Frage von Satha, 99

Vor 11 Jahren Arbeitsunfall mit Sprunggelenksfraktur: Nun habe ich eine Entzündung im Gelenk und eine Arthrose. Ist das ein Fall für die Berufsgenossenschaft?

Support

Liebe/r Satha,

du könntest dein Glück auch mal auf unserer Schwesterplattform finanzfrage.net versuchen.

Da es sich im Kern deiner Frage ja eher um ein finanzielles Problem handelt, kann es gut sein, dass sich dort ein Kenner dieses Themas befindet.

Herzliche Grüße

Kai vom gesundheitsfrage.net-Support

Antwort
von StephanZehnt, 75

Hallo Satha,

wenn der Arbeitsunfall damals gemeldet worden ist und Du noch Unterlagen dazu hast wäre das gut! Evtl. hat der ehemalige behandelnde Orthopäde noch Unterlagen von Dir. Die müssen die Unterlagen . zwar nur 10 J. aufheben aber evtl. hast Du ja Glück. 

Auch der Hausarzt hat mitunter Unterlagen! Das Problem ist allerdings auch das man nachweisen muss das die Unfallfolgen nicht von einem Freizeitunfall odgl.abstammen.

Wenn Du klagen musst vor dem Sozialgericht kann das ein sehr langes Verfahren werden auch wenn es den § 109 SGG  gibt wo man sich selbst einen Gutachter suchen kann, dass 8ist eine sehr schwierige Geschichte da 99 % der Gutachter ausschliesslich  für BG - Versicherungen udgl. arbeiten.

Ja und die Gutachter werden zuerst an ihre größten Auftraggeber denken. Es gibt dann auch nur selten einen Einspruch seitens des Richters der dann doch einmal sagt nein also die Erde ist keine Scheibe.

Also sollte man sich rechtliche besorgen wenn man sich keinen Fachanwalt (Sozialrecht odgl.) leisten kann dann halt VDK / SoVD , Charitas, Diakonie die alle führen Beratungen im Sozialrecht durch!

Gruss Stephan

-> Teilhabe am Arbeitsleben...udgl.

http://www.betanet.de/betanet/soziales\_recht/Teilhabe-am-Arbeitsleben-398.html

Antwort
von Lumbago666, 46

Bitte such mit der Frage einen Durchgangsarzt auf. Dieser schreibt einen Bericht und die Berufsgenossenschaft/ Unfallkasse prüft den Fall dann von Amts wegen.

Da hier aus datenschutzrechtlichen Gründen bereits Aufbewahrungsfristen abgelaufen sind, macht es kaum Sinn, dass du selbst versuchst, Unterlagen zu bekommen.

Die Empfehlung, die dir jemand anderes gemacht hat, dass Du ein Gutachten brauchst, sehe ich kritisch. Für eine Privatperson ist es fast unmöglich, einen geeigneten Gutachter zu finden. Zudem kostet ein Gutachten mehrere tausend Euro, die Du voraussichtlich nicht zurück bekommst. Ein Atest ist da auch nicht sinnvoll (wirkungslos).

Die BG ermittelt hier von Amts wegen, was bedeutet, dass die BG alle Beweismittel beschaffen muss. Das schließt auch die ärztlichen Unterlagen und evtl. Gutachten mit ein.

Vielleicht schaust Du aber mal vor dem D-Arztbesuch nach, welche BG den Unfall damals entschieden hat und wie das Aktenzeichen lautet. Das spart evtl. Zeit.

VG 

Lumbago

Antwort
von alegna796, 64

Du wirst durch ein Gutachten nachweisen müssen, ob zwischen dem Unfall und der jetzigen Erkrankung ein ursächlicher Zusammenhang besteht. Gelingt dir das, dann könnte es anerkannt werden. Der Weg dahin aber wird nicht einfach sein.

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