Hat jemand Erfahrungen mit dem Medikament "Lyrica"?

gefragt von TanteBerthaTanteBertha am 17.07.2009 um 11:28 Uhr

Eine Freundin von mir leidet seit einigen Monaten an einer Gürtelrose. Sie ist bei einem Neurologen in Behandlung, der ihr Gabapentin verschrieben hat. Offensichtlich reicht dies nicht aus um ihr die Schmerzen erträglich zu machen. Einige andere Medikamente, die zusätzlich verschrieben wurden, hat sie sehr schlecht vertragen (Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Verwirrung), so dass sie gleich wieder abgesetzt worden sind. Jetzt will der Arzt es mit "Lyrica" versuchen. Meine Freundin hat starke Bedenken diese Tabletten einzunehmen, weil sie befürchtet, das die Nebenwirkungen ebenso ausfallen, wie bei den anderen "Versuchen". Andererseits zermürben sie die ständigen starken Schmerzen allmählich. Kennt von Euch vll. jemand "Lyrica" und kann von seinen Erfahrungen berichten?

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waldino
beantwortet von waldino am 17. Juli 2009 17:53
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Wenn ich Lyrica 50,75,150,300 in der Hand habe, das kommt am Tag 10-20 mal vor, schwillt bei mir der Kamm. Teuer, nicht besser als Gabapentin, und auch nicht besser verträglich.

Die Fa. Pfizer macht für Lyrica massiv Werbung in den Fachkreisen, Anwendungsbeobachtungen, giveaways, sogar Kongresse und Reisen.

Also die Freundin sollte die Therapie überprüfen lassen und ggf. den Arzt wechseln.

Lyrica ist ein metoo Präparat gemäß der Liste der KVNo. Es gibt Therapiealternativen.

Im übrigen ein Kommentar zu den o.g. Antworten. Man kann sein Wissen nicht nur aus prodomo Studien und dem Internet beziehen - seriös ist einzig EBM, und wenn schon liebe Kollegen recherchiert bei pubmed oder cochrane oder zumindest im arznei-telegramm. Und was Lyrica betrifft ist der Tenor eindeutig . nicht besser als Gabapentin und teuer, mit hoher Nebenwirkungsrate - Unser Wissen darf nicht von der Werbung der Fa. Pfizer bestimmt sein.


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Wattiss11
beantwortet von Wattiss11 am 17. Juli 2009 15:16
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Neue Studiendaten belegen: Fibromyalgia-Patienten, die mit Pfizer’s Lyrica behandelt wurden, konnten ihre Schmerzen um 50 % oder mehr im Vergleich zu Placebo verringern. Klinisch gesprochen heißt das, dass ein Patient mit sehr schweren Schmerzen eine Verringerung auf "milde" oder "moderate" Schmerzen berichtet.

http://www.alsa.at/chemiereport/stories/5636/


Lena101
beantwortet von Lena101 am 17. Juli 2009 11:33
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Lyrica ist im Allgemeinen ein gut verträgliches Medikament. Allerdings gibt es keine Medikamente ohne mögliche Nebenwirkungen. Deine Freundin muss ihre Einstellung ändern, wenn sie etwas gegen die Schmerzen tun möchte. Bei jedem Medikament braucht es einige Zeit, bis sich der Organismus daran gewöhnt hat, dann vergehen auch oft etwaigie Nebenwirkungen. Wenn deine Freundin schon von Anfang auf Nebenwirkungen wartet, wird sie auch welche bekommen. Sie sollte optimisitisch an die Sache rangehen und dieses Medikament als Möglichkeit einer Besserung betrachten, dann wird sie es mit Sicherheit besser vertragen.


Kommentar von A63d5b78bb358774438c222f99939042smallTanteBertha am 17. Juli 2009 11:45

Nein, eigentlich habe ich nicht den Eindruck, dass sie auf Nebenwirkungen "wartet". Sie ist bisher immer positiv daran gegangen. Jedesmal wenn sie vom Arzt ein neues Mittel hatte, kam sie freudig "jetzt habe ich etwas, das mit helfen wird". Als dann die Nebenwirkungen auftraten, besonders die Verwirrungszustände, war sie sehr schockiert. Ich denke schon, dass sich da jetzt eine gewisse Angst aufgebaut hat, dass ihr so etwas wieder passiert aber ich habe nicht den EIndruck, dass sie auf Nebenwirkungen wartet.

Kommentar von F2486ef9af6e143b91b54e741e494a05smallLena101 am 17. Juli 2009 17:51

Hallo TanteBertha, umso besser, wenn dem nicht so ist. Versuch sie darin zu bestärken, dass sie positiv denken und daran glaubten muss, damit ihr geholfen werden kann, viel mehr kannst du eigentlich nicht tun. Es ist schon eine große Hilfe, wenn du für sie da bist, aber das weißt du ja selbst. Ich kenne die Schmerzen bei einer Gürtelrose von meiner Mutter, das war sehr schlimm. Ich weiß aber auch, dass sie oftmals psychosomatisch sind, daher ist nicht nur medikamentöse Behandlung gefragt. Ich wünsche deiner Freundin gute Besserung und dir die Kraft ihr beizustehen.


anonym
beantwortet von einem Gast am 27. Mai 2010 21:43
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Auch ich habe zum Anfang Gabapentin verordnet bekommen. Keine Schmerzlinderung aber die gleichen Nebenwirkungen wie beschrieben. Nun Behandlung mit Lyrika 150 mg 2xtgl.Auch hier keine Linderung und ebenfalls Müdigkeit, Schwindel u. Schlafstörungen. Nun habe ich dieses Medikament abgesetzt und sitze jede Nacht im Bett und kann nicht schlafen. Richtige Entzugsersheinungen.Ich frage mich nur, was, wenn ich Lyrika 300 mg genommen hätte?


anonym
beantwortet von einem Gast am 21. März 2010 23:17
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Ende 2009 wurde ich ins Krankenhaus mit Zwischenrippennervenentzündungen sowie einer Verspannung der Rückenmuskulatur,eingewiesen. Ich hatte starke Schmerzen.Von meinem Schmerzarzt bekam ich Lyrika verordnet und zwar 2mal 150mlg.Meine Erfahrung ist,es dauert zirka 2-3 Stunden ehe sie wirken sie helfen haben aber auch Nebenwirkungen sowie auch positives, Nebenwirkungen Keine Luft bekommen, ohnmachtsartiegerAnfall sowie Anstieg des Puls von 60 auf 80. Positiv Mein Zuckerspiegel ist jetzt konstant Weiterhin habe ich, die immer unter Verstopfung gelitten hat, sehr guten Stuhlgang. Ich bin der Meinung jeder sollte selbst die Erfahrungen machen.Fackt ist die Schmerz mehr so star


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