Frage von StephanZehnt, 36

Hauterkrankung Apotheker lehnt Herstellung einer verschriebenen Salbe ab - Zusammenhänge?

Guten Tag,

ich habe eine Hauterkrankung. Also habe ich selbst einiges versucht Lebensmittel weggelassen usw.. Kein Erfolg es wurde eher noch schlimmer. Also zum Dermatologen. Der war schnell fertig hier haben sie eine Salbe und Tschüss. Bei einer erneuten Verordnung der Salbe war ich diesmal in einer anderen Apotheke.

Ja und diesmal hat der Apotheker die Herstellung der Salbe schlicht abgelehnt. Er sprach von sehr instabiler Salbe und von Verboten udgl.. (man denkt an Resistenzen in Zusammenhang mit MRSA udgl..)

Nun ist man etwas verunsichert, ja und weis nicht! Bei dem behandelnden Dermatologen nachzufragen ob er einen Fehler gemacht hat könnte der als Sakrileg odgl. auffassen.

Der Apotheker war auch nicht sehr gesprächig, also steht man als Patient dazwischen und fragt sich warum und wieso ist das wo möglich gefährlich?

Die Inhaltsstoffe Erythromycin + Mettronidazol (beide ca. 0,5g )+ Zincum Aceticum Dihydricum + Wolff- Basis - Creme

Bei Tabletten wären die Folgen ( Anaphylaktische Reaktion - Arzneimittelfieber - Bauchspeicheldrüsenentzündung udgl. )

Allerdings bei einer Salbe (?) - wie verträglich und stabil ist so eine Antibiotikasalbe?

Danke -viele Grüße Stephan

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bobbys, 27

Hallo Stephan ,

hier findest Du den Grund der Ablehnung für deine Salbe .

Erythromycin

von Dr. Annina Bergner, Würzburg

Verordnungen mit Erythromycin sind in Apotheken häufig als problematische Rezepturen bekannt. In Einzelfällen können die ungünstigen pH-Verhältnisse der Zubereitung zu einer Inaktivierung des Wirkstoffs innerhalb von wenigen Stunden führen. Solche Rezepturen sind nicht verkehrsfähig und dürfen auf keinen Fall an den Patienten abgegeben werden. Denken Sie daran, für die Qualität und Unbedenklichkeit der abgegebenen Rezeptur ist immer die Apotheke verantwortlich. Dies muss auch dem Arzt bei zweifelhaften Rezepturen verdeutlicht werden, gleichzeitig sollten Sie aber auch einen Alternativvorschlag unterbreiten können. Im folgenden Artikel möchten wir Sie fit machen im Umgang mit Erythromycin. Erythromycin gehört zur Wirkstoffklasse der Makrolidantibiotika und hemmt die bakterielle Proteinbiosynthese. Wirksam ist dabei nur die Erythromycin-Base, ihre Hauptzersetzungsprodukte sind mikrobiologisch inaktive Verunreinigungen. Der Wirksto wird hauptsächlich als Lokaltherapeutikum in der Akne- erapie eingesetzt. Versuchsweise werden Erythromycin-Zubereitungen wegen antientzündlicher Effekte aber auch bei Rosazea angewendet. Erythromycin wird percutan kaum resorbiert, im Blutserum sind auch nach großflächiger Anwendung nur sehr geringe Konzentrationen nachweisbar. Wegen der Gefahr der Resistenzentwicklung beträgt die Behandlungsdauer in der Aknetherapie normalerweise maximal vier bis sechs Wochen. Übliche Konzentrationen sind dabei 0,5 – 4 %, die Applikation erfolgt zweimal täglich.

LG bobbys

Kommentar von bobbys ,

weitere Informationen findest Du hier : http://www.ptaheute.de/labor-rezeptur/rezeptursubstanzen-von-a-bis-z/r...

Du solltest deshalb auch deinen behandelnden Arzt konsultieren.LG

Kommentar von bobbys ,

Erythromycin | PTAheute eingeben :)

Kommentar von StephanZehnt ,

Eine Spitzenantwort herzlichen Dank DH nun muss ich gleich einmal sehen ob das Metronidazol auch so instabil ist! (PTA ...)

LG Stephan

Kommentar von bobbys ,

Für Dich doch immer !!!

Kommentar von bobbys ,

Vielen Dank für den Stern:)

Antwort
von gerdavh, 23

Hallo @stephan, ich habe auch schon eine derartige Salbenverordnung gehabt. Da sagte mir der Apotheker, wenn ich die angegebenen Substanzen in dieser Menge (200 ml) für Sie anrühre, das können sie spätestens in 5 Tagen wegwerfen. In solchen Fällen vertraue ich immer dem Apotheker. -- Aber mal was anderes: Du schreibst, Du hättest versucht Lebensmittel wegzulassen. Welche denn? Was hast Du genau?? Als bei meinem Sohn Neurodermitits im Kleinkindalter diagnostiziert wurde, haben wir auf Anraten des Arztes komplett die Kuhmilch und sämtlichen glutenhaltigen Nahrungsmittel aus seinem Ernährungsplan gestrichen. Er hatte nie wieder!! (er ist inzwischen fast 16 Jahre alt) irgendwelche typischen Hautveränderungen. Das einzige, was ihm geblieben ist, ist eine sehr trockene Haut, die er mit Eucerin, 10 % Ura, pflegt. Und er darf keine herkömmlichen Shampoos oder Seifen verwenden, aber ich glaube, das machst Du ohnehin nicht, wenn ich mich recht erinnere. Er benutzt ausschl. pH-neutrale Waschstücke und ein Shampoo mit Urea. Vielleicht würde Dir das auch helfen??? lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Noch eine Anmerkung zur Ernährung: Wir essen niemals!! Konserven oder andere Lebensmittel mit Geschmacksverstärkern oder mit Inhaltsstoffen zur Haltbarkeitserhöhung . Dann kannst Du das als Ursache schon mal ausschließen. Wenn Du möchtest, schicke ich Dir gerne mein glutenfreies Brotrezept - geht ganz schnell und ist völlig einfach in der Zubereitung und billig ist es auch noch. lg Gerda

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun ich habe regelrechte Diäten gemacht - ich hab ein ganze Zeit von Reis und Maisbrei gelebt also habe Brot udgl. weggelassen. Auch Milchprodukte hab eich einmal über den Zeitraum eines Monats weggelassen. Genau das Gleiche habe ich auch mit Fleisch und Wurst gemacht
Nun habe ich auch vier Wochen ohne Obst durch. Nun ich hatte in der Zeit noch mehr Probleme mit dem Reizdarm keine Ahnung ob er die Tofuwürstchen nicht ganz so gut fand?

Im Moment ist es nach einem Wechsel des Shampoo etwas besser geworden. Aber dies ist leider ein ständiger Wechsel Ob es auch daran liegt da sich doch mitunter ein süßes Stückle esse? (auch wenn ich den meisten Zucker entferne).

Kommentar von gerdavh ,

Entschuldige, dass ich erst jetzt antworte. Habe Deinen Kommentar erst jetzt gesehen. Reis und Maisbrei ist eine sehr einseitige, entbehrungsreiche Diät - da kannst Du einem ja direkt leid tun. Ich schreibe Dir mal eines meiner Brotrezepte hier auf:

  • 50 gr. Alsana oder Ghee (Butterfett)

  • 30 gr. Rohrzucker

  • 300 g Reismehl

  • 300 g Tapiokamehl

  • 76 g Maismehl oder Maisgrieß

  • 16 g Guarkernmehl

  • 600 ml Ziegenmilch oder Wasser (Ziegenmilch in diesem Brot schmeckt sehr gut und wird auch von Milchallergikern gut vertragen)

  • 25 g frische Hefe

  • ein Löffelchen Traubenzucker

Du mischst die Mehle, dann erwärmst Du die Ziegenmilch und löst darin die frische Hefe auf. In die Ziegenmilch gibst Du den Traubenzucker, weil Monosacharide den Gärprozeß fördern. Den fertigen Teil für ca. 30 Min. an einem warmen Ort gehen lassen (ich heize immer den Backofen auf ca. 50 Grad vor und stelle einfach die Teigschüssel rein). Dann nochmal durchkneten und anschl. in eine gefettete Form (mit Deckel!!) geben. Nochmal 30-40 Min. im warmen Backofen in der Form gehen lassen. Anschl. auf 200° Umlauft für ca. 40 Minuten backen, evtl. noch mal ohne Form für 5 Min. rein damit, bis das Brot hellbraun ist. Hört sich jetzt vielleicht aufwändig an, aber ich mache das inzwischen im Halbschlaf. Vielleicht probierst du das mal?? Reis- und Tapiokamehl bekommt man in jedem Asialaden,, Guarkernmehl (das brauchst Du - das ist das Verdickungsmittel) in Reformhäusern (da ich das oft als Verdickungsmittel einsetze, bestelle ich das immer in größeren Mengen im Internet. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Ergänzung: Habe ich vergessen, hier wird nicht mühsam mit der Hand gearbeitet, ich mache das mit einem Knethaken!

Antwort
von walesca, 14

Hallo Stephan!

Bei dem behandelnden Dermatologen nachzufragen ob er einen Fehler gemacht hat könnte der als Sakrileg odgl. auffassen.

In so einem Fall ist es eigentlich üblich, dass sich der Apotheker mit dem verordnenden Arzt in Verbindung setzt. Nur unter Fachleuten kann doch so etwas geklärt werden. Es kann schon mal vorkommen, dass sich der Arzt in einzelnen Dosierungsangaben ggf. vertan hat. Geh am besten noch einmal zur Apotheke und besteh auf einem Anruf beim Arzt, um die Angelegenheit zu klären!!

Viel Erfolg dabei wünscht Dir walesca

Kommentar von StephanZehnt ,

Danke für Deine Antwort..! Dies hat der Apotheker schon versucht mit dem Arzt in Kontakt zu treten allerdings ohne Erfolg!

Kommentar von alegna796 ,

Ich würde nochmals zum Arzt gehen und einfach sagen, dass der Apotheker dir die Salbe nicht machen will und was du nun tun sollst. Dreh den Spieß doch einfach um, lass den Arzt den Apotheker anrufen.

Kommentar von walesca ,

Sollte sich der Arzt weigern alles zu klären, dann sag ihm ruhig, dass Du dich sonst mit der Unabhängigen Patientenberatungsstelle in Verbindung setzen würdest - oder mit Deiner Krankenkasse. Wenn er Dir schon diese spezielle Salbe verschreibt, ist er auch verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Du sie auch bekommen kannst!!! Du solltest ganz konsequent darauf bestehen!! Viel Glück!!! LG

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