Frage von fibre43, 171

Hat die OP einen Sinn?

Ich habe demnächst nochmal einen Operationstermin. Es soll eine Bohrung der Hüfte/ Oberschenkelhalsknochen durchgeführt werden, die zweite OP dieser Art in diesem Jahr. Der Arzt hatte mir nur kurz erzählt was Sache ist, also das die erste OP nix brachte und so weiter, aber mir fielen zu Hause noch Fragen ein, wie z.B. woher weiß der Operateur eigentlich ob der Knochen niocht schon zu sehr beschädigt o. durchlöchert ist, wegen der Belastbarkeit, ob der Knochen dann mein Lebensgewicht überhaupt noch tragen kann. Bricht der Knochen,dann hab ich den "Salat". Deshalb meine Frage, ist diie OP nicht zu gewagt o. gefährlich?

Antwort
von Winherby, 156

Hallo fibre43,

diese Bohrungen sollen die Durchblutung des Knochens anregen, um die Nekrose zu stoppen. Die Versagerquote der Beck´schen Bohrung ist leider relativ hoch. Der Erfolg ist aber auch davon abhängig, wie weit der Knochenabbau voran geschritten ist ab Stadium III sind mir keine Erfolge durch diese Bohrung zu Ohren gekommen. Ob der Knochen nicht bereits zu sehr geschädigt (durchlöchert) ist, kann hier keiner wissen außer dem behandelnden Arzt. Doch wenn er diesen Versuch nochmals wagen will, scheint es doch noch nicht so zu sein. Oder handelt es sich um eine Pridie-Bohrung zur medikamentösen Versorgung? Dann solltest Du es machen lassen, wenn Du eine Chance zur Verbesserung der Situation herbeiführen möchtest.

Leider gibst Du zu wenig Hintergrundwissen über Dich preis, sodass wir Dich nicht wirklich optimal beraten können. Die Hüftkopfnekrose kann ja sehr vielfältige Ursachen haben, sind die denn bereits alle abgeklärt und welche wurden als Ursache ausgeschlossen? Können die bekannten Ursachen abgestellt werden?

Du wirst Dich über kurz oder lang, spätesten ab dem IV. Stadium des Verlaufs, mit einer TEP anfreunden müssen, denn diese Nekrose am Hüftkopf kann nur in sehr frühem Stadium und mit sehr viel Glück geheilt werden, aber dazu muss die Ursache bekannt sein und abgestellt werden. Beim Morbus Perthes ist das etwas anderes, da hat der junge Körper noch genügen Kraft, um sich selbst auszuheilen. Leider weiss ich nicht wie alt Du bist , aber ich vermute, dass Du schon älter bist (35 + ?) . In welcher Gegend Du wohnst weiss ich auch nicht, daher empfehle ich Dir mal, - in der Mitte Deutschlands gelegen -, die Experten der Orthopädischen Klinik in Braunfels, die machen einen Superjob. Mit einer ärztlichen Überweisung ( oder Einweisung? - frag mal Deinen Hausarzt ) kannst Du Dich dort untersuchen lassen. Die machen nix anderes als Gelenk-Operationen und werden Dich deshalb mit extrem viel Erfahrung im Rücken sicher optimal beraten können.

Hier mal deren Link: http://www.okb-online.de/ Alles Gute, Winherby

Antwort
von elliellen, 118

Hallo fibre43! Wenn die erste OP gar nichts gebracht hat, kann ich dich schon sehr gut verstehen, ob man sich dann der 2. OP der gleichen Art unterziehen sollte ohne Weiteres.

Der Operateur scheint dich auch hinsichtlich des Zustandes deines Oberschenkelhalsknochens nicht richtig aufgeklärt zu haben und in der Klinik scheint es auch nur diese Art der Therapie zu geben.

Auf jeden Fall solltest du vorab zu einer spezialisierten Klinik fahren( du kannst im Internet mal nachsehen, wo es eine gibt in deiner Nähe) und dann über die dort verfügbaren Möglichkeiten sprechen. Bei einer Knochennekrose gibt es verschiedene Möglichkeiten der Therapie, werden aber nicht in allen Kliniken durchgeführt.

Eine derartige OP mehrmals umsonst durchführen zu lassen, davon würde ich an deiner Stelle auch Abstand halten.

Hier in der Klinik Freiburg wird bei Nekrose z.B. die HBO Therapie durchgeführt, die auch Aussicht auf Heilung verspricht.

http://www.hbo-freiburg.de/glossar/knochennekrose

Antwort
von gabriele0815, 111

Bei der Bohrung wird ja nicht soviel gebohrt, daß nun der gesamte Knochen durchlöchert ist. Wenn du dir nicht sicher bist, dann suche doch noch einen weiteren Arzt auf und laß dich beraten. Wenn allerdings dein Arzt der Meinung ist, daß eine 2. Bohrung notwendig ist, wird er sich das bestimmt gut durchdacht haben, daß es dann auch mehr Erfolg bringen könnte. Garantieren kann man ohnehin bei keiner Operation etwas. Frag doch einfach auch mal im Deutschen Arthrose Forum nach. Dort findest du evtl. Patienten, die das auch schon hinter sich haben.

Antwort
von kreuzkampus, 95

Woher sollen wir das wissen, wenn es der Operateur Deiner Meinung nach nicht weiß? Entweder man vertraut Ärzten oder man läßt es sein.

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