Frage von schanny, 91

Hat man keinen Anspruch auf Hilfen von der Krankenkasse?

Nun ist es soweit, nächste Woche werde ich am Sprunggelenk operiert. Nach dem MRT hat sich heraus gestellt, dass ich einen chronische Sehnenscheidenentzündung habe, freie Gelenkkörper und eine beginnende Arthrose. Es soll eine Arthrospopie gemacht werden und die Sehne operiert werden. Ich darf zwei Wochen gar nicht belasten und dann teilbelasten. Krankenhausaufenthalt 3-4 Tage und dann nach Hause und ich bleib mir selbst überlassen. Keine Haushaltshilfe wird mir bezahlt, keine AHB oder Reha. Ich habe niemanden der mich versorgen kann oder der mich zum Arzt fahren kann. Auto fahren darf ich selbst nicht fahren. Nachdem ich bei der Krankenkasse angerufen hatte, war ich sichtlich enttäuscht. Es gibt angeblich keine rechtliche Grundlage, das mir eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse bezahlt wird. Selbst leisten kann ich mir keine. Was kann ich tun? Hat jemand eine Idee von Euch? Lieben Dank für Eure Antworten!

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von sonne123, 91

Hallo schanny, das es angeblich keine rechtliche Grundlage geben soll, ist nicht ganz richtig. Im SGB V Paragraph 38 ist der Anspruch auf eine Haushaltshilfe geregelt. Allerdings stehen die Chancen für eine Übernahme der Kosten deutlich höher, wenn ein Kind unter 12 Jahren zu versorgen ist.....

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__38.html

Vielleicht wendest du dich an die Unabhängige Patienten Beratung. Kann nicht der behandelnde Arzt ein Attest über die Notwendigkeit ausstellen? Auf jeden Fall sollte das vor der Op geklärt werden. Ich wünsche dir viel Glück und alles, alles Gute! LG 

Kommentar von schanny ,

Ich hatte mit der Krankenkasse telefoniert. Ich habe einen neunjährigen Sohn, den ich aber in der Zeit nicht zur Schule bringen kann und er möchte aufgrunddessen beim Vater bleiben und am Wochenende zu mir kommen. Ich habe also keinen Anspruch, stattdessen wurde mir gesagt, ich müsse mir selbst jemanden organisieren und bezahlen. Ich bin Geringverdienerin, bekomme so wenig, dass ich Aufstockung vom Jobcenter bekomme um über die Runden zu kommen. Wie soll ich da jemanden bezahlen? Anderen wird überall defintiv mehr geholfen, als denen, die arbeiten gehen und jahrelang eingezahlt haben. Ich bin enttäuscht. Vielen Dank!

Kommentar von sonne123 ,

Liebe schanny, ganz lieben Dank für den *** :-) Dein Sohn ist unter 12 Jahre, also hast du ein Anspruch darauf. Rufe mal bei der Patientenberatung an. Vielleicht können sie dir helfen. Möchte dein Sohn unbedingt zum Vater, auch wenn es nur vorrübergehend ist? 

Ich kann deinen Unmut gut verstehen, deine Enttäuschung und würde dir gerne helfen. Alles alles Gute und drücke dir ganz fest die Daumen für eine positive Wendung. Liebe Grüße 

Antwort
von dinska, 81

Das ist in unserem gut organisiertem Gesundheitswesen so, bezahlen kann und soll man immer, wenn man aber wirklich mal bisschen mehr Hilfe braucht, wird man oft allein gelassen. Ich stimme Winherby völlig zu, sorge erst dafür, dass Hilfe da ist und stimme erst dann einer OP zu. Sieh dich auch nach alternativen Methoden um, Ärzte schlagen sehr oft eine OP vor, die manchmal nicht unbedingt notwendig ist. Hole dir auf alle Fälle noch eine 2. Meinung ein.

Liebe Grüße dinska

Kommentar von schanny ,

Vielen Dank!

Antwort
von Winherby, 84
  • Hallo schanny,

    das alles hört sich aber recht betrüblich an. Also ich würde mich an Deiner Stelle aber erst dann operieren lassen, wenn die anschließende Versorgung für Dich gesichert ist, - wie und wo und durch wen auch immer.  Sonst stehst Du nach der OP da und verhungerst, oder der Fuss bekommt nicht die Ruhe, die er zur optimalen Heilung braucht. 

    Hast Du denn keine einzige Angehörige, die  solange bei Dir wohnen und Dich betreuen könnte? Das wäre die einfachste Lösung denke ich.

    Oder Du gehst zu jemandem wo Du versorgt wirst, und lässt Dich dann in dem Ort operieren, wo der wohnt, falls sie/er weiter weg woanders wohnt.

    Und ein Hotel/Pension mit Vollpension und Roomservice ist wohl auch zu teuer?


    Noch `ne Frage: Ist die OP denn wirklich nötig? Laut den Chirurgen ja, ist klar, aber: 
  • Gegen die Arthrose hilft die OP nicht,
  • Die entstandenen Knorpelsequester lösen sich mit der Zeit eh auf und werden über die Lymphe entsorgt,
  • Mit Schröpfen kann man verklebte Sehnen, auch die Anteile in Sehnenscheiden,  bequem lösen und mobilisieren,
  • reichlich entzündungshemmende natürliche Medis (Teufelskralle, Vit. E, Fischöl, Gerstengraspulver, Wob-Enzym) heilen die Entzündung.


    Dies alles würde ich alternativ praeoperativ versuchen, bevor an mir rumgeschnibbelt wird, natürlich weiß ich nicht, was Du bisher versucht hast. Alles Gute, Winherby

Kommentar von schanny ,

Leider habe ich schon viel versucht, über Elektro- und Physiotherapie, Medis usw. Ich laboriere damit schon seit 1 1/2 Jahren rum, besser geworden ist nichts, eher im Gegenteil. Ich werde zunehmend unbeweglicher, verfette aufgrund des Bewegungsmangels und die Entzündung ist nicht in den Griff zu kriegen. Zu dem Krankheitsbild haben mir schon mehrere Ärzte ein Statement abgegeben und sie alle raten zu einer Op. Der Fuss schwillt immer schneller bei Belastung an und beim Autofahren das Kupplungtreten ist mit Schmerzen verbunden. Ich möchte endlich eine Linderung erfahren und hoffe sehr auf eine erfolgreiche Op. Ich möchte wieder ganz normal lange spazieren und wandern gehen können und endlich mal wieder Sport treiben, um mein Übergewicht loszuwerden. Aber vielen Dank für Deine Hilfe!

Antwort
von Sweetdays, 74

Hallo!

Ich finde das Argument verhungern ist sehr unrealitisch. Schließlich kannst du dich vor der OP bevorraten. Lebenmittel einfrieren oder Sachen kaufen die eine lange Haltbarkeit haben. Vorkochen und einfrieren geht auch.

Es gibt bestimmt auch in deiner Stadt und Nachbarschaft genug hilfsbereite Menschen.

Ich lese zum Beispiel bei ebay Kleinanzeigen kleine Hilferufe.

Tja leider muss du dich selbst organisieren und das im Vorhinein...

Kommentar von schanny ,

Ich lebe in einer 64 qm großen Wohnung, habe eine winzige Küche und gerade mal zwei Gefrierschubladen. Meine mir gegenüber wohnende Nachbarin ist 75 Jahre alt, andere sind den ganzen Tag am arbeiten und nicht erreichbar. Meine Mutter ist 78, wohnt in einer anderen Stadt und hat kein Führerschein. Wenn ich es irgendwie selbst hinkriegen würde, würde ich bestimmt die Krankenkasse nicht beanspruchen. Auf Hilfe anderer Menschen kann und will ich mich nicht verlassen. Wo gibt es denn noch Hilfsbereitschaft? Macht jemand überhaupt noch etwas unentgeldlich für andere? Hast Du selbst denn schon mal in so einer Situation anderen geholfen? Ich finde, Du hast gut reden, hilft mir aber nicht wirklich weiter, aber trotzdem danke.

Kommentar von sonne123 ,

Wie wahr.....

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