf, dem eine umfassende Ausbildung mit abgeschlossener Prüfung hervorgeht.

Das kommt dabei heraus wenn man nur einseitig informiert ist.

@Hannahmoli, ich hoffe, du bist selber so klug und kannst herausfiltern was Sinn und was Blödsinn ist.

Das ist ein sehr gutes Lehrbeispiel. Bei der Fragestellerin ist das Abitur zu schlecht für ein anspruchvolles Psychologiestudium will aber trotzdem Klienten behandeln. Wieviel Verantwortungsgefühl kann da wohl vorhanden sein?

Das ist wirklich ungeheuerlich was hier manche Leute von sich geben. Die Seele ist einer der verletzlichsten Teile des Menschen. Pfusch daran hat gravierende Folgen. Vielen Menschen geht es nach der Teilnahme an einer Pseudotherapie schlechter als vorher. Ein bisschen Huschi-Fuschi mit Duftkerzen und Klangschalen und ein zwei nette Worte hat nichts mit Psychotherapie zu tun. Es werden Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen und wie auch hier gut zu erkennen ist wird eine subtile Verächtlichmachung der wissenschaftsbasierten Medizin betrieben und geht etwas schief dann sind es genau diese Mediziner und das Pflegepersonal mit langjähriger Ausbildung die im Endeffekt die Folgen ausbügeln.

Kommentar von Wolfram1959 ,

@Ostsee, wenn man deine Bemerkungen hier so liest, merkt man, dass du von der empfindsamen Psyche des Menschen keinerlei Ahnung hast


Gerade Patienten, die sich nicht gefährliche Langzeit Psychopharmaka Pillen einwerfen lassen wollen, suchen den Weg zum Heilpraktiker der Psychotherapie, da sie dort mit umfangreichen Therapien auf Dauer geheilt werden.


Dort wird ihnen meistens die Zeit gegeben, die andere Therapeuten nicht hatten oder aus "Kostengründen" nicht haben durften dank des Gesundheitssystems!


HP der Psychotherapie therapieren erfolgreich unter anderem:

Partnerschaftsprobleme, Burn-out, Mobbing, Stresssituationen, depressive Störungen, Traumata, Ängste, Allgemeine psychische Probleme, Lebensberatung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwertproblematik


Und ob Jemand später in der Lage ist, erfolgreich Menschen zu HEILEN, ob auf psychischer oder physischer Ebene, das hat nichts mit der Abiturnote zu tun!!!!


So, für mich ist die Diskussion hier beendet

Kommentar von Ostsee31 ,
@Ostsee, wenn man deine Bemerkungen hier so liest, merkt man, dass du von der empfindsamen Psyche des Menschen keinerlei Ahnung hast

Das ist lediglich deine Meinung und eine falsche Meinung. Um eine realitätsnahe Erfahrung zu machen solltest du mal eine psychiatrische Ambulanz aufsuchen und dich mit tagtäglichen Tatsachen vertraut machen, gerne im persönlichen Gespräch mit den Psychiatern! Das wirst du aber schon vermutlich alleine aus dem Grund nicht machen weil dein Meinungsbild dadurch stark ins wanken geraten würde. Du musst gottähnliche Fähigkeiten besitzen wenn du schwere schizophrene Psychosen, Suchtpatienten uä. ohne Einsatz von Psychopharmaka behandeln kannst. Ich würde aber an deiner Stelle auch so reagieren wenn man im Grunde nichts zu sagen hat und mit Tatsachen nicht vertraut ist und dann meint die Kompetenz einer Ergotherapeutin und ausgebildeten psychiatrischen Pflegekraft in Frage zu stellen.

Kommentar von Xundsama ,

@Wolfram1959: Was soll eigentlich bei einer Heilpraktiker-Psychotherapie-Ausbildung umfassend sein??? Wichtige Inhalte werden lediglich oberflächlich angekratzt, die Komplexität aber völlig vernachlässigt.

Das ist der erhebliche Unterschied beim Studium der Psychologie: Im Psychologiestudium wird ein komplexes Denken gelehrt, was Heilpraktikern meistens abgeht. Heilpraktiker sind viel zu beschränkt auf ihren homöopathischen Bereich, dass sie andere Verbindungen gar nicht mehr erfassen können.

Ich selbst habe beruflich mit Heilpraktikern zu tun, die eine Heilpraktiker-Psychotherapie-Ausbildung hinter sich haben, bei bestimmten Problemstellungen aber versagen, weil eben besagtes komplexes Denken nicht vorhanden ist aufgrund der Tatsache, dass dies in der Heilpraktiker-Psychotherapie-Ausbildung auch nicht vermittelt wird.

So kommen dann deren Patienten auf mich zu, nachdem sie mehr als 5 Jahre behandelt wurden für eine Sache, die man innerhalb von 3 Monaten in den Griff bekommen kann - und zwar ohne jegliche Mediklamente, wenn man sich nicht auf die Homöopathie beschränkt.

Kommentar von Xundsama ,

@Wolfram1959: Kannst Du mal bitte erklären, warum es den HP-Psychotherapeuten unersagt ist Kinder zu therapieren, wenn die Ausbildung nach Deinen Worten schon so umfassend sein soll?

Nichts desto trotz gibt es HP-Psychotherapeuten, die Kinder therapieren, obwohl es ihnen untersagt ist. Ich habe gerade mit so einem Patienten zu tun.

Antwort
von anonymous, 32

Ein einfaches Psychologiestudium wäre sehr langwierig und wenn du nur den Abschluss Bachelor of Science machen würdest, kannst du damit nicht mal viel anfangen. Eine Freundin von mir hat nur den Bachelorabschluß, hat dann abgebrochen, weil ihr das zu lange dauerte, der Masterabschluß( ist der Regelabschluß) zieht sich dann noch ganz schön in die Länge. Ich finde dein Vorhaben eine Heilpraktikerausbildung + HP Psychologie zu machen, wie @elliellen und @wolfram schon schrieben, eine gute und intelligente Idee, informier dich doch mal bei mehreren Fernstudis oder Heilpraktikerschulen. Viel Glück, Sandra

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